RE: „Auch in mir ist Hass“ | 27.03.2019 | 01:07

Habe gerade einen älteren Beitrag von Ihnen gelesen.

Kostprobe daraus:

"Man sieht, dass Kelek nicht weniger fanatisch ist, als radikale Islamisten, die jeder abweichenden Meinung gegenüber taub sind. Zu sagen, dass man(n) die Frau zum Kopftuch zwingt, ist das Produkt eines gefährlichen Klischeedenkens, das aus der Basis eines pervertierten Verstandes, infolge von persönlichen Traumata ihres Elternhauses, entspringt."

Argumente, eine (wissenschaftliche, fanatismusfreie) Auseinandersetzung, geschweige denn die Widerlegung der Thesen von Frau Kelec sucht man in dieser Hasspredigt vergebens. Sie ziehen es vor eine Person, deren Ansichten Ihnen nicht passen, zu beschimpfen und zu diffamieren.

Woher kommt Ihr Hass und Ihre Verachtung?

RE: Geringe Empathie | 26.03.2019 | 14:03

"Logik ist immer falsch. Wir brauchen starke, gerade, genaue und auf ewig unverständliche Werke." ( Tristan Tzara)

;-)

RE: Geringe Empathie | 25.03.2019 | 16:19

Wie viele unter der Gewalt und Grausamkeit anderer Leidende dürfen es denn Ihrer Meinung nach sein, damit es sich nicht "von Mitgefühl mit niemandem" unterscheidet?

RE: Geringe Empathie | 25.03.2019 | 14:27

Hallo Lethe, das ist das erste Mal, dass ich etwas, das Siean mich geschrieben haben, unredlich finde.

Meinen Satz einfach zu beschneiden und somit zu verstümmeln...:-/

Da muss ich "zurückschlagen". Ich schrieb:

"Unser (=meine gesamte nichtreligiöse Sippe) Mitgefühl und unsere Solidarität gilt ALLEN Menschen (egal, ob religiös oder nicht), DIE unter KRIEG und TERROR (einschließlich staatlich ausgeübten Terror ) LEIDEN."

Natürlich leidet auch unsereins, zugegebenermaßen, nicht mit ALLEN Menschen, die leiden.

Sie wissen ganz genau, was ich zum Ausdruck bringen wollte und dass mein Kommentar eine Reaktion auf den Beitag (vermutlich von einem muslimischen Artikelschreiber) ist, der sich über mangelhaftes Mitgefühl ALLER NICHTMUSLIME in D. mit den MUSLIMISCHEN Opfern eines Terroranschlages in einer Moschee in Neuseeland beklagt.

Ich wüsste nicht, warum ich NUR mit diesen leidenden Menschen Mitgefühl haben sollte und nicht AUCH mit anderen (mehr oder weniger).

Nichts desto trotz ist Ihr Einwand interessant, weil er dazu nötigt sich Gedanken darüber zu machen, unter welchen Umständen man mit leidenden Menschen NICHT mitleidet usw. ...

RE: Geringe Empathie | 24.03.2019 | 16:04

"Niemand kann so tun, als ob uns dieser Vorfall nichts angeht, als ob es sich nur um ein tragisches Ereignis auf der anderen Seite der Welt handelt."

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Südöstlich unserer Welt, in der sich einige Muslime diskriminiert fühlen, wenn auf einem Bufet einer Islamkonferenz neben Gemüse und Geflügel Blutwurst liegt, spielen sich seit Jahren tragische Ereignisse ab.

https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/jemen-als-beute

Saudi-Arabien, VAE, Katar, Bahrain, Sudan und Ägypten , USA, Großbritannien, Frankreich bombardieren den Jemen und richten Blutbäder unter der Bevölkerung an.

Wo bleiben diesbezühlich Solidarität und Mitgefühl und die öffentliche Empörung (insbesondere auch von muslimischen Zeitungsartikelschreibern) über deren Ausbleiben?

Unser (=meine gesamte nichtreligiöse Sippe) Mitgefühl und unsere Solidarität gilt ALLEN Menschen (egal, ob religiös oder nicht), die unter Krieg und Terror (einschließlich staatlich ausgeübten Terror ) leiden.

RE: Geringe Empathie | 24.03.2019 | 15:11

"Die heuchlerischen Lügengespinste, die in Debatten um diese Themen als "Argumente" aufgeführt werden, bezeugen dabei die eigenen Charakterdefizite. Der Islam wird heute ähnlich diffamiert, wie seinerzeit die Juden - Belege dazu finden sich auch hier im Forum!"

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Sie stellen sich hier als jemand dar, der meint, anders als die von Ihnen Diffamierten, keine Charakterdefizite zu haben.

Was Sie aber mit Sicherheit haben, ist ein Fachwissendefizit, sowohl was den Islam betrifft als auch, was das Judentum betrifft - wie u.a. auch der letzte Satz des obigen Zitates beweist.

