Kommentare von Matthias Stark

Matthias Stark 11.06.2017 | 14:42

Was unsere Gesellschaft bitter nötig hat, ist Bildung. Nicht die des Hirns, sondern die des Herzens, Herzensbildung, Güte und Mitmenschlichkeit. "Seid nicht gerecht sondern gütig!" schrieb einst Bruno H. Bürgel. Daran mangelt es massiv in unserer Welt. Ich bezweifle, dass diese Art Bildung gelehrt werden kann. Sie kann m.E. nur im kleinen Kreis vorgelebt werden, in der Familie, zwischen Freunden, im Alltag.

Matthias Stark 04.05.2017 | 08:53

Vielen Dank, da bin ich ganz bei Ihnen. Beide Teile Deutschland hatten und haben Wesentliches zur Kultur beizutragen und die Beschäftigung damit erleichtert das gegenseitige Verstehen, auch und gerade für Jüngere, die die Teilung nicht mehr selbst erlebt haben.

Es gibt eben z.B. jenseits der gängigen Klischees eine erhaltens- und erinnerungswerte Literatur, die von den Absichten aber auch den Irrungen der gesellschaftlichen Entwicklung kündet. Daraus können wir noch heute lernen.

Matthias Stark 13.04.2017 | 09:18

Das sind einige bedenkenswerte Argumente und Aspekte, danke dafür.

Nicht unwidersprochen kann allerdings, mit Verlaub, bleiben, dass der "Humanismus nach Stand der Dinge nichts weiter als ein etwas freundlicher klingender Begründungszusammenhang für Töten" sei.

Ich fürchte, dass hier ein Irrtum vorliegt.

Für mich ist der Humanismus eine auf den allgemeinen Menschengerechten basierende Weltsicht, die das Töten, insbesondere das anderer Menschen, nicht ausschließt, jedoch nur unter ganz besonderen Bedingungen zulässt.

Was die "Schuldigen" betrifft, bilden die religiosen Schriften für viele Mächtige dieser Welt die "geoffenbarte" Grundlage für ihr Tun. Koran und Bibel sind voll von Tötungsanweisungen, auf die sich religiöse Fundamentalisten berufen.

Mit der "heiligen Schrift" in der einen Hand, die andere am Abzug ... so ging es viele Jahrhunderte lang leider zu. Und ein Ende dessen ist nicht absehbar...

Matthias Stark 20.12.2016 | 13:25

Allen Angehörigen von Opfern und den Verletzten mein tiefes Mitgefühl!

Das Geschehen wird Wasser auf die Mühlen Abendlandretter sein. Das ist, neben dem Leid für die Betroffenen, die Tragik der Tragödie. Auf den ersten Blick scheint sich zu bewahrheiten, was auf vielen Plätzen der Republik als Wissen verkündet wurde: dass die unkontrollierte Einwanderung den Terror ins Land holt.

Dass aber Deutschland einen maßgeblichen Anteil an der politischen Weltlage hat, dass ein Zurück zur Nationalstaatlichkeit nicht die Lösung globaler Probleme sein kann und Abschottung nur zur Eskalation der Gewaltspirale beiträgt, dass alles wird leider, fürchte ich, in den Hintergrund treten.

Der kategorische Imperativ, sich des eigenen Verstandes zu bedienen, scheint mir nötiger denn je zu sein.

Matthias Stark 09.12.2016 | 13:19

Danke für die freundlichen Worte.

Nun ja, laut Wikipedia sagen Märchen ja „viel über die gesellschaftlichen Bedingungen aus“. Insofern ist es das Körnchen Wahrheit, welches dem Märchen innewohnt und um welches es hier geht. Alles läuft doch auf die Frage hinaus, ab wann eine „nicht ganz getroffene Wahrheit“ zur Lüge wird. Da sind offenbar die Grenzen unscharf und die Meinungen gehen auseinander…

Matthias Stark 17.11.2016 | 15:59

Ich bin ganz Ihrer Meinung! Man wird das Gefühl nicht los, alles sei schon entschieden, Steinmeier im Präsidentenamt und alles ist so, wie es im oberen Büro bestimmt wurde. Das Schlimme ist, dass es wieder "Demokratie" genannt werden wird, was hier in Hinterzimmern ausgehandelt wurde. Als gelernter ehemaliger DDR-Bürger kann man nur staunen, wie sich die Dinge ähneln! Wann wird sich das Volk in freier Abstimmung seinen Präsidenten wählen dürfen? Ich fürchte, nie.

Matthias Stark 01.11.2016 | 19:35

Wir Menschen sind Barbaren, allen Mitgeschöpfen gegenüber. Daran konnte bisher keine Religion und keine Weltanschauung grundsätzlich etwas ändern. Das ist die traurige Wahrheit über uns. Und nur ganz langsam reift da eine Ahnung, das auch Tiere Rechte haben, ähnlich den uns zugestandenene und vielfach verletzten Menschenrechten. Es wird noch viele Generationen brauchen, ehe der Mensch menschlich wird.

