Schirrmachers Rache – Eine Rezension in Teilen (III)

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Vielen Dank, Susann, dass du mir gestern das Buch auf den Schreibtisch gelegt hast! Ich hatte mir allerdings schon am Freitag ein Exemplar im Kulturkaufhaus Dussmann gekauft und bin damit an die Ostsee gefahren. Dort habe ich Playback in großer Ruhe und Abgeschiedenheit gelesen, nur der ewigwährende Wellenschlag in den Ohren, wie wundervoll. Nun bin ich zurück im Multiktaskingkampf. Während ich diesen Satz schreibe, sehe ich mir ein Turi2.tv-Interview mit einem Experten an, höre 12-Ton-Musik über mein iPhone, beantworte eine SMS aus der Zentrale und posaune via Twitter schon mal die Existenz dieses Blogeintrags raus, ein Tich will da raus, Hä? Wie bitte? Ich verstehe mich selbst nicht mehr, bin genau so konzentrationsgestört, wie es Schirrmacher in Paint it black im ersten Teil beschreibt – siehe auch MH-Kritik – und will raus aus dieser Tweet-Pardon Tweed-Zwangsjacke. Deshalb habe ich Endlich Nichtraucher! ja bis zum Ende gelesen, denn da steht es geschrieben: wie wir da wieder rauskommen. Noch fällt mir schwer, den Weg genau zu beschreiben, verdammt, das tut es, aber immerhin konnte ich mir das Mantra aus diesem zweiten Teil von Die Leber wächst mit ihren Aufgaben merken: WIR MÜSSEN DEN AUFMERKSAMKEITSMUSKEL STÄRKEN. Nichts anderes tue ich nun, bin schon völlig erschöpft, twittern, vergiss es, kann die sms kaum noch halten, das Bloggen fühlt sich an, als hätte ich Blei an den Füssen.
Dale Carnegie, Sorge dich nicht, lebe, Scherz Verlag, 24,50 Dollar

11:27 30.11.2009
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