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Neun Monate Nach der Flut In Sachsen ist von einem nachhaltigen Hochwasserschutz kaum mehr die Rede
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»Hier wird sich etwas ganz Tolles entwickeln!« Es gibt wohl kaum einen pragmatischeren Naturschützer als Tobias Mehnert, aber an der Flussaue bei Falkenau vor der Stadt Flöha gerät er ins Schwärmen. Schon einige Jahre bemühte sich sein Naturschutzverband Freiberg um den Erwerb dieser zehn Hektar großen Fläche. Das Hochwasser hat nun der Einwilligung des bisherigen Eigentümers nachgeholfen, so makaber es klingt. Was einmal eine durch einen kleinen Deich geschützte Ackerfläche war, hatte die Flöha in der Nacht zum 13. August 2002 in eine Insel verwandelt. Der Fluss teilt sich nun in zwei Arme, bevor ihn die Bebauung der Stadt Flöha wieder einzwängt. Abbruchkanten markieren das neue Flussbett, ein Canyon im Kleinformat