RE: Hic Salta | 21.09.2018 | 19:58

Das Handelsblatt gibt u.a. folgende Aussage von Herrn Maaßen wieder:

„„Hetzjagden“ oder Menschenjagden auf Ausländer hatte es in Chemnitz am 26. August 2018 nach den Erklärungen der zuständigen Stellen nicht gegeben. Gegenteilige (Medien-)Berichte sind demnach anzuzweifeln. Der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen hatte in seiner Regierungserklärung am 5. September 2018 festgestellt, dass es keine Hetzjagd in Chemnitz gab. Diese Feststellung entspricht nach Kenntnislage des BfV auch den Erkenntnissen aller zuständigen Sicherheitsbehörden, nämlich der sächsischen Polizei, der Staatsanwaltschaft, des sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz und der Bundespolizei. Auch dem BfV lagen keine Erkenntnisse darüber vor, dass „Hetzjagden“ in Chemnitz stattgefunden haben.“

Sie behaupten in Ihrem Artikel, vierter Absatz, dass Herr Maaßen "die Menschenjagden leugnete". Das obige Zitat belegt eindeutig, dass Herr Maaßen sich auf "zuständige Stellen" beruft, die behauptet hatten, dass es keine Hetzjagden bzw. Menschenjagden gegeben habe. Herr Maaßen selbts äußert Zweifel, was "gegenteilige (Medien)-berichte" betrifft. Zweifeln heißt aber nicht "leugnen" und auch nicht "bestreiten".

Ich erlaube mir Sie und die werten Diskutanten hier zu fragen, warum der Fokus (bestimmter Medien und Schreiber) tage- und wochenlang auf Herrn Maaßen gerichtet ist (was wie eine Hetzjagd anmutet) und nicht auf die Personen und Stellen, die tatsächlich Hetzjagden auf Ausländer geleugnet haben wie z.B. der Ministerpräsident Sachsens am 5.9.18 u.a.?

RE: Hase, du bleibst hier | 21.09.2018 | 18:55

Denkanstoß:

"Wer Zweifel äusserte, setzte sich dem Verdacht aus, die Vorkommnisse in Chemnitz zu verharmlosen. Doch hier geht es nicht um Beckmesserei oder Wortklauberei. Es ist vielmehr ein Zeichen von journalistischer Professionalität, unvoreingenommen Fragen zu stellen, im Einzelfall genau hinzuschauen und zu prüfen, was die Fakten sind und was man daraus gesichert ableiten kann. Wer dem genannten Video eine Bedeutung beimessen will, pflegt einen naiven Realitätsbegriff. Umso grotesker ist es, dass dieses derart lange nachhallt. Das zeugt von einer gesellschaftlich-politischen Diskussionskultur, die sich von der Realität abkoppelt."

Hat er recht?

RE: Hase, du bleibst hier | 21.09.2018 | 18:50

Zitat aus der NZZ:

"Seit der digitalen Revolution herrscht zwar ein Überfluss an Meinungen und Nachrichten. Aber unsere Welt wurde nicht transparenter. Im Gegenteil. Das Informationschaos bietet Propagandisten ein ideales Milieu, um Verwirrung zu stiften. Umso wichtiger ist es, dass Journalisten gerade in umstrittenen Fragen pingelig arbeiten und die harten Fakten herausschälen. Das verschafft ihnen Glaubwürdigkeit. "

Werte Frau Köster, ich gehe davon aus, dass Sie gründlich recherchiert haben, bevor Sie Ihren Artikel veröffentlicht haben. Deshalb meine Frage an Sie zu folgendedem Zitat:

"Im Hintergrund hört man eine Frau sagen: «Hasi, du bleibst hier! Du bleibst hier!» War sie in Begleitung ihres Freunds? Oder eines Dackels? Man erfährt nichts dazu."

Sie geben in Ihrem Artikel an, dass sie es zu ihrem Freund gesagt habe. Woher haben Sie diese Information? Ist es ausgeschlossen, dass sie es zu ihrem Dackel sagte? Und nicht zu einer devoten Begleitperson. Und warum sollte Hase/i hier bleiben. Was hatte Hase/i vor? Und was mich außerdem interessiert ist, was passierte im Vorfeld und wie kamen vermeintlich Linke zu diesem Video?

Bin auf Ihre Antworten sehr gespannt.

RE: Der unaufgeklärte Sarrazin | 08.09.2018 | 13:51

"Angesichts dieser These stellt sich die Frage, wie sich das Bildungsniveau in Deutschland lebende Muslime, trotz ihrer Religion generationsübergreifend verbessert hat?"

Ihre Frage enthält eine Behauptung, die verifiziert werden müsste. Dazu gehört eine gründliche Analyse, ob und wenn ja, inwieweit die jeweils ausgeprägte Religiösität eines Menschen, der via Geburt Moslem ist, so genannt wird, sich u.U. selbst so nennt, mit seinem Bildungsniveau korrelliert.

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"Alle seriösen Studien belegen den Zusammenhang zwischen dem Bildungsniveau und der Sozialschichtzugehörigkeit. Von der Religion ist dabei keine Rede."

Das ist richtig. Aber: wenn bei solchen Studien tatsächlich die Religiösität von Menschen, egal welcher Religionszugehörigkeit, nicht berücksichtigt wurde, könnte jemand behaupten, dass gerade eine bestimmte Religiösität (welcher Art und Ausprägung auch immer) die Ursache dafür sei, dass sie einer "unteren" sozialen Schiht angehörten.

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"Oder wie kann es sein, dass Muslime einen Beiträge zur Renaissance geleistet haben, indem sie die Schriften der griechischen Philosophen übersetzten und kommentierten. Über Umwege gelangten diese schließlich nach Europa."

