RE: Geringe Empathie | 24.03.2019 | 16:04

"Niemand kann so tun, als ob uns dieser Vorfall nichts angeht, als ob es sich nur um ein tragisches Ereignis auf der anderen Seite der Welt handelt."

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Südöstlich unserer Welt, in der sich einige Muslime diskriminiert fühlen, wenn auf einem Bufet einer Islamkonferenz neben Gemüse und Geflügel Blutwurst liegt, spielen sich seit Jahren tragische Ereignisse ab.

https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/jemen-als-beute

Saudi-Arabien, VAE, Katar, Bahrain, Sudan und Ägypten , USA, Großbritannien, Frankreich bombardieren den Jemen und richten Blutbäder unter der Bevölkerung an.

Wo bleiben diesbezühlich Solidarität und Mitgefühl und die öffentliche Empörung (insbesondere auch von muslimischen Zeitungsartikelschreibern) über deren Ausbleiben?

Unser (=meine gesamte nichtreligiöse Sippe) Mitgefühl und unsere Solidarität gilt ALLEN Menschen (egal, ob religiös oder nicht), die unter Krieg und Terror (einschließlich staatlich ausgeübten Terror ) leiden.

RE: Geringe Empathie | 24.03.2019 | 15:11

"Die heuchlerischen Lügengespinste, die in Debatten um diese Themen als "Argumente" aufgeführt werden, bezeugen dabei die eigenen Charakterdefizite. Der Islam wird heute ähnlich diffamiert, wie seinerzeit die Juden - Belege dazu finden sich auch hier im Forum!"

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Sie stellen sich hier als jemand dar, der meint, anders als die von Ihnen Diffamierten, keine Charakterdefizite zu haben.

Was Sie aber mit Sicherheit haben, ist ein Fachwissendefizit, sowohl was den Islam betrifft als auch, was das Judentum betrifft - wie u.a. auch der letzte Satz des obigen Zitates beweist.

Vielleich machen Sie sich erst einmal schlau was die Verfolgung und Diffamierung von Juden über Jahrhunderte in Europa betrifft und welche Gesetze, Praktiken und Grausamkeiten, insbesondere im 3. Reich damit verbunden waren.

Vielleich hören Sie sich auch mal unter Muslimen um und lassen sich erzählen wie die Angehörige der einen religiösen Richtung die anderer diffamieren.

Merken Sie nicht, dass Sie sich mit Ihrem absolut unpassenden Vergleich zwischen Judendiskriminierung seinerzeit und Islam heute selbst widersprechen, wenn Sie darauf hinweisen, dass wir " in einer demokratischen Kultur der Religionsfreiheit,..." leben?

Ich gehe davon aus, dass Sie ein Provokateur sind, mit dem es sich nicht lohnt zu diskutieren. Schönen Restsonntag.

RE: Geringe Empathie | 21.03.2019 | 23:40

"Aber auch Ihr, moinmoin, Kommentar verliert sich schließlich in einem Konter, der gewissermaßen zurückschlagen will."

In welchen Sätzen lesen Sie das?

RE: Das Leben ist kein Uterus | 21.03.2019 | 16:26

Vielen Dank für Ihre Erklärungen.

Ich wohne mittendrin in der Natur, neben Wildschweinen, Füchsen, Bibern, Raben und Kreuzottern. Letztens, als ich Ameisen beobachtete, sah ich zwei, die ein kleines Stöckchen trugen, eine vorne, eine hinten.

Ein anderes Mal sah ich auf einem etwas höheren, abgesägten Baumstumpf eine Kreuzotter liegen. Die war in der Mitte skelettiert. Das wollte ich fotografieren, weil ich genau so ein Motiv für ein Bild brauchte. Hol ich meine Kamera. Marschiere zum Baumstumpf. Will gerade auslösen. Kommt von links oben ein Rabe im Sturzflug. Zack, auf den Baumstamm, Schlange in den Schnabel und weg. Mit so einer großen, schweren Otter im Schnabel. Ich war beeindruckt.

Wir Menschen sollten uns nicht so wichtig nehmen. Was sind wir schon anderes als Staubkörner im Universum.

Ja, der Tod. Wie sähe die Welt aus, wenn Menschen keine Angst vor dem Tod hätten.

Gut und Böse - "eine Art Faulheit der Tugend" verstehe ich nicht. Bin ich wohl tatsächlich zu denkfaul. Abgesehen davon, dass eine Definition von Gut und Böse mir nicht so leicht über die Tastatur rutscht, gefällt mir die Vorstellung des Seelenkampfes (Laster und Tugenden kämpfen in jeder Seele gegeneinander. Die Frage ist, wer gewinnt die Oberhand?).

Unter dem Bösen ein Mangel des Guten zu verstehen wie unter Krankheit einen Mangel an Gesundheit - auch schön.... Gier hat man nicht, sondern es fehlt klares Wasser zum Durststillen .... oder so.

Ok. Ich ändere "sehe ich optimistisch" in "sehe ich optimiostisch pessimistisch" ^^ und zwar ohne Chance auf ein Überleben, auch wenn es sich einige wenige Auserwählte erhoffen. Es soll Völkchen gegeben haben, die feierten, wenn jemand starb und trauerten, wenn jemand geboren wurde (>Herodot). Hm. :-/

Ich habe jetzt sehr viel Zeit investiert. War es mir wert, aber jetzt muss ich wieder ....

RE: Geringe Empathie | 21.03.2019 | 15:36

Zustimmung. Wichtiger Einwand!

RE: Geringe Empathie | 21.03.2019 | 15:32

"Jedenfalls ist Furcht vor dem Fremden und in Folge davon Fremdenfeindlichkeit ein sehr ursprüngliches Gefühl,...."

