mindph

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RE: Die Opfer-Logik | 25.08.2015 | 19:09

Frauen sind in der Hochschule die Überzahl, bis auf MINT. Trotzdem werden Frauen in MINT-Jobs bereits bevorzugt:

http://www.washingtonpost.com/news/morning-mix/wp/2015/04/14/study-finds-surprisingly-that-women-are-favored-for-jobs-in-stem/

Übrigens, komisch, die Länder in denen die meisten Frauen MINT studieren und auch arbeiten sind die Länder mit den heute noch real existierenden patriarchalen Systemen und teilweise eklatanter, gesetzlich festgeschriebener Frauenunterdrückung: Saudi-Arabien, Iran, Pakistan, Indien usw. Dass heißt, dort wo das Patriarchat am stärksten ist, wo die Frauen die wenisten Freiheiten haben, sind sie am stärksten in typischen Männerdomänen vertreten (in meinem Informatik-Studiengang waren übrigens auch die meisten der wenigen Frauen orientaler Herkunft). Im Westen, wo Frauen alles tun und lassen können was sie wollen, scheinen sie sich, insbesondere in Männerdomänen, eher auf das lassen zu beschränken, und eher traditionelle Frauenrollen bzw -fächer einzunehmen: Soziologie, Kunst, Sprachen, Pädagogik.

Es gibt übrigens auch Studien die zeigen, dass Frauen im Westen sich eher gut verdienende Männer suchen und dann aus ihrer Karriere aussteigen. Und Komischerweise nicht, wenn sie Kinder bekommen, sondern viel später, wenn die Kinder bereits die Schule besuchen. Das ist nämlich die Zeit, wenn in jungen Familien die Männer genügend verdienen, dass sie gut von einem Einkommen leben können.

"Es ist einfach so, dass Männer im Moment ziemlich "hängen" und andauernd denken, die Frauen hängen sie hin. Das ist aber nicht so. Es scheint aber für Männer irgendwie ein einigender und tröstlicher Gedanke zu sein. Eben - wie sagen Sie so schön? - "feindbildnerisch."

Nein, ist schon richtig. Femsplainen Sie uns, was Männer so denken.

(Pro-Tipp: Es geht den besprochenen Männern nicht um Frauen, sondern um Feministinnen. Ja, Männer sind intelligent genug, den Unterschied zu kennen.)

RE: Die Opfer-Logik | 25.08.2015 | 11:47

Wie würden Feministen wohl reagieren, wenn man einen Artikel über Feminismus mit einem Symbolbild einer fetten Seekuh einleiten würde? Aber Männer darf man wohl zum Gorilla degradieren, sind ja nur Männer. (Dabei sind Gorillas sowie auch Seekühe wundervolle Wesen, mehr sanft als aggressiv - und darüber hinaus auch noch beide vom Aussterben bedroht, aber ich denke das war nicht die Intention hinter dem infantilen Artikelbild, oder?)

Und natürlich darf in soeinem Artikel auch der unterschwellig hingeschobene Suggestion nicht fehlen, dass alle Männerrechtler doch irgendwo kleine Breiviks seien, weil Breivik ja auch mal was gegen Frauen geschrieben hat, bevor er duzende Kinder und Jugendliche abschlachtete - während so Damen wie Solanas ("Society for Cutting Up Men") oder Dworkin ("I've always wanted to see a man beaten to a shit bloody pulp with a high-heeled shoe stuffed up his mouth") ja nur Ausnahmen und nicht wirklich was mit Feminismus zu tun haben, selbst wenn sie in Schweden oder aber auch in Deutschland gefeiert wurden.

