Ein verworfener Text samt Notizen

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Der erste Teil der Boom-Theorie war wesentlich länger. Ich habe es thematisch dann nur abgetrennt, da ich mit dem Rest des Text nie sonderlich zufrieden war und es bis heute auch nicht bin. Entsprechend trenne ich mich jetzt von dem Text und haue ihn euch vor die Füße.

Wer das dennoch liest, sollte sich folgender Dinge bewusst sein:

  • Der Text ist nicht ausgearbeitet
  • Der Text gefällt mir absolut gar nicht
  • Der Text wurde nicht kontrollierend korrigiert
  • Es sind viele Notizen enthalten
  • Der Text gilt als verworfen

Gleichwohl als Gedankensammlung taugt er und wird dafür auch in Zukunft verwendet. Die abgehandelten Parts werde ich dann jeweils rausnehmen. In Wochen, Monaten oder Jahren.

Eine Gesellschaft funktioniert anders

Die Diskussion einer Gesellschaft, über ihre Ausrichtung, unterliegt ähnlichen Zwängen wie die Regulierung und Deregulierung des Kapitalmarktes. Aus der Glaubensfrage heraus entsteht eine gesellschaftliche Gesamtbewegung, die, nachdem sie ihren Boden gefunden hat, nach immer mehr Macht strebt und dies unter dem Banner des gefundenen Bodens durchzusetzen versucht. In der Folge generieren wir, als Gesellschaft, zwar auch mehr Freiheiten für den Einzelnen, schaffen sie jedoch auch für den Kapitalmarkt und die Wirtschaft im Allgemeinen.

Dementsprechend gibt es generelle Regulierungs- und Deregulierungsbewegungen.

Nach Beendigung des zweiten Weltkriegs entstand ein Kampf zwischen zwei Systemen und ihren Dogmen, die beide so kräftig und weitreichend waren, dass sie alles abweichende zur Seite drängten oder zumindest so vereinnahmten, dass es unter dem gleichen Banner laufen konnte.

Im Groben ist es nicht abwegig zu behaupten, dass die einen regulieren wollten, also kontrollieren, und die anderen gedachten zu deregulieren und verkündeten ein Höchstmaß an Freiheit in allen Bereichen. Es mutet an wie die Fragen:

  • Keynes oder Friedman?
  • Marx oder Rand?
  • Sozialismus oder Kapitalismus?

Es ist gelebte Einfasslosigkeit, die auch hier unser Denken, bei hochkomplexen Fragestellungen, in solch simple Antworten zu portieren und diese ideologisch geprägt zu vertreten. Dabei wissen wir es besser, die Rädchen innerhalb des Systems sind weitaus verwobener und abseits des Schwarz und Weiß.

In der Folge gehen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem immer Hand in Hand. Es ist ein generelles Missverständnis, dass eine Gesellschaft und der Markt das gleiche Freiheitssystem benötigen.

Wer vom „Markt“ spricht, wird gerne gefragt, wer der Markt ist. Das Ergebnis unseres Handelns, reicht dabei oftmals nicht als Antwort. Es ist aber die einzig richtige Antwort und sie drückt sich auch im Kommunismus oder Sozialismus durch Geld und andere Wertmesser aus.

Das Wort „Markt“, ist ob seiner Anonymisierung komplexer Vorgänge genauso passend wie die dazugehörige, schwammige Antwort. Denn wer im Markt agiert, agiert nicht mit Personen und unterliegt entsprechend wenig emotionalen Zwängen, wie das sonst im zwischenmenschlichen Bereich der Fall ist.

Wer im Markt agiert, denkt nicht an die gesellschaftlichen Folgen. Er agiert für sich, sein Unternehmen, seine Klientel. Meist im Rahmen der Gesetze. Außer, es lohnt sich gegen die Gesetze zu verstoßen. Z.B. dann, wenn für eine Million Euro Ertrag, eine Geldstrafe von 30.000 Euro zu zahlen ist.

Sowas kann man rechnen und Unternehmen tun es auch. Das Beispiel dient der Darstellung, wie wichtig eine gute Regulierung und Gesetzgebung für den Markt ist.

