RE: Lockdown für Ungeimpfte? Warum das nichts als schwarze Pädagogik ist | 21.11.2021 | 15:28

Die Impfstoffe wurden vor dem Aufkommen der Alpha- und der Delta-Variante des Virus entwickelt und zeigen weiterhin Wirkung. Die Entwicklungszyklen für neue Impfstoffe können also wohl weit länger als bei den Grippeimpfungen sein.

An welcher Stelle sagt Herr Stöhr, dass die Pandemie nicht beendet sein, wenn genügend Menschen geimpft sind?

Es wurden bezüglich der Position des Interviewten keine kritischen Fragen gestellt. Ich hatte mehr den Eindruck, dass Herr Stöhr interviewed wurde, um die Meinung von Herrn Jörges zu bestätigen. Das hat Herr Stöhr auch versucht zu tun und Konsequenzen aus seinen Aussagen nicht in Opposition zu seinem Interviewer gebracht.

Fachlich sagt Herr Stöhr: "Impfen, und dann wird es viel besser werden." Alles andere ist seine private Meinung, bei der er offensichtlich die Solidariät mit anderen ignoriert.

RE: Lockdown für Ungeimpfte? Warum das nichts als schwarze Pädagogik ist | 21.11.2021 | 15:18

Fachlich sagt Herr Stöhr: "Impfen, und dann wird es viel besser werden." Persönlich ist er der Meinung, dass es die freie Entscheidung des Einzelnen bleiben sollte. Sprich er ist ganz in FDP-Manier unterweg und will die Ellenbogen ausfahren statt mit allen solidarisch zu sein.

RE: Lockdown für Ungeimpfte? Warum das nichts als schwarze Pädagogik ist | 21.11.2021 | 15:16

Im Dezember 2020 war weder die Alpha- noch die Delta-Variante des Virus. Sie sollten Ihre Aussagen schon den Realitäten anpassen. Sie sind bei dem dünnen Eis einfach eingebrochen.

RE: Lockdown für Ungeimpfte? Warum das nichts als schwarze Pädagogik ist | 21.11.2021 | 14:15

Offensichtlich hat es sich bei Ihnen noch nicht rumgesprochen, dass auf Grund der Delta-Variante mehr Menschen immunisiert werden, um eine Herdenimmunität zuerreichen. Wenn Sie sich Portugal anschauen: Impfquote 86% Inzidenz 135; Spanien: Impfquote 80%, Inzidenz 71;Ukraine Impfquote 21%, Inzidenz 293;Bulgarien: Impfquote 23%, Inzidenz 257

Da die Länder unterschiedlich strukturiert sind, sind die Zahlen nicht ganz vergleichbar und geben nur eine grobe Tendenz an. Aber Sie können sich auch Deutschland anschauen. In den Bundesländern mit den höchsten Impfquoten haben Sie tendenziell die niedrigsten Inzidenzen.

Dass es bei der Coronaimpfung keine sterile Immunität gibt, ist ganz gut. So können wir uns auf Dauer das Boostern sparen. Das dürfte wahrscheinlich auch für die meisten Mutationen gelten, die sich durchsetzen können.

RE: Lockdown für Ungeimpfte? Warum das nichts als schwarze Pädagogik ist | 21.11.2021 | 13:56

Woher nehmen Sie denn alle vier Monate? Herr Stöhr hat in dem Interview klar gesagt, dass es dazu keine Daten gibt. Ich würde sagen, vier Monate ist spekulativ. Nahe liegend sind längere Zeiträume gerade, wenn wir betrachten für welche Virusvariante die Impfstoffe entwickelt wurden.

Das Interview ist leider überhaupt nicht sachlich, es werden klar tendenzöse Fragen und tendenziöse Einwürfe gemacht. Herr Stöhr bleibt dabei weitestgehend sachlich. Das stimmt.

Herr Stöhr sagt auch, "Impfen, und dann wird es viel besser werden." (28'48'')

RE: Lockdown für Ungeimpfte? Warum das nichts als schwarze Pädagogik ist | 21.11.2021 | 09:34

"Aber es ist richtig, wie du schreibst, dass die These mit dem Impfen Aller die Pandemie vorbei sei, sich in Luft aufgelöst hat. Die großen Versprechungen und Erwartungen konnten nicht erfüllt werden."

Wie kommen Sie denn auf dieses dünne Eis? Natürlich ist die Pandemie beendet, wenn alle geimpft sind, dann hat eine Coronainfektion eine ähnliche Gefahr, wie eine schwere Grippe, da eine Impfung das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes reduziert. Mit schweren Grippen haben wir zu leben gelernt.

