Das wäre witzig

CDU-STRATEGIE Kein Zug zur "Neuen Mitte" - jede Partei hat andere Wechselwähler zu verlieren
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Die Lage der CDU nach der verlorenen Bundestagswahl schien sehr verzweifelt. Die SPD hatte gewonnen, weil sie behauptete, sie wolle wieder zur deutschen Konsens- und Sozialstaatstradition zurückkehren, von der Helmut Kohls polarisierender Neoliberalismus abgewichen sei. Was sollte die CDU da tun? Auf der Doktrin beharren? Dann hätte sie nur immer mehr Stimmen verloren. Eine Wendung um 180 Grad vollziehen? Plötzlich kritisieren, der neue Kanzler handle zu wenig sozialstaatlich und konsensorientiert? Obwohl die Rotgrünen sich wirtschaftspolitisch der Kohl-Regierung immer mehr anglichen, wäre die CDU mit einer Politik des "links Überholens" kaum glaubwürdig gewesen. Und doch empfahl ihr die FAZ schon vor Monaten, die einstige "Blockadepolitik" der SPD im Bun