Ein großer Tritt für Porsche

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Nach aktuellen Meldungen gab es im Stuttgarter Porsche-Werk einen Vorfall, der Investoren und Automobilhersteller in aller Welt gleichermaßen in Aufregung versetzt. Während die Konzernleitung immer noch um die Zukunft des Konzerns schachert und völlig auf finanzakrobatische Perspektiven fixiert ist, wurden im Hauptwerk in Stuttgart mit einem völlig unerwarteten Lösungsansatz Fakten geschaffen. Dort stehen nun alle Räder still. Der Zentralrechner des Sportwagen-Herstellers hat die computergesteuerte Fertigungsstraße selbständig abgeschaltet und die Belegschaft aufgefordert, alle Schraubenschlüssel fallen zu lassen und mit erhobenen Händen ihre Sozialräume aufzusuchen. Die Folgen für die Zukunft des Automobilbaus sind noch völlig unabsehbar.

Die Konzernleitung hat eine Nachrichtensperre erlassen, gleichwohl sind aber erste Einzelheiten über Ursache und Hergang der Selbstabschaltung durch den Zentralrechner bekannt geworden. Experten zufolge seien vermutlich Daten zusammengemischt worden, die normalerweise völlig getrennt gewonnen und verarbeitet werden. Dem Vernehmen nach seien große Datenmengen aus der Klimaforschung, der Technikfolgenabschätzung und der Unfallstatistik versehentlich oder gezielt von außerhalb in den Porsche-Rechner eingespeist worden. Nach einer blitzschnellen Auswertung der so verfügbaren Daten habe der Rechner kurzentschlossen und konsequent die Produktion von weiteren Sportwagen gestoppt.

„Das ist zwar ein großer Tritt für Porsche, aber immerhin ein kleiner Schritt für die Umwelt,“ so ein Beobachter. Vorstand und Betriebsrat sowie die gesamte Belegschaft stehen dem erzielten Durchbruch noch reserviert gegenüber. Sie sehen sich als Opfer einer höheren Intelligenz, manche glauben an einen Hacker-Angriff aus dem Umfeld von Christian Wulff oder an einen islamistischen Hintergrund. Sie werden von Betriebspsychologen versorgt.

Unterdessen läuten bei anderen Automobilherstellern die Warnglocken. Ein ähnlicher Vorfall wie der bei Porsche etwa bei VW oder BMW würde zu Milliardenverlusten führen. Die Bundesregierung plant schon Hilfsmaßnahmen und wäre sogar bereit, für jedes nicht hergestellte Auto eine Prämie zu zahlen.

18:37 17.07.2009
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