Im gesamten, agiert der Mensch im Markt als gewissensloses Raubtier. Seinen Instinkten erlegen und somit nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Wenn etwas gemacht werden kann, dann findet sich immer jemand der es tut. Doch Raubtiere sind irgendwann satt, dann hören sie auf zu fressen. Geld hingegen, hat nicht die Eigenschaft zur Sättigung zu führen.

Für den Markt muss dementsprechend eine sinnvolle Mischung aus Regularien und freiheitlicher Entfaltungsmöglichkeit einzelner Marktteilnehmer gefunden werden, die sich vor allem auch in Chancengleichheit ausdrückt. Nebst Strafmaßen, bei denen sich eine Aktion nicht mehr lohnt, gehört dazu auch ein schnelles und effizientes Rechtssystem, denn oftmals ist der Schutz eines Unternehmens nicht nur die Kostennote des gegnerischen Anwalts, sondern auch die Prozessdauer.

Im Einzelnen gefällt uns der Gedanke nicht, dass Geld die Welt regiert. Es erklärt wenig, schafft Hilflosigkeit beim Individuum und ist nicht greifbar.

Geld, Macht, Einfluss, Tauschwaren, Sachwerte, Essen und all die ungenannten Bezeichnungen sowie die Namen, die wir uns für die Dinge noch ausdenken werden, sind die Triebfeder unserer Entscheidungen.

Ich lehne das nicht ab. Im Gegenteil, solange wir uns davon nicht wegentwickelt haben, muss es als gegeben akzeptiert werden. Nur dann, kann der Mensch lernen damit umzugehen und sein Sein in sinnvolle Bahnen lenken. Vielmehr noch, sehe ich dies als wichtigsten Schritt zur Überwindung an.

Es ist diesbezüglich auch kein Zufall, dass unsere „größten Denker“ uns allesamt Utopien verkaufen. Perfekte Systeme, in denen alles so ist, wie es sein sollte. Egal, ob es auf kompletter Freiheit oder staatlicher Verteilungsmacht beruht.

Danach zu verlangen und davon zu träumen ist leicht, vor allem wenn man zu denen gehört, die nicht die Gewinner des aktuellen Systems sind. Wie es aber dazu kommen soll, wenn wir noch nicht einmal akzeptieren was wir sind und wie wir sind, geht als Frage vollkommen unter.

Es wäre eine Illusion zu glauben, man könnte Fairnis und Gleichheit erreichen. Es gibt Unterschiede, sie sind ein Teil von uns. Man kann es aber besser gestalten, ohne die extremen Ausreißer nach oben oder Unten. Auch dafür muss eine Gesellschaft erst bereit sein.

Wir sind nicht bereit.

Eine der bemerkenswertesten Aussagen der letzten Jahre, gab es von Dieter Althaus. Der Mann, von dem viele auch heute noch denken, er wäre Ministerpräsident von Thüringen, so sehr klammerte er an seinem Posten. Doch er hat ihn nicht mehr und geht jetzt zu Magna. Dem Automobilzulieferer, der Opel nicht kaufen durfte. Gesagt hat er:

"Magna möchte die Durchlässigkeit von Politik und Wirtschaft. Deswegen ist Magna auf mich zugegangen. Ich finde das eine ganz normale und richtige Entwicklung."

Nun muss man wissen, dass Magna unter Ministerpräsident Althaus Subventionen erhielt. Jetzt wird er dort Cheflobbyist, besorgt also weiterhin die Subventionen.

Und während sich noch alle darüber aufregen, muss kopfschüttelnd festgestellt werden, dass dieser Vorgang bereits Gang und Gebe ist. Peer Steinbrück bekam einen Aufsichtsratsposten bei ThyssenKrupp, Gerhard Schröder vergnügt sich auch anderswo und auffällig viele SPD-Größen wechselten vor und nach deren Abwahl in die Energiebranche.

Der Wechsel von einem politischen Amt in die Wirtschaft ist Usus. Und es sind durchweg Unternehmen, zu denen bereits vorher eine gewisse Nähe zu bemerken war. Nähe, die sich aus den Schwerpunkten der Regierungsarbeit ergab.

Wenn die CDU „mal wieder“ das Thema Leitkultur auspackt, sollten wir uns an diese Dinge erinnern und es nicht nur auf die Integration von Einwanderern beschränken.

