Michael

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RE: Tanzen an Ostern nicht erlaubt | 23.03.2013 | 13:26

„Euch Scheinheilige hat der Prophet Jesaja treffend im Voraus beschrieben! In seinem Buch heißt es ja: Dieses Volk ehrt mich nur mit Worten, sagt Gott, aber mit dem Herzen ist es weit weg von mir. Ihr ganzer Gottesdienst ist sinnlos, denn sie lehren nur Gebote, die sich Menschen ausgedacht haben. Das Gebot Gottes schiebt ihr zur Seite und haltet euch stattdessen an Vorschriften, die von Menschen stammen“ (Markus 7,6-9)

RE: Das Recht stärkt nun auch die Männer | 08.02.2013 | 16:08

Ich bin mit den Zielen und Forderungen der Frauenbewegung groß geworden - und ich glaube, ich bin nicht der einzige Mann und Vater, welcher die Emanzipation im Allgemeinen, wie auch konkret, die Gleichberechtigung in der Partnerschaft will - und fordert! - Dennoch muß ich als Vater und Ex-Ehemann feststellen, daß nicht alle Bereiche in unserer Gesellschaft, im Zusammenleben von Männern und Frauen, den Ansprüchen einer Gleichberechtigung gerecht werden können; und sollen. - Als Mann hat man es ohnehin schwer, wenn man Argumente bringt, welche offenbar "den Frauen" gehören... - Bisher konnte mir noch niemand, weder Frau noch Mann schlüssig und sachlich erklären, weshalb per se die Mutter ein Vorrecht auf die Erziehung und Begleitung der gemeinsamen Kinder haben sollte. Weder entwicklungspsychologisch, noch genetisch, &c pp. - Dennoch wird, so die seufzenden Experten, welche mir zur Seite stehen, "in Deutschland traditionell die Mutter die Kinder bekommen..."! - Vom persönlichen Drama des betroffenen Vaters einmal abgesehen - ist es doch unglaublich traurig, wie eine selbstbewußte, emanzipierte, moderne Frauenwelt diese (uralte) Tradition schweigend oder selbstgerecht aufrecht erhalten möchte. Ich meine, was soll das? Diese Verallgemeinerungen bezüglich Männern und Vätern halten doch weder der Erfahrung, noch einem zeitgemäßen Gender-Diskurs stand. Über den Ärger und die Empörung dieser und jener Männer- und Väterbewegungen braucht Frau sich doch nicht im geringsten zu wundern!? - Was bleibt einem denn übrig? Nach der Verzweiflung und dem Schmerz kommt Mann - hoffentlich - zum Erkennen und Benennen von Ungerechtigkeiten. Und er ist so modern, daß er von den Frauen gelernt hat, daß man diese nicht unter den Tisch fallen lassen darf, abtun darf mit Floskeln, süffisantem Lächeln, und "es war eben schon immer so..." - Gibt es da vielleicht irgendwo noch einen Minderwertigkeitskomplex im kollektiven weiblichen Unterbewußtsein? Und die Verfügungsgewalt über die Kinder wäre dann lediglich ein Instrument der Macht? - Es kann doch nicht so schwer sein - auch für eine Frauenbewegte - auszusprechen, daß auch die Männer, die Väter ihre Rolle als Erzieher, Begleiter, Tröster, Versteher, Versorger, Liebeschenker, Starkmacher, Schürfwundenheiler oder Stirnküsser (ausreichend Beispiele?) ausfüllen und leben können. Es muß doch möglich sein: zuzugeben, daß jeder "Fall", jede Mutter, jeder Vater individuell seine Möglichkeiten, seine Schwächen und Stärken mitbringt. - Zumindest allen Kindern wäre mit dieser "Gender-Debatte" ein Gefallen getan; wenn sie denn ohne idiologische Grabenkämpfe auskäme...