Das oberflächliche Lächeln

STEFFEN HEITMANN In der Umgebung des sächsischen Justizminister wird es still. Er hat sich nicht zum ersten Mal ins Visier der Datenschützer manövriert
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Ich weiß nicht, was sie mit ihren Fragen eigentlich bezwecken?!« Da sitzt ein Justizminister vor der sächsischen Landespressekonferenz und hat einfach nichts zu beichten. Wirkt er nicht geradezu sympathisch, so direkt und unbekümmert, fernab jedes taktischen Kalküls? »Er sagt, was er denkt«, billigten Steffen Heitmann schon 1993 selbst die bissigsten Kritiker seiner Kandidatur für das Bundespräsidentenamt zu. »Jedes Land kann nur ein bestimmtes Maß an Überfremdung vertragen.« Die Diskussion über die Nazizeit müsse »enttabuisiert« werden. Und der europäische Bürger sei eine »intellektuelle Spinnerei«. Wo einst das gesunde Volksempfinden durchbrach, will Heitmann »dem Normalbürg