mborchardt

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RE: In voller Uniform | 23.01.2011 | 02:55

Kann es nicht einfach sein, dass die niedersächsischen MdL unwissentlich soetwas wie Rückrad bewiesen haben? Sie haben tatsächlich billigste Realsatire in Medienform (die arme Kadettin, die zu tode gestürzt ist und was de facto niemanden außer die direkt Betroffenen etwas angeht) ignoriert und paralell ein erwachsenes Verhältnis zum Militär bewiesen. Mit Verlaub, aber das ist genau so unfreiwillig komisch, wie die werte Linkspartei die sich so heroenhaft der Kommunismus-Stunde im Bundestag gestellt und durch Abwesenheit geglänzt hat. Ich korrigiere: Zweiteres war einfach nur traurig und dem Klischee der charakterlosen Linken entsprechend. in Ersteres kann man zumindest im Nebensatz noch positive Eigenschaften hineinlesen.

RE: Willst du mein Date sein? | 15.01.2011 | 16:56

Danke für den link, werde ihn mir bei Gelegenheit zu Gemüte führen. :)

Zunächst einmal: wenn sie mir vorwerfen, mit "leben und leben lassen" einen Missgriff getätigt zu haben (scheinbar selbstverständlich aus dem Kontext genommen wurde, des Dramas wegen), wie stehen sie dann zum Titel des Artikels im Verhältnis zum Inhalt der ersten Absätze?

Das Problem, was ich bei den meisten Artikeln zum Thema Social Media/Web X.0 sehe ist ein fudamentales Missverständnis: Man kann das Web anno 2011 nicht vergleichen. Womit denn? Auch wenn manche Vokabeln übernommen wurden, heißt das nicht, dass das gleiche gemeint ist. Die Sprache des Netzes ist genauso auf die Bedürfnisse derer zugeschnitten die es prägen, wie es die wissenschaftlichen Fachsprachen all über all sind. (ich mag ihre intellektuellen Anwandlungen, aber da wir hier keine gesicherte gemeinsame 'Sprache' haben, bitte ich an dieser Stelle um eine Klarstellung ihrer Begriffe Sozialadäquanz und Normabweichung).

Ich danke Ihnen für ihre Bemühungen mir einen Artikel näher zu bringen, den ich ihrer Meinung nach nicht verstanden habe, ernsthaft. Nur, auch wenn mir sicherlich andere Umschreibungen für die selben Sachverhalte einfallen würden, habe ich den Sachverhalt durchaus erfasst, halte ihn nur für etwas bereits bekanntes. Jeder der es mehr als ein paar Monate auf Fb (und nicht, weil es sein 'Job' ist) ausgehalten hat, weis, dass die dortigen sozialen Vorgänge und Prozesse mit nichts zu vergleichen sind. 75% meiner 300+ Freunde dort sind mir de facto egal, was aber nicht heißt, dass ich nicht über ihre Witze lache, oder sie meine Links nicht mögen. Es gibt die Freundschaften "1.0" ja noch, nur ist eben das Vokabular des Webs ein anderes und die Gefahr besteht, dass das nicht gesehen wird.

Leiderleiderleider kommt es mir so vor, dass eine erschreckend hohe Anzahl derer, die über 'das Netz' schreiben entweder zu nah dran, oder zu weit weg von ihm sind, um es tatsächlich verstehen zu können. (selbstverständlich kann auch ich als Millenial da nicht objektiv sein, so sehr ichs auch versuche).
Und genau aus dem Grunde kommentiere ich normalerweise nicht. Wer keine Ahnung hat, einfach mal, sie wissen schon...

Es ist ein so schöner Irrglaube, das Web als eine digitale Version der analogen Welt zu sehen, dass ich verstehen kann, wenn ihm viele Leute erliegen, was den Glauben aber nicht weniger irr macht. Das Netz ist ein Medium eigener Art und sollte als solches auch verstanden werden. Alles andere ist in seinen Auswirkungen potentiell fatal.

Für alles Weitere bitte ich um Kontaktaufnahme via E-Mail (mouby_borchardt@web.de), ist persönlicher.

RE: Willst du mein Date sein? | 11.01.2011 | 23:13

Schöne Einleitung, aber wo ist der Text? Die einzigen interessanten Zeilen waren die letzten. Es hätte ein so wunderbarer Artikel daraus werden können, in dem die formulierte These (mehr ists ja nicht) geprüft und erläutert würde. Aber so wars dann doch nur das übliche Facebook-Bashing. Es ist ja schön, dass für die alten Argumente neue Worte gefunden wurden, aber das wars dann auch. Schade, sehr.
Und bitte, es geht immer irgendwie um Sachverhalte, die sich um Geld und oder Nutzen drehen. Immer. Zumindest kann man es so interpretieren.
Blöd nur, dass mit Freude auf negativ-Beispielen geritten wird, dafür die grundlegende Frage nach Medien-Kompetenz nicht gestellt wird. Jeder nach seiner Facon, aber bitte auch leben und leben lassen.