RE: Eine Hymne zum Fremdweinen | 10.05.2019 | 16:52

Mit Erlaubnis des Autors möchte ich hier diesen Leserbrief posten: Sehr geehrter Herr Angele, Ihren Kommentar zur Nationalhymne kann man nur ablehnen. Er ist inhaltlich falsch und wenig durchdacht. Letztendlich sagt er wenig über die Hymne. Nur über Ihre Einstellung zu unserer Hymne und unserem Land sagt er viel. Gleiches kann man über Bodo Ramelow sagen. Deshalb füge ich eine Email, die ich an Ihn schrieb, diesen Zeilen an. Die Email verstehen Sie bitte als inhaltliche Antwort auf Ihren traurigen Kommentar. „Sehr geehrter Herr Ramelow, eine Änderung der Nationalhymne lehne ich entschieden ab. Ihren Wunsch begründen Sie mit zwei Ereignissen bzw. Beobachtungen. Zum einen können Sie die Nazimärsche nicht ausblenden. Das gehört jedoch zu unserer Geschichte dazu und ist Mahnung für uns alle. Die Hymne trifft hier keine Schuld. Schauen Sie sich den Text der französischen Hymne an. Ist dieser überhaupt noch zeitgemäß? Wenn in Frankreich eine Person den Vorschlag unterbreiten würde, die Marseillaise zu ändern, könnte diese Person sofort das Land verlassen und müsste sich auf ihren Geisteszustand untersuchen lassen. Auch die französische Hymne hat Bezugspunkte zu sehr negativen Ereignissen der französischen Geschichte. Denken Sie hierbei nur an den Kriegstreiber Napoleon, der ganz Europa fast 20 Jahre lang verwüstete. Weiterhin sehen Sie bei den Ostdeutschen ein Identitätsproblem mit dem Text unserer Hymne. Dem muss ich entschieden widersprechen. Vielleicht sehen Sie dies innerhalb Ihrer „Blase“. Die Linken und auch die Grünen können wenig mit der Bundesrepublik oder Deutschland an sich anfangen. Dies jedoch auf die gesamte Bevölkerung hochzurechnen, ist absurd und falsch. Ich bin 1973 in Karl-Marx-Stadt geboren. Den Text unserer Hymne konnte ich schon im Kindesalter. Die DDR-Hymne war für die Mehrheit der DDR-Bürger nie ein Bezugspunkt. Man orientierte sich immer an der Bundesrepublik. Der Text unserer Hymne bzw. des Deutschlandliedes ist auch 178 Jahre nach seiner Entstehung noch sehr lebendig und inhaltsreich. Die Melodie hat im Gegensatz zu Marseillaise tatsächlich Hymnencharakter. Dazu ist sie historisch mit unserer Geschichte tief verwachsen. Welche Hymne dieser Welt ist zum einen so alt und so bedeutsam. Da gibt es nicht sehr viele! Schlussendlich wurde die Hymne immer wieder kritisiert – in allen Zeiten und von Personen unterschiedlichster politischer Couleur. Allein dieser Aspekt zeigt, wie gut und wertvoll diese Hymne ist. Vielmehr glaube ich, dass Sie persönlich ein Identitätsproblem haben, weniger mit der Hymne als vielmehr mit Deutschland an sich. Das ist sehr traurig. Für Ihr eigenes Problem jetzt Ostdeutsche vorzuschieben, um es zu lösen, ist erbärmlich. Sie lösen Ihr Problem auch nicht mit einer Hymnenänderung.“ Mit freundlichen GrüßenKai Hähner

RE: Eine Hymne zum Fremdweinen | 10.05.2019 | 16:52

Die Schweizer Hymne ist auf fade, die kann man in die neue gleich inkludieren..

RE: Flirten am Limit | 26.02.2019 | 15:01

dunkelblaue cordhosen scheinen mir gerade im trend zu liegen

RE: Bestehen auf Aufklärung | 11.02.2019 | 10:28

Liebe Magda, sie sind aber streng mit dem Begriff "unabhängig". Nur um hier nicht irgendwelchen Gerüchten Vorschub zu leisten: Wir finanzieren uns über Erlöse am Verkauf (EV, Abo) und Werbung. Weitere Quellen gibt es nicht.

RE: Bezaubernd altmodisch | 30.01.2019 | 15:43

Schön, dass Sie den Stölzel hier besprechen, Herr Hoff. Aber auch ich habe eine Verständnisfrage. "Im Regal findet es seinen Platz neben der gleichsam nostalgischen Rückschau und Erzählung über Bernhard Schlinck „Der letzte Zeitungsleser“ (Michael Angele)". Wie meinen Sie das? Hat Schlink (!) ein Buch mit dem gleichen Titel geschrieben? Glauben Sie, dass ich über Schlink eine Erzählung geschrieben habe? Ist es die Auto-Korrektur und gemeint ist: Thomas Bernhard. Das käme etwa hin ;)

RE: Historische Amnesie | 21.01.2019 | 09:30

Lieber Herr Leusch, so ist es vermutlich. Interessanter finde ich dieses: "Die Schriftstellerei ist einer jener Kulturräume, in denen auch Verschwörungstheorien und - Fantasien möglich sein müssen." Das wäre mal eine Glosse oder sogar mehr für die Zeitung wert, finde ich

RE: Historische Amnesie | 20.01.2019 | 18:09

Hä? Wo habe ich eine "Ehrenrettung Hallsteins" versucht? Das glatte Gegenteil ist der Fall. Sie haben meinen Eintrag ja überhaupt nicht verstanden. Sie schreiben, Angele "nimmt ihn gegen den Vorwurf in Schutz, die Ziele des deutschen Imperialismus unter EU-Dach umgesetzt zu haben". Wie kommen Sie denn darauf? Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass man Hallstein auch aus einer extremen Anti-EU Haltung heraus für sich reklamiert. Sowohl Menasse als auch die Verschwörungstheoretiker müssen dazu ganz schön kühne hermeneutische Manöver unternehmen.

RE: Takis Würger und das Marketing | 18.01.2019 | 09:53

Liebe(r) probi, warum das Buch "grottenschlecht" ist, können Sie in gefühlt zwanzig Kritiken leicht nachlesen, einfach googeln - wir schreiben das Jahr 2019. Habe ich auch gemacht. Ich finde aber, es muss schon der Anspruch des Freitag sein, Dinge kritisch zu beleuchten, die anderswo noch nicht oder unterbeleuchtet waren. Und da sind es eben immer wieder, wie auch in diesem Fall, die Bertriebsblindheiten des Betriebs, die dem Sehenden ins Auge fallen... Das mag dann nicht jeden interessieren, aber "Marketing" ist ja nun etwas, was alle betrifft