Die Leistungen arabischer Wissenschaftler und Philosophen in allen Ehren, aber sie sollten nicht dazu herhalten eine Religion bzw. eine religiöse Richtung, aufzuwerten. Welche Rolle der Islam oder die Religiösität arabischer Wissenschaftler bezüglich ihrer Leistungen gespielt haben, müsste hinterfragt, geprüft, wissenschaftlich untersucht werden. Sie sind doch Wissenschaftler und nicht Theologe.

Ich möchte Ihnen dieses hier empfehlen:

"Sammelrezension: Einfluss der arabischen Wissenschaften im europäischen Mittelalter" Siehe: www.hsozkult.de

Und: Widerlegen Sie Sarrazin in der Sache. Zerpflücken Sie seine Zitate mit überzeugenden Argumenten und hieb- und stichfesten Belegen.

RE: Letztes Aufbäumen der 'alten Linken' | 08.09.2018 | 00:19

Sie wählen links? Gut, dass Sie das hier ausdrücklich schreiben. Warum eigentlich? Ach ja, ich wäre sonst nie und nimmer darauf gekommen. Also, wenn Sie links wählen, was wähle ich dann wohl? das nächste Mal?

Leute, die Pickel kriegen und Blasen an den Lippen, wenn sie den Namen Wagenknecht und Lafontaine hören und sich "tiefsinnige" Gedanken über oberflächliches Weiß machen, wählen links, klaro.

Dazu passt dann auch, dass man über Albrecht Müller - einen Linken, der sein Linkssein nicht herausposaunen muss, schreibt "... denn die Art, wie er sich artikuliert, ist wenig empathisch...."

Wenn Sie bitte statt "ist wenig empathisch" schreiben würden "finde ich...". Das entspräche dann Ihren speziellen und subjektiven Wahrnehmungsvermögen und nicht dem der Allgemeinheit wie Sie suggerieren wollen.

".... und "Dass er so "links" ist hat wohl mit seiner Freundschaft zu Oskar Lafontaine zu tun."

Wenn Sie links sind, dann ist Albrecht Müller "links" =nicht links. Klaro!

RE: "Schön, wie Sie reagieren" | 02.09.2018 | 15:48

Na wie schön gefällig dieser abfällige Beitrag gestrickt wurde. Diese Ossis aber auch, die beim Haushaltstag jubeln und "Uns're Katz heißt Morle" und "Kleine, weiße Friedenstaube, fliege übers Land, bringe allen Menschen Frieden...." singen.

Was für ein Glück, dass sie nicht "Unsre Heimat.... und wir lieben die Heimat die schöne ..... weil sie unserem Volke gehört..." gesungen haben. ^^ Oder haben sie etwa?

Da könnte Magda wieder einen Link schalten und sich empören, naja, was heißt empören, nur ein bisschen und zum Teil und eher wundern und eigentlich sind es ja nicht alle und naja ein bisschen versteht sie die Leute schon. Man muss sie ja nicht gleich loben und auch nicht tadeln, aber was wohl in den Kaberettisten gefahren ist. Bei den Katholiken ist das doch der Satan, genannt Diabolos, der Zerwürfnisstifter und Spalter, der Verwirrung und Chaos schafft, statt Ordnung und Klarheit.

Bei Ihnen, werter Autor, erkennt man doch, anders als bei anderen "Kenntnisreichen DDR-Spezialisten" und Wagenknechtlafontainehassern einen Standpunkt bzw. eine Schublade.

Sprachlich schön und geschickt geschrieben, Ihr Pamphflet. Das flutscht. Aber, was denn nun, ich halte Sie nicht für einen Linken.

RE: Lesen wie ein Salafist | 02.09.2018 | 01:20

"..... sehr selektiver, schlampiger Leser des Korans."

Wenn jemand zu Ihnen sagen würde: "Jeder Moslem und jede Muslime, die meint aus dem Koran lesen zu können, dass sich Mädchen und Frauen in der Öffentlichkeit verhüllen oder ein Kopftuch tragen müssten, lesen den Koran selektiv und schlampig."

Was antworten Sie diesem Jemand?

RE: Lesen wie ein Salafist | 02.09.2018 | 01:10

"Das Problem ist, dass Menschen wie Sarrazin pseudowissenschaftlich argumentieren und damit eine Menge Menschen in die Irre fuehren."

(...)

"Man kann den Koran sehr wohl als Gottes Wort anerkennen und dennoch seine Auslegung durch bestimmte Gelehrte (und erst recht durch jeden Tom, Dick and Harry) kritisieren. Ich denke, worauf es ankommt, ist ein andauernder, offener und kritischer Diskurs."

Ich sehe das Problem woanders. "Und entschuldigen Sie bitte, dass ich es so ehrlich und direkt sage:

Es ist ein Widerspruch in sich selbst, wenn jemand den Koran, die Bibel oder sonst irgend ein Schriftstück als "Gottes Wort" anerkennt und trotzdem für sich beansprucht (diesbezüglich) wissenschaftlich argumentieren bzw. einen kritischen Diskurs führen zu können. Das führt in die Irre. Und Menschen, denen das glauben gemacht wird, werden in die Irre geführt.

RE: Nachrufe und Nachdenken | 29.08.2018 | 17:20

Sie müssen sich ein Schneckenhaus besorgen und sich metamorphisieren.

RE: Nachrufe und Nachdenken | 29.08.2018 | 17:17

Mich können Sie nicht veräppeln. Ich habe Ihr Gesicht gesehen.

Und außerdem: Lesen alleine genügt nicht. Das wissen wir doch spätestens seit PISA, liebe Magda.

Es gibt so kluge Analphabeten, die können die Folgen IHRES Handelns bedenken und sehen. Und haben noch dazu Herz. Und das sind die Klügsten, sagte ein berrühmter Philosoph.