Virtueller Stadtbau

MEDIENTAGEBUCH Ein Spaziergang durch die Hauptstadtportale des Internets
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Früher wurde eine Stadt durch ein Portal betreten, das in ihre dicken Mauern eingelassen war. Heutzutage bilden Mauern nur noch selten die Grenze einer Stadt, schon gar nicht die einer virtuellen, deren Umfang in Bits und nicht in Kilometern gemessen werden müsste. Aber seltsamerweise gelangt man zur Stadt im Internet jetzt wieder zunehmend durch prunkvolle Tore. Drei so genannte Hauptstadt-Portale, die von großen Verlagshäusern betrieben werden, werben in Berlin um Besucher. Ein Gutteil kommt aus dem echten Berlin selbst: Rund 1,5 Millionen Hauptstädter sind schon einmal gesurft, also fast die Hälfte seiner Einwohner. Die Stadt im Netz bietet ihnen eine Mischung aus (Zeitungs-)Nachrichten, Service und Spielereien an. Fünf Jahre existiert das Portal von G