müslikind

"I arise in the morning torn between a desire to improve the world and a desire to enjoy the world. This makes it hard to plan the day." ~Elwyn Brooks White
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RE: Postgender? Damit sind die Piraten von gestern | 27.01.2012 | 17:13

Ich möchte darauf hinweisen, dass der Artikel abgesehen von einem einzelnen Zitat von Marina Weisband keinerlei Belege bringt für die vorgebrachte Position (z.B. wo "die Piraten" explizit Geschlecht als soziale Kategorie leugnen). Weder hat die Autorin offenbar das Parteiprogramm zur Geschlechter- und Familienpolitik gelesen (wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#Geschlechter-_und_Familienpolitik), noch hat sie sich mit der feministischen Diskussion innerhalb der Piratenpartei auseinandergesetzt (kegelklub.net/blog/).

RE: Achtung, Nachricht von Papa | 28.05.2010 | 02:54

Klar könnten die Kinder und Jugendlichen theoretisch ihr Geburtsdatum verstecken, aber warum sollten sie? Sie rechnen doch nicht damit, dass sie adoptiert sind und die leiblichen Eltern sie suchen! Sie wollen wahrscheinlich nur, dass Freunde ihren Geburtstag mitbekommen.

RE: Ich werde berühmt, dann stolpere ich über Fotos | 09.05.2010 | 02:57

Ich bin mir sicher, dass in 10 Jahren Facebook keine Rollen mehr spielen wird! Sonst wie immer gut! :-)

RE: Denkt uns das Internet? - Versuch eines Widerspruchs | 03.03.2010 | 01:20

Dass es neue Gesundheitsrisiken gibt, leugne ich nicht - damit beschäftige ich mich sogar ziemlich viel. Würde aber trotzdem sagen, dass die höhere Anzahl von Menschen, die auch immer älter werden auf deutlich verbesserte Lebensbedingungen schließen lässt. Heute sind viele Krankheiten (bei uns) harmlos, an denen unsere Vorfahren gestorben sind. An Allergien und Übergewicht sterben die Leute nicht. Selbst mit HIV und künstlichen Gelenken können sie ein relativ normales Leben führen und haben Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten. Das ist mir ehrlich gesagt lieber als im Kindbett, an einer Lungentzündung oder einem Blinddarmdurchbruch zu sterben. In einer früheren Zeit wäre ich vielleicht mit vier Jahren an Masern oder einer Folgeerkrankung gestorben. Das wäre vielleicht auch Schirrmacher und ein paar anderen hier erwähnten oder diskutierenden Personen passiert und diese ganze Diskussion würde nicht stattfinden...

RE: Denkt uns das Internet? - Versuch eines Widerspruchs | 03.03.2010 | 00:16

Seit einiger Zeit schenke ich dieser seltsamen Internet-Diskussion keine Beachtung mehr. Weil sie nicht relevant ist, dafür, wie ich das Internet nutze und was es mir nützt, was es mit meinem Leben macht und wie ich damit mein Leben gestalte. Ich lese viel, ich schreibe, ich nutze facebook, twitter, ebay, ich chatte und schreibe Mails. Viel mehr Dinge ließen sich aber aufzählen, die ich nicht im Netz tue, obwohl sie dort weit verbreitet sind.

"Ich denke, diese „Jetzigkeit“ ist nur eine von vielen Dimensionen des Internets."

Eben. Gelernter reiht Fetzen aneinander aber kommt nicht darauf, was das Netz für die Menschen bedeutet. Vielleicht weil es für jeden was anderes bedeutet. Weil sich nicht in einem einzigen Artikel erschöpfend behandeln lässt, was "das Internet" mit "uns" macht. Weil es unendlich viele Sachen mit der Gesellschaft und jedem Menschen macht.
Die verzweifelte Suche solcher Autoren nach der "richtigen" Interpretation der Jetztzeit oder der "richtigen" (und trotzdem unendlich aufregenden) Zukunftsprognose macht mich inzwischen müde.

RE: Denkt uns das Internet? - Versuch eines Widerspruchs | 03.03.2010 | 00:03

Den Gedanken mit dem Schießpulver finde ich interessant.
Aber das Internet (und vielen anderen Erfindungen) erscheint mir ungleich komplexer. Das Abwägen von Vor- und Nachteilen kann ich nicht als Erbsenzählerei betrachten, sondern (im Idealfall) als sachliche, differenzierte Auseinandersetzung. Wie soll man denn sonst überprüfen, ob etwas sinnvoll ist???
Außerdem weiß ich nicht, ob es in den genannten Kulturen tatsächlich keinen gesellschaftlichen Wandel gab (nur weil sie es nicht aufgeschrieben haben), ganz zu schweigen, ob dort "alles besser" war.
Offenheit für Neues als Problem für die gesellschaftliche Entwicklung darzustellen erscheint mir zweifelhaft. Dann müsste man ja im Grunde einen Großteil der Entwicklungen der letzten Jahrhunderte als Problem betrachten - trotzdem leben heute so viele Menschen so gesund und so lange wie nie zuvor. Ist das nicht ein gewisser Fortschritt? Klar haben sie dabei auch Probleme verursacht, aber bisher auch immer wieder soweit gelöst, dass das Überleben der Menschheit nicht gefährdet wurde.
Von Fehlern, die im Grunde positive Entwicklungen begleiten, würde ich nicht sprechen. Sondern von sehr komplexen Veränderungen, die unendlich viele Vor- und Nachteile haben, oft nur eine Frage der Perspektive. Eben Entwicklung. Es gibt keine "natürliche" und "gute" Lebensform der Menschen, Gesellschaften verändern sich immer.

RE: Wir sind alle Mörder | 28.02.2010 | 15:05

Ich bin absolut dafür. Aber ich bin überzeugt, dass das demokratische System bei uns noch nicht so optimal ist und dass dringend Verbesserungen nötig sind.
Wenn ich mir anschaue, dass unser Bundeskabinett nicht nach Kompetenz besetzt wird, sonder nach diffusen Machtregeln, dass politische Entscheidungen extrem kurzsichtig getroffen werden und dass die meisten Menschen sich nicht mit Politik befassen, finde ich, dass wir das alles nochmal überdenken müssen. Eine Stimme bei einer Abstimmung reicht nicht, es muss viel mehr Möglichkeiten geben, sich einzubringen und auseinanderzusetzen, damit die Leute den Sinn sehen und aktiv werden.

RE: Initiativbewerbung – zu Händen Herrn Dr. Guido Westerwelle | 18.02.2010 | 18:12

Genial!
Frage mich immer noch, woher das kommt, dass die meisten denken, wer arbeitslos ist, strenge sich nicht genügend an angesichts dieser Zustände: "Januar 2010: 3,62 Millionen Arbeitslose aber nur 457.000 offene Stellen bit.ly/cyB4vr" (heute getwittert von @juttarund)
Bin deshalb zu dem Ergebnis gekommen, dass man dem nur mit Humor begegnen kann, sonst müsste ich viel zu viel weinen. Hier mein Versuch: www.freitag.de/community/blogs/mueslikind/volksverhetzung-durch-volksvertreter-oder-sabrinas-verschwoerung

RE: Die größte Steuerlüge aller Zeiten | 13.02.2010 | 18:17

Ein super Artikel, mich beschäftigt diese HartzIV-Hetze auch sehr. Tatsächlich denkt inzwischen fast jeder, dass die Faulheit der HartzIV-Empfänger ein wesentliches Problem in unserer Gesellschaft ist und kaum jemand fragt nach den Ursachen der Armut. Werde demnächst auch was dazu schreiben.