Milan L. Freund

"Mit ungetrübtem Blick die Wahrheit sehen; Das will ich!"
Milan L. Freund
RE: Unternehmen für den Postkapitalismus | 19.10.2021 | 18:31

Lenin zu Genossenschaften. Ich meine nicht, dass weil Lenin was geschrieben hat, das zwingend relevant oder richtig sei. Sondern lediglich, dass es Interessant ist, dass es ähnliche Fragen auch schon vor 100 Jahren gab:http://www.mlwerke.de/le/le33/le33_453.htm

RE: Unternehmen für den Postkapitalismus | 19.10.2021 | 18:27

Danke für die Nachfrage. Ich war in der Formulierung etwas sehr übereifrig. Nicht die progressiven Bürger, sondern das Bündnis mit dem industrielle Bürgertum wurde verworfen. Der Wandel der Marx'schen Position kam durch die Ereignisse in der Pariser Commune zu stande. (vgl. Roth 2021: 153ff.) (MEW 17: 549ff.) Die Commune bewies, jedoch anders als in meiner Behauptung, das mögliche Bündnis aus Kleinbürgern und Klein Gewerbetreibenden und Kommunarden möglich war.Also eher ein Punkt für ihre Argumentation."Das war eine bemerkenswerte implizite Korrektur des marxschen Standpunkts von1847/48. Die Vorstellung, die Entwicklung des revolutionären Subjekts durch ein Bündnis desspäteren „Totengräbers“ mit dem industriellen Bürgertum beschleunigen zu können, war verflogenund hatte einer hasserfüllten Abrechnung mit der Bourgeoisie Platz gemacht. Marx feierte jetztihre Entmachtung in der französischen Metropole als loyales Sprachrohr einer Revolte, die in ihrersozialen Zusammensetzung auch jetzt noch keineswegs von großindustriell ausgebeuteten Lohn-arbeitern dominiert wurde." (Roth 2021: 153)Auf den Schultern von Marx:https://www.rosalux.de/publikation/id/43589/auf-den-schultern-von-karl-marx?cHash=7cc033198e7536ae72d29ac578f5fb94

RE: Unternehmen für den Postkapitalismus | 19.10.2021 | 14:54

wenn diese nicht-so-doll kapitalistischen Unternehmen im Kapitalismus dann aber nicht mehr Nischenmärkte, sondern den Weltmarkt bedienen gelten die gleichen Zwangsgesetze der Konkurrenz. Lenin hat da mal ganz interessante Sachen zu den Genossenschaften geschrieben. An sich wäre es besser, wenn es weniger Unternehmen gäbe und die Arbeit gesellschaftlich organisiert wäre. Marx hat seine Position angesichts der Schrecken über die Niederschlagung der Pariser Commune geändert. Das hier propagierte Bündnis aus progressiven Bürgern und Arbeitern hat er dann verwerfen müssen.Dafür, dass der "Kapitalismus" nicht nur eine Wirtschaftsweise ist, sondern eine Weise Natur zu organisieren steht auch schon im Kapital. Stoffwechsel-Begriff.und wieso ist der Freitag jetzt postkapitalistisch? Hat er für seine Mitarbeiter das Wertgesetz aufgehoben und ein nicht durch den Kapitalismus vermitteltes Naturverhältnis erschaffen?

RE: Stehen bald alle Räder still? | 19.10.2021 | 12:32

ja. aber wie lange dauert es die Produktion hoch zu fahren und was wird der Spass kosten und wie CO2-Intensiv ist die Produktion?

RE: Gleich werden ohne Gleichheit | 05.10.2021 | 15:03

Reed, Michaels, Fields... schreiben auch über die Ungleichheit bezüglich der <Asiatinnen> in den USA. Geht wunderbahr mit der logischen und erschreckend einfachen Argumentation die da erarbeitet wird.

RE: Gleich werden ohne Gleichheit | 05.10.2021 | 14:59

Das marxistische Projekt zielt darauf ab, den Gegenstand entgegen der Mystifikationen zu erfassen. Walter Benn Michaels versucht zusammen mit Adolph und Toure Reed und Barbara und Karen Fields eben dieses Projekt fortzuführen. Wird die soziale Ungleichheit in den USA primär über Rassismus erklärt, das tut bspw. die CRT, dann handelt es sich den Argumenten von Walter folgend um eben eine Mystifikation, die verhindert, die Ursachen zu erfassen und zu verändern, die sich hinter den Erscheinungen befinden. Dabei geht es wie Barbara Fields immer so schön sagt niemals darum Rassismus zu leugnen, denn dieser ist ein "vicious crime" (teuflisches Verbrechen). Sie haben recht, es ist nichts neues, sondern der gleiche Quark wie mit der liberalen Frauenbewegung. Die eben der migrantischen Reinigungskraft bisher auch nichts gebracht hat. Oder eben unglaublich viel weniger als sie eben Ursula van der Leyen oder Frau Klöckner brachte. Falls Sie es mit Theorie nicht so haben, empfehle ich das Video von Angie: "The Problem with Critical Race Theory". Und danach mal einen Blick in Robin DiAngelos Rassenlehre "White Fragility" und dann auf die Werbevideos der CIA "Humans of CIA".Was ist nochmal genau der Hauptwiderspruch des Kapitalismus? Also Mao hatte da mal was formuliert zu, aber wer sonst? Hauptwiderspruch nach Marx könnte Mensch-Natur sein, oder Wirklichkeit-Möglichkeit, oder Kapital und Arbeit (eben viel mehr als was Leute in der Regel unter Klasse verstehen)Es lohnt sich die Argumente von Walter Benn Michaels, oder eben von Barbara Fields einmal durchzudenken und dann können sie auch kritisert werden, sie selbst machen sich auf jeden Fall die Mühe den modernen Antirassismus durch zu denken und zu kritisieren.https://www.youtube.com/watch?v=iA4g8vyuhqAhttps://www.versobooks.com/books/1645-racecraft