Oppala Guttenberg, aufpassen, hinfallen tut weh

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Die guten Umfragewerte von K.T. Guttenberg konnte ich persönlich nicht nachvollziehen, auch wenn mir aussagen wie "aber schneidig ist er schon" von einer eher zu Sozialdemokratie tendierenden Architektin aus meinem Bekanntenkreis schon zu denken gegeben hat. Die in der Presse verbreitete "Begeisterung an der Basis" für den Bundesminister konnte ich bei den mir bekannten CSU-Funktionären auch nie so wirklich feststellen. Vielleicht bejubeln sie ihn ja in den Hinterzimmern von Dorfwirtshäusern. Da bin ich nicht dabei, dazu kann ich nichts sagen.

Jedenfalls scheint es einige offene Rechnungen zu geben, denn immer öfter höre ich, K.T. habe versagt oder zu viel versprochen. Die Aussetzung der Wehrpflicht verzeihen ihm viele nicht, vom rechten Rand bis hin zu den Herz-Jesu-Sozialisten. Und sie bohren, wo jetzt das Geld für die Alten- und Pflegeheime kommen soll, dass man die fehlenden Zivildienstleistenden im Rettungsdienst spüre und überhaupt, warum braucht er jetzt mehr Geld in seinem Ressort als vorher, dabei wollte er doch sparen.

Jetzt merkt man, wie wenig mediengehypte Strahlemann doch in der CSU verdrahtet ist. Parteiintern hört man, Guttenberg sei einfach zu gierig und leide an Selbstüberschätzung. Ich warte nur noch darauf, dass ihn einer aus der dritten Reihe ein Bein stellt und hinterher ruft: "Oppala Guttenberg, aufpassen, hinfallen tut weh!" Darauf ein Kneitinger Dunkel. Prost!

08:58 26.01.2011
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

msuess

Eitelkeit... eindeutig meine Lieblingssünde. (John Miltion in "Im Auftrag des Teufels")
Avatar

Kommentare 2

Avatar
sachichma | Community
Avatar