Matthias Stark 18.10.2016 | 10:00

Vielen Dank für den Kommentar.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es noch viele solcher positiven Geschichten zu erzählen gäbe. Leider erfahren wir fast immer nur die anderen.

Und ich ziehe meinen Hut vor Menschen, die sich durch schwere Krankheit, soziale Umstände oder Schicksalsschläge nicht aus der Bahn werfen lassen, die jeden Tag aufstehen und sich durchbeißen. Stärker werden durch alles, was uns umwerfen könnte, das soll unser Motto sein.

Matthias Stark 06.10.2016 | 11:23

Als „Kosmopolitin“ sollten Sie wissen, dass es in der weiten Welt sehr viele Strömungen, Meinungen und politische Ansichten gibt. Warum ist es für im Westen sozialisierte Menschen manchmal so schwer, zu akzeptieren, dass es das Grundrecht der Meinungsfreiheit ist, welches auch extreme Einstellungen weitgehend deckt. Keine der genannten Parteien ist verboten. Sie werden also mit Plakaten dieser Organisationen vorerst leben müssen, auch wenn es Ihnen nicht gefällt.

Dummheit ist legal und kann nur durch vernünftige inhaltliche Auseinandersetzung und Dialog überwunden werden. Ihr Beitrag allerdings dient dem in keiner Weise, schürt er doch nur die üblichen Vorbehalte gegen „die Sachsen“ und „den Osten“ (die es beide als homogene Einheit ja nie gegeben hat), so als ob Rechtsextremismus östlich der Elbe erfunden worden wäre. Damit trägt Ihr Text dazu bei, den Riss in der Gesellschaft ein klein wenig größer zu machen.

Leider leben wir noch nicht in der „besten aller Welten“ und vielen Ostdeutschen ist das optimistische Lebensgefühl in den letzten Jahrzehnten abhandengekommen. Perspektivlosigkeit, Landflucht, steigende Armut, Kosten-Nutzen-Denken in allen Lebensbereichen und Demokratie, die den Menschen zum Kreuzchenmacher im Vierjahresabstand degradiert, all das sind Ursachen dafür, die die Menschen in die Fänge extremer Parteien treibt.

Die Spaltung der Gesellschaft wird von den Fremdenhassern ebenso geleistet, wie von denen, die glauben uns regieren zu können, dabei blind sind für soziale Ungerechtigkeiten und eigenes Versagen nicht zu erkennen vermögen.

Matthias Stark 04.10.2016 | 15:59

Offenbar fehlt es so manchem Mitmenschen an grundlegenden Eigenschaften, die unser Zusammenleben ausmachen sollten: Respekt, Anstand und Würde. Das aber ist legal, das muss eine offene Gesellschaft aushalten. Viel schlimmer ist die Ignoranz der Politik, auch der sächsischen. Sie will oder kann sich nicht von den linken, rechten, roten und braunen Denkmustern des 20. Jahrhunderts befreien. Man hätte aus den Ereignissen der Wende 1989 lernen können. Da war die Dialogbereitschaft aller Seiten die Basis für den friedlichen Fortgang der Entwicklung. Von Dialogbereitschaft der sächsischen Politik war nach dem ersten Auftreten der „Patriotischen Europäer“ absolut gar nichts zu spüren. Im Gegenteil: Alle offiziellen Argumente ähnelten jenen, die man auch 1989 benutzte, um die Menschen auf der Straße lächerlich zu machen.

Ein mehr als hilfloser sächsischer Innenminister ist beklagenswerter Ausdruck unserer politischen Eliten. Man hätte bereits nach den ersten Veranstaltungen der Patrioten einen Dialog darüber beginnen müssen, bei welchen Fragen sie durchaus den Finger auf die Wunde legen und bei welchen sie nur Stuss reden. Stattdessen wurde erst mal alles in die braune Ecke gestellt. Und nun wundert man sich, wenn es aus dieser Ecke stinkt! Hilflos und widerwärtig nun auch der Versuch der Sachsen-CDU, den Patrioten mit einem Papier zur Leitkultur nachzuwinken.

Einzige Leitkultur in Europa kann nur ein aufgeklärter Humanismus ohne religiöse Dogmen sein.

Über den Schatten jedoch kann keine Sachsen-CDU je springen. Man kann der etablierten Politik wie auch den „Patrioten“ nur raten: Redet miteinander, ehe es zu spät ist.

Matthias Stark 15.08.2016 | 12:53

Den Toten wird ja leider so manches nachgesagt. Er hat den Respekt verdient, weil er wahrhaftig seine Welt beschrieb und zu dem stand, was er tat oder getan hat. Manch anderer wäre aufgrund der Anfeindungen längst umgefallen. Von Stolz war übrigens an keiner Stelle die Rede. Im Gegenteil, gerade weil er nicht stolz auf seine Rolle sein konnte, die er manchmal als Funtionär spielte, er also in keiner Weise unumstritten und sich dessen auch bewusst war, verdient er Respekt. Und als Schriftsteller hat er Bleibendes hinterlassen.

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