mischa

Freitags blogge ich am liebsten. Meinung hab ich auch.
Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: Gartenmöbel im Regen | 25.03.2009 | 20:03

Am 23.03. fand die Hamburger Premiere von Deutschland 09 statt. Inspiriert oder begeistert waren weder die Gäste noch die anwesenden Filmemacher. Sylke Enders, Christoph Hochhäusler und Romuald Karmakar versuchten somit gar nicht, den Entstehungsprozess des "Omnibus" zu beschönigen:

Die Klammer Deutschland sei zu Beginn des Projektes nicht festgelegt gewesen - die Frage lautete zunächst, ob man "mal was zusammen machen wolle". Das Nachdenken übers Heimatland lieferte schließlich den kleinsten gemeinsamen Nenner. Eine Herzensangelegenheit sieht anders aus.

Enders fasste zusammen, dass es zu einem richtigen Gruppengefühl nicht gereicht habe ("Familie? Wirklich nicht!"), und Karmakar setzte noch einen drauf: die wiederkehrenden Regisseurs-Treffen habe er nach einiger Zeit nur noch in Begleitung seiner Regieassistentin ausgehalten - mitgebracht zur seelischen Stütze.

RE: Es lebe die Zeitung! | 20.02.2009 | 01:32

Ich denke, ein wesentlicher Grund für die exponierte Bedeutung des gedruckten Wortes ist die Glaubwürdigkeit, die man den etablierten Druckerzeugnissen zumisst. Diese Glaubwürdigkeit hat sich bis zu einem gewissen Grad auch auf die Online-Ableger der Medien übertragen, etwa im Fall des Spiegel, der Zeit, aber auch der Bild etc. Zu Recht oder zu Unrecht ist in Frage zu stellen, da die vergleichbar kleinen Online-Redaktionen häufig unter großem Aktualitäts- und Performancedruck zu leiden haben.

Nur wenige Blog-Angebote konnten bisher eine eigenständige „Brand Identity“ aufbauen, kein Blog konnte in den Massenmarkt vordringen. Glaubwürdigkeit muss aber professionell und nachhaltig erarbeitet werden. Individuelle Kommunikationsinseln haben wohl nur dann eine Chance mehr Gehör zu finden, wenn Kompetenzen gebündelt werden, und ein bestimmtes Maß an redaktioneller Qualität, Kontinuität und ein Wiedererkennungswert gegeben ist.

Letztlich wird sich journalistische Kompetenz durchsetzen. Diese kann in der Tiefe der Analyse, in der hohen Aktualität oder auch im Unterhaltungswert begründet sein. Die Frage ist, ob die „Etablierten“ ihre Ableger für mehr Qualität und Innovation öffnen – und ob auf der anderen Seite die genuinen Online-Journalisten (oder Blogger) ihre Stärken besser zu nutzen wissen und Qualitäts-Defizite abbauen können. Dann würde auch die gesellschaftliche Bedeutung des Netzjournalismus zunehmen.

RE: Der Wandel scheitert am Proporz | 09.02.2009 | 18:53

Der viel diskutierte Obama/Schäfer-Gümbel Vergleich provoziert weitere drängende Fragen:

Wieso haben die Amis einen Brad Pitt – während es bei uns nur zu Til Schweiger reicht?

Wieso kommt der US-Präsident aus Hawaii – und die Kanzlerin aus der Uckermark?

Wieso kostet der Präsidentenwahlkampf 2,4 Milliarden Dollar – und das Bundestagspendant nur lapprige 78 Millionen?

Mal ehrlich: das können wir doch besser!

RE: Empörendes Arrangement | 04.02.2009 | 18:48

Mit Vollgas in Richtung Vergangenheit: Alles wie gehabt im Vatikan.

RE: Im Doppelpack | 01.02.2009 | 22:36

Nicht zu vergessen:

Erich Ribbeck und Uli Stielike:

Vor dem EM 2000 ließ die Telekom das erfolglose Führungsgespann Ribbeck/ Stilike als Team agieren. Message: der Uli kümmert sich um die Flugbuchungen fürs Team. Kurze Zeit später war alles anders: aus dem Nachfolgespot, der in einer Umkleide spielte, ließ man den zwischenzeitlich entlassenen Stielike vor der Ausstrahlung einfach entfernen. Nachfolger Horst „Kopfballungeheuer“ Hrubesch wurde an die Stelle Stilikes in das Filmchen eingeschnitten.

Geholfen hat’s nicht: für Deutschland war nach der Vorrunde Schluss.