MisterManta

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MisterManta
RE: Sollten alte Menschen wählen dürfen? | 19.12.2012 | 22:57

Aha, das Wahlrecht wird jetzt also an "Respekt" gebunden. Und Respekt erwirbt man sich durch Altwerden. Interessant.

RE: Sollten alte Menschen wählen dürfen? | 18.12.2012 | 22:47

Viele hier scheinen nicht mehr als die Überschrift gelesen zu haben. Hier wird nicht dazu aufgerufen, alten Menschen das Wahlrecht zu entziehen. Es wird auch nicht darüber nachgedacht.

Sicher, der Titel ist polemisch. Aber er ist auf perverse Art logisch, wenn man die Debatten um das Kinder- und Familienwahlrecht verfolgt (vor allem die Argumente dagegen), wenn man aktuelles Wahlrecht (das einen großen Teil der Bevölkerung ausschließt) konsequent zu Ende denkt.

Und ja, man kann auch die Frage stellen, inwiefern zum Beispiel von Demenz betroffene Menschen (je nach Stadium) ihr Wahlrecht überhaupt ausüben KÖNNEN. Szenen wie von Frau Löffler beschrieben gehören nicht der Seltenheit an, denn Helfer werden beim Wählen geduldet. Bei Briefwahlen im Seniorenzentrum lässt sich das fast gar nicht verhindern.

Im Elfenbeinturm sitzend kann man natürlich einfach auf das politische Grundrecht pochen, wenn man die praktischen Konsequenzen solcher Defizite nur aus der Zeitung kennt.

RE: Sollten alte Menschen wählen dürfen? | 18.12.2012 | 14:53

... selten schlägt einem in der FC so viel Arroganz entgegen wie hier ... naja, ok, doch es gibt schon ein paar Kandidaten. Sie gehören jetzt aber auch dazu, zur Arroganz-Avantgarde.

RE: Sollten alte Menschen wählen dürfen? | 18.12.2012 | 14:06

Zu Ihrer letzten Anmerkung: Das Photo wurde von der Redaktion hier reingesetzt. Ich finde es aber ausdrucksstark und treffend.

Und in keinem Worte habe ich eine Philosophenherrschaft beschworen. Ich habe lediglich im letzten Absatz Stellung bezogen und zwar in die Richtung, dass eine grundlegende Kompetenz vorhanden sein muss. Deshalb lässt man auch keinen Dreijährigen wählen, egal ob dieser geistig oder körperlich eingeschränkt ist, oder nicht. Ich habe also gar nicht vor an der Gleichstellung von Behinderten in Deutschland zu rütteln. Ich habe es im Text ja auch gar nicht geschrieben oder angedeutet. Denn Demenz ist ja keine Behinderung.

RE: Sollten alte Menschen wählen dürfen? | 18.12.2012 | 10:47

Ja ich kenne Elfjährige. Und ich kenne Siebzigjährige.

Eben noch mit logischen Argumenten diskutiert werden jetzt plötzlich Rechtsfiguren wie "Geschäftsfähigkeit" angebracht. Doch das war eine falsche Rechnung. Denn Menschen mit psychischer Beeinträchtigung, darunter auch Demenz, gelten ebenfalls als nicht geschäftsfähig. Das Argument sticht also nicht.

Nur ist es bei den "Alten" eine Einzelfallentscheidung. Es ist schon klar, dass es einfacher ist dem Menschen erst ab einem bestimmten Alter Rechte zu geben als sie ihm ab einem bestimmten Alter abzunehmen. Doch Einfachheit sollte kein Argument sein, wenn es um ein politisches Grundrecht geht.

Konsequenterweise müsste man also entweder die Grenze nach unten aufmachen oder oben eine ziehen.

RE: Sollten alte Menschen wählen dürfen? | 18.12.2012 | 09:46

Klingt alles logisch, was Sie schreiben. Aber dann nennen Sie mir doch aus dieser Logik heraus einen Grund, weshalb man einen Elfjährigen, oder eine Vierzehnjährige von der Wahl ausschließen sollte ...

RE: Sollten alte Menschen wählen dürfen? | 17.12.2012 | 22:17

"Inwiefern unterscheidet sich beispielsweise ein durch Demenz inkompetenter Wähler, der irrational entscheidet, von einem kompetenten, aber uninformierten Wähler, der ebenso irrational entscheidet?"

Die Frage hatte ich ja aufgeschmissen. Es ist eben nicht einfach, jemanden für kompetent zu erklären oder nicht. Und es ist auch nicht unbedingt sinnvoll, nötig oder wünschenswert in einer Demokratie. Doch wird das mit dem momentanen Wahlrecht das Kinder unter 18 ausschließt nicht getan?

Es ist doch Folgendes: Der Mensch benötigt nun einmal eine gewisse Zeit, um seine Fähigkeiten auszubilden und eigenständig zu werden. Diesen Zeitpunkt verallgemeinert man bei Kindern bei 18 Jahren. Und genauso nehmen diese Fähigkeiten im Alter, auch ohne Krankheit, ab. Ebenso die Eigenständigkeit. Will man hier nun das Wahlrecht absprechen, heißt es man stelle eine ganze Generation kalt? Das wäre die logische Konsequenz des momentanen Wahlrechts, nichts anderes.

Ich muss also gar keine künstliche Dichotomie konstruieren. Sie ist im Aufwachsen und Ableben schon inbegriffen.


RE: Sollten alte Menschen wählen dürfen? | 17.12.2012 | 21:22

Nach meinen Recherchen sind es 10% und keine 5%. Es hängt immer damit zusammen, ab welchem Alter man die Zählung beginnt. Aber auch das ist in der Sache egal.

Ich gehe mit Ihnen d´accord, dass man das Wahlrecht wahrlich so wenigen Menschen wie möglich absprechen sollte. Warum tut man es also so grundlegend bei Kindern? Warum sollte man im Alter nach dem Einzelfall gehen wenn man es bei den unter 18jährigen auch nicht tut?

RE: Feminismus: Mission fehlgeschlagen! | 06.11.2012 | 10:21

Im Übrigen wird es auch einige Artikel auf dem Blog geben die Ihre linksintelektuelle Seele streicheln werden ...

RE: Feminismus: Mission fehlgeschlagen! | 06.11.2012 | 10:13

Der Vorwurf, die Autorin sei ein Mann, ist so alt wie der Feminismus selbst. Dazu habe ich mich bereits geäußert.

Die erneute Bezeichnung als "neurechter Spinner" und die Vorwürfe gegen den Blog sind ebenso altes Eisen. Sie erwähnen die Achse des Guten und einzelne Titel, genauso könnten Sie aber auch die Verlinkung zu Spiegelfechter, le bohemien und Agora 42 nennen. Theatrum Mundi versteht sich eben als politisch neutral, für viele Meinungen – außer radikale und extremistische – offen.

Aber wenn man sich nicht mit den Argumenten des Textes auseinandersetzen will, muss man halt die Autorin für rechts und unzurechnungsfähig oder zumindest unwissend erklären. Sicher, der Text ist keine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Feminismus - soll er auch nicht sein. Er ist plakativ vll. polemisch.

Aber es scheint, als habe die Autorin ihr Ziel erreicht und zur Diskussion über die Nähe des Feminismus zu Marxismus und Neoliberalismus angeregt, selbst in einem politisch-ideologisch etwas eng gefassten Raum wie der FC. Chapeau!