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«Der Teufel sind die Unwissenden – jene, die eine Meinung haben, aber keine Ahnung.» Fatih Akin, Filmproduzent, NZZ am Sonntag 12.10.2014
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RE: Frauen als minderwertige Geschöpfe | 19.11.2018 | 00:43

Was für Vorschläge?

Ich glaube ich habe Sie missverstanden. Oder Sie mich.

Wahrscheinlich meinten Sie mit " in den alten Kulturen (erstens) unterschiedliche Lebensbereiche.." etwas ganz anderes als ich damit assoziiert hatte. Das möchte ich jetzt aber gern genauer wissen. Was genau meinten Sie mit unterschiedlichen Lebensbereichen?

Und wenn ich schon mal dabei bin: Welche Relevanz hat Ihrer Meinung nach der Fakt, "dass eine grosse Zahl der Menschen in den alten Kulturen "keine Stimme" hatten weil sie Sklaven waren..."? Und zu drittens:

Spielen Sie mit, dass "in den Agrar-Gesellschaften nur wenige Menschen in Paarbeziehungen lebten, die ..." darauf an, dass sie überwiegend in Großfamilien lebten oder meinen Sie etwas anderes?

Mit feministischen Debatten kenne ich mich nicht aus. Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, dass dies hier eine sein oder werden könnte. Was mich hier in der debatte ausbremst, ist der enge Bezug zu Frauen in der (katholischen) Kirche. Es ist mir ziemlich egal, wenn und dass diese sich unbedingt diskriminieren lassen. Ihr Problem. Es interessiert mich nur insoweit, wie Kirchenfunktionäre oder sonstige Religionsabhängige Einfluss Belange nehmen (wollen), die mich direkt oder indirekt betreffen usw.

Im gewissen Sinne haben damit auch Rollenverständnis, Monogamie, Sexualmoral und sonstiges daraus hervorgegangene Unheil zu tun.

RE: Frauen als minderwertige Geschöpfe | 18.11.2018 | 15:26

"... scheint es mir sinnvoll darauf hinzuweisen, dass Frauen und Maenner in den alten Kulturen (erstens) unterschiedliche Lebensbereiche hatten, die sich kaum ueberschnitten, (zweitens) dass eine grosse Zahl der Menschen in den alten Kulturen "keine Stimme" hatten weil sie Sklaven waren, (drittens) dass in den Agrar-Gesellschaften nur wenige Menschen in Paarbeziehungen lebten, die zudem "arrangiert" waren. usw...."

Ich finde, dass Sie da ganz wichtige Aspekte angesprochen haben, deren genauere Analyse (für die hier möglicherweise nicht der richtige Ort ist), für die Problematik Gleichberechtigung, Diskriminierung von Frauen aufschlussreich wäre.

RE: Frauen als minderwertige Geschöpfe | 18.11.2018 | 15:12

Verstehe ich Sie richtig, dass Sie in der Diskussion den Focus (nur) auf den Status von Frauen in Kirchen legen wollen und (nur) diesen Ratschläge geben wollen, wie sie männliche Dominanz innerhalb kirchlicher Strukturen durchbrechen können?

Vielleicht aber wollen viele dieser Frauen das gar nicht.

Oder: Ist das eigentliche Problem der Kirchengemeinschaften vielleicht gar nicht die Dominanz von Männern gegenüber Frauen, sondern die Dominanz derer, die (auch) in der Kirche Macht haben (von Ausnahmen abgesehen - Männer) über ihnen untergeordnete Frauen und Männer?

RE: Frauen als minderwertige Geschöpfe | 18.11.2018 | 14:53

Vielen Dank allen, die auf meine Frage geantwortet und - jedenfalls mir - wichtige Denkanstöße - gegeben haben.

RE: Frauen als minderwertige Geschöpfe | 17.11.2018 | 23:20

Hallo pfeifel, das Phänomen der Diskriminierung des weiblichen Geschlechts ist symtomatisch für alle Weltreligionen. Wieso? Habe Sie oder @Lethe auf diese Frage eine Antwort?

RE: Noch weit entfernt von Gleichstellung | 16.11.2018 | 21:18

"NB: Seit 2001 dürfen Frauen freiwillig, in jeder Truppengattung der Bundeswehr, Dienst tun. Ob zum Übel oder zum Wohl, wird sich noch weisen."

Ja - und? Was hat das mit GleichbeRECHTigung zu tun, wenn jetzt nicht nur Männer (schlimmstenfalls) töten und andere Menschen zu körperlichen und seelischen "Krüppeln" machen "dürfen" bzw. müssen oder sich (schlimmstenfalls) körperlich und seelisch zu "Krüppeln" machen lassen müssen?

RE: Noch weit entfernt von Gleichstellung | 16.11.2018 | 21:06

Danke Lethe, das verstehe ich, bin aber gerade zu faul darüber nachzudenken, weil mir das Problem doch etwas komplexer erscheint als es auf den ersten Blick aussieht.

RE: Noch weit entfernt von Gleichstellung | 16.11.2018 | 17:56

" Soll jeder, unabhängig von seinen Voraussetzungen, die gleichen Chancen haben (Gleichberechtigung)? Oder soll jeder, unabhängig von seinen Leistungen, das gleiche erhalten (Gleichstellung)?"

Ich käue mal wieder, :-) @lethe. Wird nicht unter Gleichberechtigung verstanden: "Im Wesentlich Gleiches nicht willkürlich (=ohne sachlichen Grund) ungleich behandeln und wesentlich Ungleiches nicht willkürlich gleich behandeln?"

Pardon wegen der Pingelichkeit, aber das von mir Zitierte kann ich verstehen und nachvollziehen.

Außerdem: Finde ich außer gleichen Rechten auch den Aspekt gleicher Pflichten interessant, z.B. was die Wehrpflicht (derzeit in D. ausgesetzt) von Männern betrifft. Ich sehe in der WehrPFLICHT (nur) für Männer eine (sehr ungerechte und kaum diskutierte) Benachteiligung der Männer

RE: Noch weit entfernt von Gleichstellung | 16.11.2018 | 17:35

"Die Gleichheit von Ungleichen führt zu einem formal gerechten, aber substantiell nicht als gerecht, oder besser moralfrei formuliert: nicht als ethisch angemessen empfundenen Zustand."

Verstehe ich nicht. Meinen Sie "die Gleichbehandlung von dem Wesen nach Ungleichen"? oder etwas anderes. Und können Sie bitte das von Ihnen Gemeinte an einem konkreten Beispiel veranschaulichen? Danke.