Die „Bild“, ein Teufelswerk?

Medien Ein Buch listet die Sünden der immer noch größten deutschen Boulevardzeitung akribisch auf. Was bringt das?
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 24/2021
Jetzt noch einen Schuss Ironie
Jetzt noch einen Schuss Ironie

Foto: Inti Ocon/AFP/Getty Images

Also sprach Gott: Es gibt ein neues Buch über „Bild“. Das ist wichtig. Man darf nicht nachlassen, deren Sünden zu registrieren.

Teufel: Aber es steht nichts Neues drin. Dass die Bild-Zeitung Migranten nicht besonders mag, Kampagnen für Friedrich Merz macht und Frauen auch im Sport gerne auf Äußeres reduziert, wer wüsste es nicht? Die Autoren kritisieren, dass Bibiana Steinhaus nur „Bibi“ genannt wird. Aber Jogi heißt auch nur Jogi. Das Sportkapitel ist das trostloseste in diesem Buch. Da wird registriert, wie oft Bild Transfers verkündete, die dann nicht stattfanden. So what.

Gott: Es geht doch nicht nur darum, dass „Bild“ sich bei Transfers irrt. Sie sind im Fußball eine Macht, vor der die meisten kuschen. Sie