Vielleich machen Sie sich erst einmal schlau was die Verfolgung und Diffamierung von Juden über Jahrhunderte in Europa betrifft und welche Gesetze, Praktiken und Grausamkeiten, insbesondere im 3. Reich damit verbunden waren.

Vielleich hören Sie sich auch mal unter Muslimen um und lassen sich erzählen wie die Angehörige der einen religiösen Richtung die anderer diffamieren.

Merken Sie nicht, dass Sie sich mit Ihrem absolut unpassenden Vergleich zwischen Judendiskriminierung seinerzeit und Islam heute selbst widersprechen, wenn Sie darauf hinweisen, dass wir " in einer demokratischen Kultur der Religionsfreiheit,..." leben?

Ich gehe davon aus, dass Sie ein Provokateur sind, mit dem es sich nicht lohnt zu diskutieren. Schönen Restsonntag.

RE: Geringe Empathie | 21.03.2019 | 23:40

"Aber auch Ihr, moinmoin, Kommentar verliert sich schließlich in einem Konter, der gewissermaßen zurückschlagen will."

In welchen Sätzen lesen Sie das?

RE: Das Leben ist kein Uterus | 21.03.2019 | 16:26

Vielen Dank für Ihre Erklärungen.

Ich wohne mittendrin in der Natur, neben Wildschweinen, Füchsen, Bibern, Raben und Kreuzottern. Letztens, als ich Ameisen beobachtete, sah ich zwei, die ein kleines Stöckchen trugen, eine vorne, eine hinten.

Ein anderes Mal sah ich auf einem etwas höheren, abgesägten Baumstumpf eine Kreuzotter liegen. Die war in der Mitte skelettiert. Das wollte ich fotografieren, weil ich genau so ein Motiv für ein Bild brauchte. Hol ich meine Kamera. Marschiere zum Baumstumpf. Will gerade auslösen. Kommt von links oben ein Rabe im Sturzflug. Zack, auf den Baumstamm, Schlange in den Schnabel und weg. Mit so einer großen, schweren Otter im Schnabel. Ich war beeindruckt.

Wir Menschen sollten uns nicht so wichtig nehmen. Was sind wir schon anderes als Staubkörner im Universum.

Ja, der Tod. Wie sähe die Welt aus, wenn Menschen keine Angst vor dem Tod hätten.

Gut und Böse - "eine Art Faulheit der Tugend" verstehe ich nicht. Bin ich wohl tatsächlich zu denkfaul. Abgesehen davon, dass eine Definition von Gut und Böse mir nicht so leicht über die Tastatur rutscht, gefällt mir die Vorstellung des Seelenkampfes (Laster und Tugenden kämpfen in jeder Seele gegeneinander. Die Frage ist, wer gewinnt die Oberhand?).

Unter dem Bösen ein Mangel des Guten zu verstehen wie unter Krankheit einen Mangel an Gesundheit - auch schön.... Gier hat man nicht, sondern es fehlt klares Wasser zum Durststillen .... oder so.

Ok. Ich ändere "sehe ich optimistisch" in "sehe ich optimiostisch pessimistisch" ^^ und zwar ohne Chance auf ein Überleben, auch wenn es sich einige wenige Auserwählte erhoffen. Es soll Völkchen gegeben haben, die feierten, wenn jemand starb und trauerten, wenn jemand geboren wurde (>Herodot). Hm. :-/

Ich habe jetzt sehr viel Zeit investiert. War es mir wert, aber jetzt muss ich wieder ....

RE: Geringe Empathie | 21.03.2019 | 15:36

Zustimmung. Wichtiger Einwand!

RE: Geringe Empathie | 21.03.2019 | 15:32

"Jedenfalls ist Furcht vor dem Fremden und in Folge davon Fremdenfeindlichkeit ein sehr ursprüngliches Gefühl,...."

Diese These vertrat u.a. auch Eibesfeldt, der sie meinte anhand von Forschungsergebnissen belegen zu können. Ich halte diese These und die Schlussfolgerungen, die Eibesfeldt meinte aus den Forschungsergebnissen ziehen zu können für falsch.

Leider habe ich nicht genügend Zeit, darauf näher einzugehen, deshalb nur kurz: Es spricht Einiges dafür, dass das "ursprüngliche gefühl" bzw. die natürliche Reaktion auf Fremde(s) eher ein ambivalentes Verhalten ist.

"... das den Übergang von einer weitgehenden feindlichen und undomestizierten Umwelt in die immer noch weitgehende feindliche, aber anscheinend domestizierte Umwelt von heute mühelos überstanden hat."

Das sehe ich anders: Nicht die Umwelt ist gegenüber dem Menschen feindlich, sondern der (zivilisierte) Mensch, der nicht in Harmonie mit der Natur lebt, ist gegenüber seiner Umwelt und Artgenossen feindlich, wodurch er sich und die Natur früher oder später vernichten wird.