Muhammad - Prophet der Barmherzigkeit

Religionsfreiheit Der Prophet Muhammad wird von allen Seiten angegriffen, doch gerade Ihm ist es zu danken, Religionsfreiheit und Toleranz etabliert zu haben.
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Die Etablierung der wahren Religionsfreiheit und Toleranz durch den Propheten Muhammad

Ein sehr schöner und faszinierender Aspekt des Lebens des Propheten Muhammad ist, dass er das erste Mal in der Geschichte der Menschheit das wahre Konzept der Religionsfreiheit und Toleranz eingeführt und gleichzeitig jeglicher Unterdrückung und Zwang in Glaubensdingen ein Ende bereitet hat. Er hat darüber solch eine perfekte Lehre dargelegt und auch vorgelebt, dass es bis zum Weltuntergang für die dunkle Welt als Leuchtturm fungieren wird.

Das Leben des Propheten kann in zwei Lebensabschnitte eingeteilt werden. Ein Lebensabschnitt des Propheten war jenes, in dem er Unterdrückung erleiden musste, im zweiten Lebensabschnitt wurde ihm Erfolg, Ruhm und Einfluss zu Teil.

In beiden Lebensabschnitten hatte er sich gegen Unterdrückung und Zwang eingesetzt und somit durch sein Vorbild der Welt gezeigt, wie man Religionsfreiheit respektiert, was die Bedeutung der wahren Toleranz ist und wie wichtig es ist, für den Respekt der Menschen und Gewissensfreiheit bestrebt zu sein.

Es ist sehr bedauernswert, dass die Religion, welches die Würde der Menschen geschützt und in der wahren Form Glaubensfreiheit und Toleranz etabliert hat, und die großartige Person, die dieses vorgelebt hatte, von den Orientalisten des Zwanges und Unterdrückung beschuldigt wird.

Es ist ja zu erwarten, dass der Feind in dem Rausch seiner Feindschaft jegliche Vorwürfe anführt aber das zutiefst traurige ist, dass manche von denen, die sich zum Islam und Muhammad bekennen, durch Wort und Tat versuchen, diese Vorwürfe zu bestätigen.

Religionsfreiheit und Toleranz im Islam

In der Weltgeschichte wurde als erstes durch den Propheten die umfassende Religionsfreiheit und Toleranz bekannt gegeben. Der Koran besagt:

„Oh ihr Menschen höret! In der Religion und Glaubens Angelegenheiten darf es kein Zwang geben. Der Grund ist, dass die Wahrheit nunmehr deutlich unterscheidbar ist von Irrtum. Derjenige der wahrlich an Gott glaubt, hat so zu sagen eine starke Handhabe ergriffen, die kein Brechen kennt.“

Diese Bekanntmachung ist sehr klar und deutlich. Dadurch wird jeder Weg der Unterdrückung und Zwang blockiert.

Um Religionsfreiheit deutlicher zu machen, sagt Allah im Koran:

„Oh Prophet! Du sollst bekannt machen, dass die Wahrheit von deinem Herrn gekommen ist, also gibt es gar kein Anlass zu Zwang, denn Wahrheit bedeutet ja die Herzen zu überzeugen. Deswegen wird jedem Menschen die Freiheit gegeben zu glauben oder nicht zu glauben.“

An einer anderen Stelle heißt es:

„Oh ihr Menschen! Für euch euer Glaube und für mich mein Glaube.“

Der Islam hat nicht nur prinzipiell Religionsfreiheit bekannt gemacht, sondern hat sehr ausführlich dazu Stellung genommen. Wenn man dies zu Kenntnis nehmen würde, dann käme es gar nicht zur Unterdrückung und Zwang. Beispielsweise heißt es im Koran:

„Es gibt kein Volk zu dem kein Prophet Gottes gesandt wurde.

Das heißt, dass der Islam alle Gesandten aller Völker respektiert. Dadurch hat der Islam den Feindschaften zwischen den Religionen ein Ende bereitet und den Grundstein für die Liebe und Einheit der Weltreligionen gelegt.

Allah hat durch den Propheten bekannt machen lassen, dass niemand wegen religiöser Meinungsverschiedenheit angegriffen werden soll, niemand Reichtum erbeuten oder auf irgendeiner Art und Weise Schaden zufügen soll.

Der Islam gibt eine weitere Anweisung:

„Oh Muslime! Beleidigt nicht Gegenstände oder Wesen, die von den anderen Religionsangehörigen respektiert werden, weil als Folge sie Gott beschimpfen werden.“

Also lehrt der Islam auf einer Seite, dass man an die frommen Leute der anderen Religionen, die wahrhaftig waren, glauben soll und auf der anderen Seite lehrt es, die Sachen, die nicht wahr sind und man daran nicht glaubt, nicht zu beschimpfen, weil sonst Gefühle verletzt werden und als Reaktion die eigenen frommen Persönlichkeiten beschimpft werden.

An einer anderen Stelle heißt es:

„Oh Muslime! Ihr sollt alles für das Wohlgefallen Allahs tun und niemals die Gerechtigkeit aus dem Auge lassen. Die Feindseligkeit eines Volkes darf euch nicht zur ungerechten Handlung verleiten. Ihr sollt in jeder Situation gerecht handeln denn das ist Gottesfurcht.“

Welch eine schöne und umfassende Lehre hat der Islam über Religionsfreiheit und Toleranz gegeben, durch dessen Befolgung Frieden in der Welt etabliert werden kann.

