Götterfäule in Sachsen

VERSCHLEISSERSCHEINUNGEN Nicht allein der Fall Heitmann zeigt, wie das viel zitierte "System Biedenkopf" an Bodenhaftung verliert
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Beharrlich tropfend ist während der vergangenen Monate ein Begriff in den politischen Sprachgebrauch eingesickert. Sogar Sachsens Wissenschaftsminister Hans-Joachim Meyer zitierte in der jüngsten Landtagssitzung die Wendung vom "System Biedenkopf". Und die Frankfurter Allgemeine griff in einem Kommentar zum Rücktritt von Justizminister Heitmann ebenfalls darauf zurück - natürlich in distanzierenden Gänsefüßchen. Sie fand es komisch, ausgerechnet den schärfsten Kritiker des "Systems Kohl" mit diesem zu vergleichen. Damit trifft sie genau die Absichten der sächsischen PDS, die Urheberrechte geltend machen kann. Mit dieser Formel wollte sie ursprünglich auf Parallelen zwischen der Selbstherrschaft des Altkanzlers und dem Stil des säc