Der Islam zu Streiks und Demonstrationen

Die goldene Regel - Eine Reihe von Streiks und Demonstrationen prägen aktuell das Bild speziell in Deutschland. Was lehrt der Islam dazu?
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Tagtäglich werden wir Zeuge von Protesten und Streiks in vielen Regionen der Welt, die gegen die Politik der Regierung gerichtet sind. Darüber hinaus wird in einigen Ländern der Welt sogar randaliert. Gewaltszenarien und Straßenschlachten mit der Polizei gehören in solchen Situationen dann zum Alltag, wie zuletzt in Baltimore.

Eigentum und Güter, die dem Staat oder Privatbürgern gehören, werden dabei beschädigt. Sie beanspruchen, aus Sorge und Liebe zum Land zu handeln, doch ist die Wahrheit, dass solche Taten nichts mit Liebe oder Loyalität der Nation gegenüber zu tun haben.

Es sollte in Erinnerung gerufen werden, dass selbst Streiks und Demonstrationen, die friedlich und ohne Rückgriff auf kriminelle Zerstörung oder Gewalt abgehalten werden, einen negativen Effekt erzielen können. Dies, weil selbst friedliche Proteste für die Wirtschaft des Landes häufig Verluste in Millionenhöhe verursachen. Unter keinen Umständen kann so ein Verhalten als ein Beispiel der Loyalität der eigenen Nation gegenüber erachtet werden.

Eine goldene Regel, die der Begründer der Ahmadiyya Muslim Jamaat, Hazrat Mirza Ghulam Ahmad (1835-1908), gelehrt hat, lautet, dass wir unter allen Umständen immer Gott, den Propheten sowie den Regierenden unserer eigenen Nation Gehorsam leisten sollen. Demzufolge gilt, dass selbst dort, wo es erlaubt ist, zu streiken und zu demonstrieren, die Proteste nur auf eine Weise ausgeübt werden sollen, die der Nation oder Wirtschaft keinen Schaden zufügen.

Nach der islamischen Lehre hat Gott alle Formen von Verrat und Rebellion verboten, unabhängig davon, ob sie gegen das eigene Land oder gegen die eigene Regierung gerichtet sind. Der Grund dafür liegt darin, dass Rebellion oder Aktionen gegen die Staatsgewalt eine Gefahr für den Frieden und für die Sicherheit des Landes darstellen.

Tatsache ist, dass dort, wo innerhalb des Landes Rebellion und Gegnerschaft aufbrechen, die Gegnerschaft außerhalb des Landes befeuert wird und Außenstehende ermutigt werden, Vorteile aus der binnenländischen Unruhe zu ziehen. Insofern kann die Illoyalität dem eigenen Land gegenüber weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen.

Unter Berücksichtigung all dieser Punkte erfordert die Loyalität zu seinem Land, Geduld walten zu lassen, Moralität zu zeigen und die Gesetze des Landes zu befolgen.

„Loyalität ohne moralische Werte ist genauso unmöglich, wie moralische Werte ohne Loyalität."

Seine Heiligkeit Mirza Masroor Ahmad

15:18 19.05.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Mubarez Mumtaz

Student an der Georg-August-Universität Göttingen. 20 Jahre. Blogger. Email: mubarezmumtaz@gmail.com
Mubarez Mumtaz

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