Der Prophet Muhammad – eine Barmherzigkeit für alle Welten

Der Prophet Muhammad hat sein ganzes Leben nach dem Prinzip des Korans, dass es keinen Zwang im Glauben sein soll, gelebt.

Einmal sagte ein Jude zu einem Gefährten des Propheten, Abu Bakr: Ich schwöre auf Moses, der den höchsten Rang unter den Propheten hat. Als Abu Bakr es hörte, war er sehr empört, weil er seinen Propheten als den höchsten angesehen hatte. Dabei kam es zu einer kleinen Auseinandersetzung. Als der Prophet Muhammad es erfuhr, war er sehr verärgert darüber und tadelte Abu Bakr, weil das, was der Jude sagte, entsprechend seiner Überzeugung war und jeder das Recht auf Religions- und Meinungsfreiheit hat.

Diese Begebenheit geschah, als Medina eine islamische Regierung war und die Muslime Einfluss hatten. Trotz dessen hat der Prophet es als verachtend angesehen, jemanden wegen seiner Religion oder Überzeugung hart anzugehen.

Einmal kam eine christliche Delegation aus der Stadt Najran zum Propheten Muhammad in eine Moschee um mit ihm über die Göttlichkeit Jesu zu diskutieren. Während der Diskussion wurde es für Zeit für die Delegation, ihren Gottesdienst zu verrichten. Deshalb wollten Sie die Moschee verlassen. Daraufhin sagte der Prophet:

„Ihr braucht nicht raus zu gehen. Diese Moschee ist für die Anbetung Gottes gedacht, deswegen dürft ihr nach eurer Sitte beten.“

Anschließend wurde ein Abkommen mit den Christen aus Najaran gemacht.

  1. Es sicherte ihnen vollkommene Glaubensfreiheit zu
  2. Den Muslimen oblag für die Sicherheit ihrer Kirchen zu sorgen
  3. Keine Kirche durfte zu Schaden kommen noch einer ihrer Priester vertrieben werden.
  4. Auch durfte keines ihrer Rechte in irgendeiner Form beschnitten werden und keine der Christen durften dazu gezwungen werden, ihren Glauben zu ändern

Dafür stand der Prophet Muhammad mit seiner persönlichen Zusicherung ein.

Der Propheten vergibt seinen Feinden

13 Jahre lang wurde der Prophet und seine Gefährten aufs äußerste verfolgt. Sie wurden geschlagen. Sie wurden boykottiert, mussten hungern und verdursten. Sie wurden aus ihren Häusern vertrieben. Sie wurden beschimpft und wurden auf heißen Sand geschleift. Barbaren hetzten Hunde auf den Propheten, während auf ihn Steine geworfen wurden, bis er von Kopf bis Fuß mit Blut verschmiert war. Auch unter diesen unerträglichen Umständen verfluchte er keinen, sondern sagte:

„Oh Allah! Diese Leute wissen nicht, dass die Lehre, die ich ihnen bringe, die richtige ist. Sie denken, dass die Unterdrückung ein guter Akt ist, deswegen bitte ich dich oh Allah! Sei nicht zornig auf sie und bestraf sie nicht, vielleicht werden sie eines Tages in der Lage sein die Wahrheit zu erkennen.“

Kann jemand in solcher Lage so viel Güte aufzeigen? Ist es gerechtfertigt zu behaupten, dass solch ein gütiger Mensch durch Zwang und Schwert versucht hat den Islam zu verbreiten?

Als nach vielen Jahren der Prophet mit seinen Gefährten friedlich nach Mekka zurückkehrte, zitterten die ärgsten Feinde, weil sie zurück an die Zeit denken mussten, wo sie die Muslime Jahre lang verfolgten, und rechneten somit mit Revanche.

Aber der Prophet machte bekannt: „Oh Leute! Heute verzeihe ich euch eure Gräueltaten. Es wird weder eine Strafe für euch sein, noch werdet ihr Rache erfahren.“

Dies ist das Vorbild des Propheten, das seines gleichen sucht. Er hatte die Macht, alle Barbaren hinzurichten und Vergeltung zu verüben, aber er verzieh alle.

Mahatma Gandhi (1869-1948), Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, sagte:

„Ich wollte etwas erfahren über einen der Besten, welcher heute unbestritten Einfluss hat auf die Herzen von Millionen Menschen… Und ich gelangte immer mehr zu der Überzeugung, dass es nicht das Schwert war, welches in jenen Tagen für den Islam einen Platz gewonnen hat im Bauplan dieser Welt. Es war die strikte Einfachheit, die äußerste Selbstverleugnung des Propheten, die gewissenhafte Einhaltung seiner Versprechen, seine intensive Hingabe an Freunde und Nachfolger, seine Unerschrockenheit, seine Furchtlosigkeit, sein absolutes Vertrauen in Gott und seine eigene Mission. All dies und nicht das Schwert war das tragende Fundament und überwand jedes Hindernis. Als ich den zweiten Band (der Biographie des Propheten) abschloss, bedauerte ich, dass ich nicht noch mehr lesen konnte über dieses großartige Leben.“ (The Genuine Islam, Singapore, Vol. 1, No. 8, 1936, YOUNG INDIA)

23:51 21.01.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Mubarez Mumtaz

Student an der Georg-August-Universität Göttingen. 20 Jahre. Blogger. Email: mubarezmumtaz@gmail.com
Mubarez Mumtaz

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