Josef Hader: „Ich bin sozialisiert im Linkskatholizismus“

Interview Josef Hader mag es dort, wo Leute aus allen Schichten zusammenkommen, und wenn die Stadt eine Stadt ist
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 10/2017
Josef Hader zoomt als Kabarettist, Autor und Schauspieler immer ganz nah an die Menschen heran
Josef Hader zoomt als Kabarettist, Autor und Schauspieler immer ganz nah an die Menschen heran

Foto: Florian Rainer/Anzenberger

Die Umstände, unter denen das Interview geführt werden muss, halten mit meiner Bewunderung für den Schauspieler und Kabarettisten Josef Hader nicht Schritt: Ein slot von 20 Minuten, klar, alle lieben den Hader eben ganz besonders, da gibt es keine Extrawurst. Und dann auch das noch: Der Raum im Literaturhaus ist groß und leer, und es hallt. Aber dann kommt Hader und sagt dir mit einem Hader-Grinsen, ein komischer Raum ist das, und alles wird gut.

der Freitag: In Ihrem neuen Film „Wilde Maus“ haben Sie das erste Mal auch Regie geführt. Es geht um die Rachegedanken eines gedemütigten Journalisten. Ich kenne diesen Gedanken sehr gut! Aber wie sind Sie darauf gekommen?

Josef Hader: Die erste Idee war, dass ein Mann seine Arbeit verliert und sich wehrt. I