Die Stabilität einer Gesellschaft basiert hauptsächlich auf einem generellen Grundgerüst an Werten. Werden diese Werte ausgehöhlt, abgemildert oder gar ausgesetzt, dann verschiebt sich die Macht und der bestehende Konsens wird aufgehoben. Es fallen die Hemmschwellen bei Groß und Klein.

Dieser Prozess beginnt immer oben. Einhergehend mit dem Schrumpfen der Mittelschicht und die Schaffung einer neuen Unterschicht. Vor einiger Zeit nannten wir diesen Effekt noch Ellenbogengesellschaft. In vollkommener Ignoranz dessen, sich darüber lediglich der Druck widerspiegelte, der durch die Gegebenheiten entsteht. Es geht nur noch nach oben oder nur noch nach unten.

Es muss auch deswegen passieren, da unsere bisherigen Gesellschaftssysteme, also auch die Listen-Demokratie, trotz aller Freiheit, nur nach Vorgabe von oben und nicht durch Willensbekundung von unten funktionieren.

Ein weiterer Effekt ist, dass dadurch automatisch eine beschleunigte Verbündelung der Eliten aus Politik und Wirtschaft entsteht. Der Druck den Status zu manifestieren erzeugt eine Konzentration der Macht bei den starken Interessenverbände (Parteien gehören dazu).

Diese Konzentration führt zugleich zu einer gegenseitigen Abhängigkeit dieser Eliten.

Dabei stehen ihre eigenen Anliegen im Vordergrund der Entscheidungsfindung. Eine Korrektur falscher Entwicklungen findet aufgrund fehlender (starker) äußerer Einflüsse nicht mehr statt. Zum Erhalt des eigenen Status müssen (gesellschaftlich) falsche Entscheidungen getroffen werden.

Krisen, wie die aktuelle, beschleunigen diesen Prozess, da der Druck von außen wächst. Ein prominentes und aktuelles Beispiel ist die Absenkung der Mehrwertsteuer für das Hotelgewerbe. Dass hierzu die Mitregierungspartei FDP Geld braucht und es zufälligerweise aus diesen Wirtschaftskreisen gespendet bekam, mag da nur ein offensichtlicher Zufall sein.

Gegen diese Bündelung von Macht eine starke Position aufzubauen gestaltete sich bisher sehr schwierig, da eine Vernetzung gegenteiliger Interessen vor allem Zeit und Geld benötigte.

Zudem sind die Gegeninteressen nie komplett gleich. Vor allem die Nebeninteressen sorgen immer wieder für Reibungspotenzial und hemmten so manche Bewegung bereits in ihrer Entstehung.

Seitdem das Internet Einzug in die breite Masse gehalten hat, ist es für die Oposition leichter geworden. Das Internet bietet nicht nur jedem Platz, egal wie abstrus die Idee sein mag, es ermöglicht auch das variieren der politischen Meinung.

Wer bspw. gegen den Krieg in Afghanistan war, konnte bei der letzten Bundestagswahl nur „Die Linke“ wählen. Wem jedoch das Restprogramm dieser Partei nicht zusagte, musste sich eine der anderen Parteien aussuchen und konnte dann nicht mehr gegen den Krieg in Afghanistan stimmen.

Es bedarf keiner großen Vorstellungskraft um zu wissen, dass Parteien solcherlei bei ihren Entscheidungen bedenken und der Bürger schlussendlich nie seine politische Meinung vollends ausleben kann.

Politik ist auch immer die Fähigkeit zum Kompromiss, heißt es dann. Doch ein Kompromiss drückt sich lediglich in einer Konsensgesellschaft aus, deren Sinnhaftigkeit sich nicht in der Entscheidung für den besten Weg definiert. Ihren Höhepunkt erreichte dieses System mit der Person Angela Merkel. Sie schaffte eine neue Mitte, in der sich jeder wohlfühlen darf und in der jeder irgendetwas bekommt. Dazu gehören auch mal „nur“ ein paar nette Worte.

Diese neue Mitte schafft starke Ränder. Auch befördert durch die radikal veränderte Einkommensstruktur der letzten Dekade, hat sich das Machtgefüge innerhalb Deutschlands vom Mittelstand wegbewegt und ein Übergewicht der wohlhabenderen Schichten herbeigeführt. Wie bei einer Inflation, beginnt die Veränderung süßlich, denn die Abgedrängten flüchten zunächst in die Depression, nicht in die Aggression.

