Eindrücke eines Gesprächs: Ghettozüchtling Peter

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Peter ist einer, der geht nicht gerne zur Schule.

Peter geht nicht gerne zur Schule, weil er ständig verprügelt wird.

Ist halt ein Hanswurst, dieser Peter.

Außerdem ist Peter ein Hartzlerkind.

So ein Ghettozüchtling, der in neuköllnischen Verhältnissen aufwächst und schnell gelernt hat, wie gewalttätig diese integrationsunwilligen Kopftuchmädchenproduzenten sind.

Peter ist einer, der weiß, was Kristi meint, wenn es um Deutschfeindlichkeit geht. Die bekommt er täglich in die Fresse geprügelt, wenn er nicht rechtzeitig die Straßenseite wechselt.

Die FAZ kennt Peter.

Bei Illner hat man sich derweil darauf geeinigt, dass es um irgendwie 15% der Migranten geht. Das ist die deutsche Problemzone. Also die, derentwegen wir aussterben und die unsere Hartzlerkinder verprügeln, weil der Staat denen nicht genug Geld gibt, um in einer anständigen Wohngegend zu wohnen. In einem asylantenfreien Stadtbezirk der liberalen Zielgruppe grüner Politiker.

Einig wurde man sich aber nicht in dem Punkt, ob man über diese Menschen reden soll. Dürfen kann man das natürlich, was auch sonst. Aber viel wichtiger ist natürlich die positiven Beispiele herauszuheben. Z.B. die türkischen Migranten, die was im Kopf haben und selbst aus diesen Stadtteilen flüchten.

Cem Özdemir ist nicht so einer. Bei ihm hat man immer den Eindruck, dass der Sozialpädagoge höchstselbst im Ghetto wohnt und aus erster Hand berichtet. Übrigens ein äußerst sympathischer Typ, solange er keine direkten Fragen beantworten soll.

So etwas kommt auch nur selten vor, denn die Talkregeln besagen, dass niemand direkte Fragen beantworten will und sollte. Da sind sich alle einig. Etikette zählt noch was, bei den Besserverdienenden und Mächtigen.

Ich habe mit Peter gesprochen. Peter hat einen Traum. Peter will, wenn er groß ist, in das bessergestellte Kreuzberg ziehen. Dort wird er mit fünf anderen Billiglöhnern des Web 3.0 in einer WG leben und eine neue Weltordnung ausrufen. Unter voller Bewunderung gegenüber jenen, die sich ihre tägliche Mate nicht mehr klauen müssen.

Naiv denkt er an seinen Traum, wenn sie ihn gerade mal wieder verprügeln. Es hält ihn aufrecht. Er weiß noch nicht, dass er des Nachts in Kreuzberg monetär auf die Fresse bekommen wird, wenn die Hipsters Einzug halten und ihre Security den verarmten Pixelschubser-Mob auf Abstand und in den unteren Etagen hält.

Peter schaut gerne nach oben.

Zuerst erschienen auf www.goowell.de

14:50 16.10.2010
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Geschrieben von

mh

Ich bin extrem geil und hochintelligent, da ist mein erheblich gestörter Geisteszustand absolut nebensächlich.
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