Bye Bye Bowie

Berlin In der Hauptstadt blühte der Mythos des nun verstorbenen Popstars David Bowie seit den Siebziger Jahren. Unser Autor erinnert sich

David Bowie (1947-2016) gehörte zu den wenigen Popstars, die vielen Menschen wirklich etwas bedeutet haben. Das zeigt sich jetzt gerade auf Facebook. Aber man kann noch weiter gehen. Es gibt sogar Dinge, die vielen Menschen nur deshalb viel bedeutet haben, weil David Bowie mit ihnen zu tun hatte. Berlin zum Beispiel. Westberlin genauer. Nur 18 Monate hat Bowie hier Ende der 1970er Jahre gelebt. Aber noch heute kann ich nicht durch die Hauptstrasse, wo er gewohnt hat, gehen, ohne Bowie im Kopf zu haben. Metaphorisch und oft auch buchstäblich auf dem iPod.

Der Dschungel, die Hansa-Studios und natürlich das Brücke-Museum, wo er angeblich ständig war, was natürlich eine Übertreibung ist, aber es geht hier ja nicht um die Fakten, sondern um den Mythos: Ich kann für weitere Details gerade nur das Buch von Tobias Rüther Helden. David Bowie und Berlin empfehlen. Und vorschlagen, noch einmal einen Blick auf den wunderbaren Comic unseres Zeichners Frank Nikol zu werfen, den wir hier vorab abdrucken.

Ach, wie viele sind Bowie nicht begegnet, ohne ihn zu erkennen! Und natürlich längst nicht nur in Berlin. Sondern auf der ganzen Erde. Und längst nicht nur in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Sondern – wie dieser Blogbeitrag – vielleicht auch erst in den 1990er Jahren. Als er die Alben Earthling und Outside veröffentlichte – und aus Kreuzberg einen nie geschauten Ort namens „Kreutzburg“ machte. 

Nachruf in Zeitung folgt

12:22 11.01.2016
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