Auf der (abgedrängten) Seite steht auch eine junge, technikfreundliche Generation, die Ansprüche erhebt aber, bisher nichts zugestanden bekam. Sie definiert ihren Lebensraum auch über das Internet und weiß es zu nutzen.

Im Gegenteil dazu, ist das Internet ist im Verständnis der Führungselite bisher nur ein Markt und kein Lebensraum. Und wenn die Begrifflichkeit des Lebensraumes dennoch vorkommt, dann nur in dem Sinne, dass der Bürger fürs Atmen gefälligst zu zahlen habe (Stichwort: Netzneutralität).

Wer die aktuellen Diskussionen und Bestrebungen der Politik in Sachen Internetregulierung verfolgt, kommt nicht umhin festzustellen, dass regulierende und kontrollierende Mechanismen vor allem darauf abzielen der Wirtschaft einen Schutzraum zu bieten.

In ein Regulierungsschub, der nicht nur die Finanzmärkte betrifft, opfert der Staat im Internet die gesellschaftliche Freiheit den kommerziellen Interessen der Großkonzerne. Dabei geht es um Konzerne, deren Geschäftsmodell durch das Internet so großen Veränderungen unterliegt, dass sie sich nicht mehr in der Lage sehen diese Veränderungen mitzugestalten oder gar selbst zu vollziehen.

Die Basis dieses Verhaltens ist, dass wir als Menschen in bestehenden Strukturen leben und diese Strukturen gegen jede nur erdenkliche Veränderung verteidigen. Veränderung ist ein schlechter Vorgang, denn er könnte Negatives über uns bringen.

Gewohnheitsgemäß krachen dabei Alt und Jung aufeinander, denn die junge Generation wächst mit dem Neuen auf und empfindet es als selbstverständlich. Die ältere Generation hingegen sieht, wie sich das ändert, was ihr ein gutes Leben beschert hat. Entsprechend möchte sie bewahren was war und lehnt das Neue ab.

Veränderungen werden dadurch beschränkt und diese Beschränkung wird bekämpft. Dieser Prozess führt zu einer Verlangsamung der Veränderung, doch er verhindert sie nicht dauerhaft. Die Länge der Verzögerung ergibt sich aus der Machtposition heraus.

Dabei ergibt sich die Konstellation, dass die Machtposition regulativ über das Internet vorhanden ist und dennoch komplett konträr zur Funktionsweise des Internets ist. Die Möglichkeiten vernetzter Bürger generieren hingegen ein Aufbegehren der technikaffinen Eliten. Ein leicht zu vermittelndes, denn die Unzufriedenheit der an den Rand gedrängten paart sich hier mit neuen Möglichkeiten der Teilhabe. Die entstandene (ungleichgewichtete) Mitte, droht von außen aufgebrochen zu werden. Die Möglichkeiten des Internets, in Bezug auf politische Teilhabe des Bürgers, drängt also auf das Eindringen in die Realität.

Ein normaler Internetnutzer sucht sich aus, was er tun möchte. Er begibt sich mal in jene Commnity, mal in diese. Er diskutiert lose über mehrere Blogs und Foren hinweg oder auch nur bei Twitter. Wenn es nicht mehr gefällt, dann zieht er weiter.

Und während die technischen Bestrebungen der Anbieter im Netz immer mehr in die Richtung gehen, sichtbar zu machen was ein Mensch alles über die verschiedenen Plattformen hinweg treibt, gehen die Bestrebungen der Nutzer dahin, dass Plattformen für Allianzbildungen geschaffen werden.

Wer bereit ist zu diskutieren, dem verlangt es automatisch nach Teilhabe. Dieses Verlangen haben alle an den Rand gedrängten Schichten gemein und es beginnt sich zu einen. Die Piratenpartei ist hierfür das bekannteste Beispiel.

Solange die Politik starr an dem festhält, was sie sich selbst geschaffen wird, erstrecken sich die Bemühungen erst mal nur auf die außerparlamentarische Opposition, doch diese wird die Basis schaffen.

Die Basis für eine politische Teilhabe, die funktioniert wie mein launiges wechseln meiner Gesprächspartner. Ich kann also gegen den Krieg in Afghanistan „kämpfen“ und zugleich auch gegen die Börsenumsatzsteuer, zumindest im Idealfall.