Übrigens sind viele Nazis, insbesondere aus den Reihen der Partei "Die Rechte", gegen Hartz IV; sind darum alle Hartz IV-Kritiker auch Nazis? Niemand würde auf soeine Idee kommen, schon gar nicht im Freitag. Bei Männerrechtlern geht das aber-

RE: Mächtiges Signal? | 18.07.2015 | 02:13

Das Problem, bzw warum Genderimus und Feminismus immer weniger Leute ernst nehmen, kommt auch in diesem Artikel zum Tragen. Einerseits sollte Geschlecht ja irgendwie was sozial konstruiertes sein, sagt die Gender-"Wissenschaft" seit Butler. Andererseits ist es wieder schlecht, wenn ein biologisch männlich definiertes Wesen irgendwie einen Chefposten hat. Oder gibt es irgendwelche mit Zitaten belastbare Beweise, dass dieser Mensch irgendwie dem bösen "Patriarchat" und der Unterdrückung der Frau zuarbeitet? Ich kenne diesen Mensch nicht weiter, lasse mich daher gerne aufklären. Das, also eine belastbare Argumentation, hätte jedenfalls einen fundierten, ernstzunehmenden Artikel ausgemacht. Also, was ist denn jetzt genau das Problem mit diesem Chefredakteur, außer dass offenbar ein Satz von XY für typisch männlichen Körperbau gesorgt hat? Mach mal Butter bei die Fische! Oder hat hier ein Beißreflex den Verstand weggekläfft, bevor dieser die Rolle beim Verfassen des Artikels übernommen hat?

Finde es echt immer wieder belustigendg, wenn Gendermainstreamer Frauenquoten fordern, wo es doch gar keine Frauen* geben dürfte, respektive jeder Mann* auch genauso gut eine Frau* sein könnte.

Merkt ihr das nicht selber? Irgendwie? So schwierig ist das doch eigentlich gar nicht, es sei denn, man will krampfhaft den Splitter im Auge des anderen durch den Balken im Eigenen sehen müssen.

Ideologiebrille abnehmen, Hirn benutzen. kthxbai.

RE: Warum Machos schlechtere Schulnoten haben | 07.07.2015 | 18:40

Jungen sind nicht schlechter in der Schule, sie werden schlechter gemacht. Wie PISA zeigt, sind Jungs in allen Industrienationen besser als Mädchen: "Jungen erzielen bei dem neuen Pisa-Test häufiger Höchstleistungen als Mädchen. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern für fast alle 44 teilnehmenden Länder."

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/pisa-studie-jungen-besser-als-maedchen-a-961921.html

Komischerweise schneiden sie in der Schule trotz besserer PISA-Ergebnisse schlechter ab. Nun die Preisfrage: Woran mag das wohl eher liegen, an den Jungs oder an den die die Arbeiten der Jungs bewerten, hm...?

Interessant ist der Blick auf die Lehrkräfte in diesem Zusammenhang allemale: "Auch in den Schulen sind Jungs heute mehr denn je von Frauen abhängig. Das zeigte der Bildungsbericht 2012. Vor allem an den Grundschulen fällt das weibliche Übergewicht ins Auge: 172.000 weiblichen Lehrkräften stehen dort nur 26.000 männliche gegenüber."

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/geschlechterrollen-in-der-schule-faul-fahrig-junge-12145909.html

Ich glaube irgendwie, der Sexismus liegt hier bisschen woanders als im Artikel suggeriert wird... "Vielleicht sollten die Schulen künftig Anti-Sexismus-Kurse anbieten. Damit die Jungs auch gute Noten kriegen." Vielleicht sollten wir diese Kurse lieber den Lehrerinnen beipflichten?

Übrigens: Hat sich einer von euch Social Justice Experten eigentlich schon mal Gedanken darüber gemacht, dass "Macho" rassistisch ist? Nicht? Warum? Macho bedeutet "männlich" auf Spanisch. Das Wort kommt aus dem Stereotyp des Mannes mit südländischem Temperament: Dominant, selbstbewusst, verführerisch und Frauen gegenüber ein Aufreißertyp. Jedes Mal wenn das Wort benutzt wird, schwingt diese rassistisch-sexistische Konnotation mit.