RE: Lockdown für Ungeimpfte? Warum das nichts als schwarze Pädagogik ist | 21.11.2021 | 09:30

"Irland 89% vollständig geimpft, Inzidenz 625 –- Niederlande Inzidenz 84,4% geimpft, Inzidenz 734 -- Polen 53,7% geimpft, Inzidenz 310 – Tschechien 63% geimpft, Inzidenz 819 – Gibraltar 100% geimpft, Inzidenz 1057"ICh weiß ja nicht wo Sie Ihre Zahlen her haben, aber laut https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-impfung-daten-100.htmlsind in Irland 75,7% geimpft und in Tschechien 58%. Daher sind diese Länder eindeutig stichhaltige Argumente für eine Impfung. Dass Impfungen funktionieren ist aus Impfungen gegen andere Infektionskrankheiten bekannt. Es wurden durch Impfungen sogar Infektionskrankheiten ausgerottet.

RE: Eine zähe Angelegenheit | 27.10.2020 | 22:00

Selbst wenn die Nebenwirkungen berücksichtigt werden, werden wir nicht eine Rate von 90% Langzeitschäden erreichen. So zu handeln, als läge eine schwere tötliche Seuche vor, schießt weit über das Ziel hinaus oder macht eine deutliche Verschiebung in der Wahrnehmung bzw. eine Verabsolutierung von Gesundheit für viele deutlich.

RE: Elke Twesten hat gewonnen | 21.10.2017 | 09:49

So einfach geht das nicht. Natürlich ist das Bestreiten einer Behauptung auch wieder eine Behauptung. Jedoch muss die erste Behauptung belegt werden.

Zumal sind die Behauptungen inhaltlich nicht identisch sind. Das wäre genauso, wenn jemand behaupten würde: Dreieck, Viereck, Fünfeck...das ist alles eines. Die Unterschiede zwischen den geometrischen Figuren sind offensichtlich. Mit dem Hinweis "Schau mal genau hin!", sollte das erledigt sein. Eine Diskussion diesbezüglich ist unnötig.

Die Unterschiede zwischen den Parteien sind ebenso augenfällig. Dies zu bestreiten hat entweder den Grund darin, dass Sie sich weigern Realitäten anzuerkennen, oder dass es Ihnen und dem Autor eigentlich um etwas anderes geht. Das sollten Sie dann auch so benennen. Vielleicht geht es Ihnen auch nur um die Verschiebung des Diskussionsinhalte, um von anderen Inhalten abzulenken, bei denen Sie schlechtere Argumente haben.

Dass Ihnen klar ist, dass Unterschiede zwischen den Parteien offensichtlich existieren, wird durch Ihren rhetorischen Kniff der wachsweichen Relativierung, diese sollten "praktisch relevant" sein, deutlich. Mit einen solchen Kniff lässt sich immer antworten, das angeführte Faktum sei nicht "praktisch relevant" und dadurch die eigene Position immun gegen Fakten machen. Daher sind an dieser Stelle Gegenargumente und eine Diskussion sinnlos. Ich weiche also Ihrem Argument nicht aus, es liegt kein echtes Argument vor.

Sofern Sie sich mit dem Anlass des Artikels der Wahl in Niedersachsen beschäftigen, dann werden Sie feststellen, dass die Unterschiede zwischen den Parteien mehr als deutlich sind. Die letzte rot-grüne Regierung hatte eine bedeutende weil wahlentscheidende (zumindest laut Wählerbefragungen) Maßnahme Ihrer schwarz-gelben Vorgängerin sogar zurückgenommen. Das kommt schließlich selten genug vor, dass eine zentrale Maßnahme zurückgenommen wird. Meist wird in einem Aufgabenfeld weiterentwickelt statt abgewickelt. Um das zu erkennen müssten, Sie und vorallem der Autor sich mit den Niederungen der niedersächsischen Landespolitik beschäftigen.

RE: Elke Twesten hat gewonnen | 16.10.2017 | 21:14

"Sie werden mir die Unterschiede sicher erklären. Ich meine diejenigen in der praktischen Politik, nicht in Programmen."

Eine Richtigkeit einer Behauptung muss bewiesen oder zu mindest belegt werden und nicht umgekehrt. Also belegen Sie die Behauptung des "schwarz-rot-gelb-grünen Einheitsbrei". Ich bestreite lediglich die Korrektheit der Aussage.