Es ist nur kurz umrissen, aber dahinter steht eine große Möglichkeit. Gedanklich ist mir die politische Teilhabe dabei gar nicht mal so wichtig, sondern die sich daraus generierende Möglichkeit, dass die verkrusteten Strukturen, die sich in unserer Listen-Demokratie gebildet haben, dadurch aufgebrochen werden können.

Ein Element der Zerstörung, welches immer wieder korrigierend und lenkend eingreifen kann. Welches unser unvollständiges Demokratiesystem um die Meinungsmacht des größten Teilhabers ergänzt, den Bürger.

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Staaten zahlen keine Schulden zurück .. Das lehren uns die Krisen der Vergangenheit. Daher ist es Blödsinn, ständig darüber zu philosophieren, was unsere Kinder alles zurückzahlen müssen.

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Schwarmintelligenz suckZ

Beim Thema Schwarmintelligenz wird gerne darauf hingewiesen, dass Gruppen aus Fachleuten meist schlechtere Ergebnisse erzielen als Gruppen aus Fachleuten + Außenstehenden.

Diesen Beweis für das existieren einer Schwarmintelligenz halte ich für falsch.

Vielmehr ist diese Selbstbestätigung eine Folge der Definition unserer Vorstellung von Fachwissen, die sich darüber definiert, dass jemand über ein hohes Maß an Wissen in seinem Fach verfügt (praktische Umsetzung hierbei bewusst ausgeklammert).

Wie bereits im ersten Teil der Boom-Theorie ausgeführt, gibt meiner Erkenntnis nach kein einziges Fachgebiet, welches nicht aus Erkenntnissen anderer Fachbereiche profitieren kann. Entsprechend waren unsere größten Genies auch immer Personen, die nicht nur in einem Gebiet als Koryphäe galten oder entsprechenden Einflüssen unterlagen.

Aus der Strukturierung von Gruppen nach Fachgebieten und Fachgebiet mit Einfluss( von außen), lässt sich somit nicht der Schluss ziehen, dass Schwarmintelligenz funktioniert oder einen wirklichen Nutzen für die Menschheit hat. Es erschöpft sich lediglich in der Erkenntnis, dass wir aufhören müssen unser Denken und unsere Forschung nur fachspezifisch voranzutreiben.

Für die Forschung ist spätestens mit der Jahrtausendwende dieser Trend der Übergreifenden Gebietsforschung eingetreten und setzt sich langsam durch. Derweil wird im Internet immer noch das Loblied auf die Schwarmintelligenz gesungen, die im Ergebnis über die Zeit hinweg nur Mittelmaß generiert.

Die Ausrichtung der Funktionsweise des Internets, in seiner jetzigen Form, könnte sich dadurch dauerhaft als fundamentale Fehlentscheidung entpuppen, deren Umkehr dann eine generelle gesellschaftliche Umkrempelung zur Folge hat.

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Das Echtzeitweb ist eine Notwendigkeit mieser Suchtechnologien.

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Die im ersten Teil beschriebene Abkoppelung des Kapitalmarktes von der Realwirtschaft hat bereits in ihrem Entstehen zur Folge, dass die bestehenden Umverteilungsmechanismen, die eine einer Gesellschaft Stabilität verleihen, sich zu Gunsten des Kapitalmarktes verschieben. Weniger, weil dieser mehr Geld verdient sondern vielmehr, da dieser mehr Geld generiert und konzentriert. Davon kann die breite Masse nicht profitieren.

Diese Erkenntnis hat zur Folge, dass solange wir den Kapitalmarkt in der jetzigen Form betreiben, ein komplettes Umdenken bezüglich der Verteilungsmechanismen erfolgen muss.

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Wir stehen vor dem immer neuen Problem, dass Technologierevolutionen unseren Alltag verändern und vor allem Arbeitsabläufe effizienter gestalten. Gleichwohl ersetzen sie bestehende Arbeitsplätze nie vollständig, woraus sich die Effizienzsteigerung der Technologierevolution ergibt.

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Nicht unterschätzt werden darf der Drang des Volkes nach einfachen Antworten.

12:36 08.05.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

mh

Ich bin extrem geil und hochintelligent, da ist mein erheblich gestörter Geisteszustand absolut nebensächlich.
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