Diese These vertrat u.a. auch Eibesfeldt, der sie meinte anhand von Forschungsergebnissen belegen zu können. Ich halte diese These und die Schlussfolgerungen, die Eibesfeldt meinte aus den Forschungsergebnissen ziehen zu können für falsch.

Leider habe ich nicht genügend Zeit, darauf näher einzugehen, deshalb nur kurz: Es spricht Einiges dafür, dass das "ursprüngliche gefühl" bzw. die natürliche Reaktion auf Fremde(s) eher ein ambivalentes Verhalten ist.

"... das den Übergang von einer weitgehenden feindlichen und undomestizierten Umwelt in die immer noch weitgehende feindliche, aber anscheinend domestizierte Umwelt von heute mühelos überstanden hat."

Das sehe ich anders: Nicht die Umwelt ist gegenüber dem Menschen feindlich, sondern der (zivilisierte) Mensch, der nicht in Harmonie mit der Natur lebt, ist gegenüber seiner Umwelt und Artgenossen feindlich, wodurch er sich und die Natur früher oder später vernichten wird.

RE: Geringe Empathie | 21.03.2019 | 15:11

Herr Eren Güvercin, Sie unterstellen:

" Die Vorstellung, dass jeder Muslim qua Bekenntnis ein Gefahrenpotenzial sei, haben wir als Gewissheit in die Mitte unserer Gesellschaft dringen lassen."

Das ist Quatsch. Schon die Formulierung "JEDER Muslim".

Ich persönlich kenne eine Menge Leute, die sich überhaupt nicht an Religiösen und deren Bekenntnissen und Praktiken stören, wenn selbige sie als ihre Privatangelegenheit betrachten und nicht rücksichtslos auf Kosten anderer ausleben (wollen).

Wieso eigentlich ziehen Sie nicht in Betracht, das sich auch Muslime von anderen Muslimen bedroht fühlen bzw. bedroht werden? Weil Sie eine Interesse daran haben zu polarisieren? Meinen Sie, dass Sie so Hass abbauen können?

"Das Gedankengut des Terroristen von Christchurch ist auch bei uns verbreitet."

Wieso "bei UNS"? Bei UNS jedenfalls nicht.

Meinen Sie, dass Sie rechtsradikales Gedankengut NICHT auch unter Gläubigen aller Nationen finden können?

RE: Geringe Empathie | 21.03.2019 | 15:07

Herr Eren Güvercin, mal bitte emotional runter kommen:

https://www.youtube.com/watch?v=OPlK5HwFxcw

Sie unterstellen ohne Belege und ohne Begründung:

"95 Prozent der deutschen Bevölkerung haben nach 20 Jahren Islamdebatte die These von der existenziellen Bedrohung durch fünf Prozent muslimische Mitbürger verinnerlicht.

- Wie kommen Sie auf 95%? Also ALLE nichtmuslimischen Deutschen.

- Wo haben 20 Jahre IslamDEBATTE, also das Austauschen von Pro- und Kontraargumenten zu einer bestimmten, konkret formulierten These, stattgefunden?

- Was meinen Sie mit existenzieller Bedrohung?

Einigen Nichtreligiösen gefällt es nicht, wenn Religiöse ihre willkürlich aus einem Schriftstück (das in einer Sprache geschrieben wurde, über deren Wortbedeutung sie selbst streiten), heraus gelesene vermeintliche Gebote über unser aller gemeinsame staatliche Gesetze stellen (wollen) und dabei aggressiv fordernd auftreten, z.B. Tierschutzgesetz - was das Schächten von Tieren betrifft, Menschenwürde/Körperverletzung - die Beschneidung von Kindern, Neutralitätsgebot des Staates - Tragen von religiöser Kleidung im Staatsdienst ....

Oder sie stören sich daran, dass Religiöse sich über andere Menschen erheben, indem sie sich für Auserwählte halten und auf Anders- , speziell auf Nichtgläubigenden herabblicken, deren kulturelle Errungenschaften verachten, ihnen mit Tod und Hölle drohen.

Ist das rassistisch oder rechtsradikal?

RE: Das Leben ist kein Uterus | 21.03.2019 | 02:12

"Wenn du eine Seite zu straff spannst, wird sie zerreißen, wenn du sie zu schlaff lässt, kannst du nicht auf ihr spielen."

Extra für Sie:

https://www.youtube.com/watch?v=T_MJTdSpJyM

RE: Das Leben ist kein Uterus | 20.03.2019 | 18:33

Nur ganz kurz, hab nicht viel Zeit:

"... (und warum auch, zu seiner Zeit MUSSTE der Mensch gg die Natur kämpfen und bestehen, um überhaupt als Gattung zu überleben),..."

Verstehe ich nicht.

"... sondern generell um Verfehlungen in Bezug auf ethische Gebote (vergleiche die mittelalterlich-frühneuzeitliche Vorstellung von der Bösheit als negativer Entität: die Faulheit der Tugend)."

Verstehe ich nicht. > Psychomachia.

"Das Problem reicht von der Umweltzerstörung durch den invasiven Kapitalismus mit seinem Ressourcenverschleiß ungeahnten Ausmaßes hin zum Wohnproblem in den immer mehr wuchernden Städten, der Verlust des Naturraumes als Rekreationsoption, den materialistischen Überfluss der maßlos überhöhten und Wachstumsgesellschaft bis hin zum Massentourismus."

Wenn oder weil wir Menschen das Problem nicht lösen wollen oder könne, wird es früher oder später die Natur für uns tun. Da bin ich ganz optimistisch.