Auf ideelle Achse gelegt

GRÜNES GRUNDSATZPROGRAMM Eine Partei, die sich einmal auf ein Projekt verstand, diskutiert nun über sich als Werte-Gemeinschaft
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Die Grundsatzprogrammdebatte der Grünen hat zwei recht verschiedene Triebkräfte. Die eine ist, dass die Partei sich seit ihrem ersten, immer noch formell gültigen Programm von 1980 erheblich gewandelt hat und in einem stark veränderten Umfeld agiert. Das Bedürfnis, Programm und neue Realität aufeinander abzustimmen, ist verständlich. Die zweite Triebkraft ist der von außen an die Partei herangetragene, inzwischen aber verinnerlichte Anspruch, sie habe sich als normale Partei eine Werte-Tafel zu geben. Er wird zum Beispiel von dem Parteienforscher Joachim Raschke erhoben.

Mit seinem neuen Buch Die Zukunft der Grünen (Frankfurt/M. 2001) hat Raschke wieder einmal demonstriert, was beim Zugriff auf "Werte" herauskommt. Er will wissen, wie sich die Gr