Kanzler Scholz sollte in Peking vertreten, was in der Koalition noch umstritten ist

Meinung Olaf Scholz' Reise nach Peking umgibt eine brüske Tonalität, die einen Gegner ächtet, der als Partner doch eigentlich gebraucht wird. Dabei sollten Deutschlands Beziehungen zu China von Interessen und nicht von Ideologie geprägt sein
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 44/2022
Chinas Präsident Xi Jinping: Freund oder Feind?
Chinas Präsident Xi Jinping: Freund oder Feind?

Foto: Lintao Zhang/Getty Images

Wie für einen deutschen Kanzler angebracht, reist Olaf Scholz mit einer Wirtschaftsdelegation zum Antrittsbesuch nach Peking. Gut hundert Firmenchefs wollten mitfliegen, ein Dutzend durfte es. Zur Abordnung gehören auch Mitarbeiter aus dem Kanzleramt, denen es nicht schaden kann, sich sachkundiger zu machen, als das bisher der Fall ist.

Deutschland wird weltweit als Führungsmacht in Europa wahrgenommen. Umso besser wäre gewesen, zusammen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron anzureisen, also europäisch aufzutreten. Gewicht hat Deutschland eben nur im europäischen Verbund, nicht im Alleingang. Aber offenbar versteht Scholz die Bedeutung der deutsch-französischen Achse genauso wenig wie Angela Merkel. Alle erwarten nun eine härtere Gangart und

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