E(kelhaft hoch) 10

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Es gibt Meldungen, da fällt einem nichts mehr ein. Die Ankündigung der Mineralölkonzerne, die Verluste der E10-Schlappe auf die Verbraucher umzulegen, gehört zu solchen. Dabei soll nicht der Eindruck geweckt werden, dass wir am liebsten für einen Euro pro Liter Auto fahren wollen (wobei es sicherlich einige gibt, die sich nichts sehnlicher wünschen würden). Wer etwas Gehirnmasse besitzt, die auch noch in der Lage ist ein wenig nachzudenken, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass nur weniger Benzinverbrauch „alternativlos“ ist (hier ist der Begriff wenigsten angebracht).

Wirklich erschreckend an dieser Meldung ist, dass die Bürger für etwas büßen sollen, was sie nicht verschuldet haben. Zum Vergleich: Ich bringe ein Getränk auf den Markt, von dem ich nicht mit Sicherheit ausschließen kann, dass es gesundheitsgefährdet ist. Die Konsumenten kaufen es daher nicht. Ich mache Verluste und zwinge sie einfach ein anderes Getränk zum höheren Preis zu kaufen, weil ich Verluste gemacht habe.

Auch wenn dieses Beispiel den Sachverhalt vielleicht nichts eins zu eins wiedergibt, so wird doch ersichtlich, dass hier schlichtweg eine üble Erpressung stattfindet.

Was tun?

Nun, wir können nicht aufhören zu trinken, doch wir können weniger Auto fahren und damit weniger Tanken. Sicherlich, nicht alle können sich dem Diktat der Mineralölkonzerne widersetzen. Doch es gibt noch genug Leute, die zum Becker um die Ecke mit dem Auto fahren (also ich bin heute mit dem Fahrrad die Stadt gefahren und es war gar nicht so schlecht: keine Parkplatzsuche, keine Parkkosten, toll!).

Jetzt werden einige aufseufzen und sich denken: nicht schon wieder so ein Fahrrad-Öko, der die Welt retten will. Darum geht es gar nicht. Auch ich fahre gerne Auto und will darauf nicht verzichten. Doch ich will mich auch nicht zur „Hure“ der Mineralölmultis machen. Also fange ich an bewusster Auto zu fahren und des Öfteren mein Fahrrad aus dem Keller zu holen. Und wer weiß, vielleicht ist das gar nicht so schlecht ein „Mobil-Öko“ zu sein.

mr.h-man

19:21 30.08.2011
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mr.h-man

"Politik beruht auf der Tatsache der Pluralität der Menschen." (Hannah Arendt)
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