milchhonig

Ich wollte niemals Mensch sein. Figur reicht völlig.
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milchhonig
RE: Eine Inszenierung des Scheiterns | 13.11.2015 | 12:20

Ja. Oder das Feuilleton kann das Stück intellektuell nicht einholen – so meine These oben im Text. Aber danke für diesen äußerst kreativen Kommentar.

RE: Eine Inszenierung des Scheiterns | 09.11.2015 | 17:04

Entschuldige, diesen Kommentar verstehe ich nicht.

RE: Lass uns einen Pakt schließen | 18.06.2015 | 14:16

Ich bin ein Fan dieses Konzepts – ziviler Solidaritätsvertrag. Klingt auch schön. Und warum nicht – gegenseitig Verantwortung übernehmen finde ich gut oder um John Donne
zu zitieren: Niemand ist eine Insel. Aber was ich nach wie vor nicht verstehe: Wenn es darum geht, für einander Verantwortung zu übernehmen, warum soll es dann einfach sein, diese Verantwortung wieder zu lösen? Wenn ich jeder Zeit und simpel aus diesem Verantwortungsgefüge wieder aussteigen kann, was hat es mir dann gebracht? Verantwortung übernehmen zu wollen hat ja von vorneherein nichts mit Liebe zu tun – vielleicht mit Zuneigung oder zugeneigt-sein. D.h. das Gefüge verliert nicht seine Gültigkeit, wenn ich plötzlich nicht mehr verliebt oder liebend bin. Verantwortung bedeutet doch, für den anderen da zu sein und zwar auch und gerade dann, wenn alles scheiße ist. Es besteht ja keine Bindungspflicht – es besteht nicht ein mal mehr der gesellschaftliche Druck, sich binden zu müssen. Wir können eigentlich machen, was wir wollen (außer man ist homosexuell, dann halt nicht – ziemlich unfair). Aber wenn man sich bindet, wenn man also diese Entscheidung (ja, es ist eine Entscheidung also eine Kopfsache) trifft – warum soll es einem dann leicht gemacht werden, diese Entscheidung (über die man nachgedacht hat, man hat also Vor- und Nachteile abgewogen usw.) wieder rückgängig zu machen. Der Vorteil eines erweiterten zivilen Solidaritätsvertrag besteht für mich nur darin, dass ihn auch Menschen abschließen können, die nicht in einer Liebesbeziehung sind, die aber aus irgendwelchen Gründen zusammen leben wollen und sich gegenseitig helfen wollen. Nicht aber in der Tatsache, dass er schnell wieder aufzulösen ist. Die schnelle Auflösbarkeit an sich widerspricht meiner Vorstellung davon, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Ich habe mich doch dann mit einem Menschen zusammen getan – d.h. ich verspreche ihm/ihr aus welchem Grund auch immer, dass ich ihn/sie nicht im Stich lasse und erwarte von ihm/ihr das gleiche. Ich bin kein Fan der Ehe – aus anderen Gründen aber genau so wenig kann ich nachvollziehen, warum wir unbedingt in einer Gesellschaft leben wollen, in der dieses Versprechen wertlos ist, in der wir das soziale Gefüge unbedacht wechseln, ändern können – einfach so, weil es jetzt eben zu anstrengend geworden ist oder zu was auch immer. Ziviler Solidaritätsvertrag sehr gerne – aber dann nur mit echter Solidarität und nicht mit diesem Fake.

RE: Hier bin ich Figur, hier darf ich's sein | 21.03.2014 | 11:02

Da würde ich dir zustimmen. Gerade bei zweitgenössischen Autoren sucht man oft nach dem Biografischem im Fiktionalen, statt diese beiden Ebenen einfach verschwimmen zu lasssen. Als würde der Wahrheitsgehalt einer (literarischen) Erzählung etwas an ihrer Intensität ändern.

RE: Hier bin ich Figur, hier darf ich's sein | 19.03.2014 | 15:55

Das war im August 2013 - mittlerweile sind es 63,9 TSD - wie man auf seinem Profil nachlesen kann, welches ebenfalls im Artikel verlinkt ist.