Al-Aqsa-Moschee Teil 2

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Hinweis:

Für Hadithen (Überlieferungen) bedeutet der Fachausdruck sahih (wahr/authentisch) nicht „absolute Wahrheit“ und „sicher“ sondern „den Regeln und Kriterien entsprechend, die von Hadith-Autoritäten festgelegt wurden”.

Nach den Regeln und Kriterien der Hadith-Lehre werden Hadithen als sahih eingestuft,
wenn sie in einer geschlossenen Überlieferungskette von ausschließlich rechtschaffenen und genauen Überlieferern weitergegeben wurden und fern davon sind schādh (Die Überlieferung beinhaltet Abweichungen im Vergleich mit Überlieferungen gleichen Inhalts von glaubwürdigeren Überlieferern) und illa (Die Überlieferung enthält Fehler bzw. Mängel, durch die ihre Eindeutigkeit und Richtigkeit beeinträchtigt wird) zu sein.
Auch wenn man sagen kann, dass die Hadithen innerhalb dieser Regelungen als sahih gelten, kann man nicht sagen, dass diese Hadithen absolut korrekt sind und vom Prophet Mohammed stammen. Außerdem kann es sein, dass es Hadithen gibt, die einige Muhaddithen (Hadithwissenschaftler) als sahih einstufen, andere aber wiederum nicht.


Die Hadithwissenschaftler haben zu den Hadithen, die sie überliefert haben, keine „Textanalyse” durchgeführt. Das heißt, dass sie nicht darauf geachtet haben, ob die Überlieferungen dem Verstand, der Wissenschaft, dem Koran, der fitra (Natur des Menschen), der mutawatir sunna (Aussprüche und Handlungsweisen des Propheten Mohammeds, die von einer Vielzahl von Personen berichtet wurden) und der verbreiteten und einheitlichen Ansicht einer muslimischen Gemeinschaft entsprechen. Es hat sie nicht interessiert, dass Ereignisse, die jeder hätte hören und wissen müssen, nur von einer Person überliefert wurden. Sie haben nur die Kriterien, die in die Definition von sahih passen, in Betracht gezogen und darauf geachtet, ob die Überlieferungen diesen Überlieferungskriterien entsprechen.
Einige Glaubensangehörige haben leider den 143. Vers der Sure Al-Baqara (die Kuh), den 110. Vers der Sure Al-Imran (das Haus Imran), den 64. Vers der Sure Al-Anfal (die Beute), den 100. Vers der Sure Al-Tauba (die Buße), den 18. Vers der Sure Al-Fath (der Sieg) und den 8. Vers der Sure Al-Hashr (die Versammlung) den eigenen politischen Ansichten entsprechend verändert. Außerdem haben sie viele Hadithe erfunden und haben entschieden, dass man den Sahaben (Gefährten Mohammeds) hundertprozentig vertrauen kann.
Alle Sahaben wurden als fehlerlose, makellose und ehrliche Personen ohne Hintergedanken angesehen. Folglich wurde nicht darauf geachtet, dass einige von ihnen munafıq (Heuchler) waren. Sie hatten alle einen unantastbaren Status! Weil dem so war, traute sich auch niemand die Überlieferungen zu hinterfragen.

Dementsprechend wurde falschen und erlogenen Überlieferungen nicht nachgegangen. Es wurde einfach angenommen, dass „es schon seinen Sinn und Zweck haben wird und sicher richtig ist, dass seine Heiligkeit das so gesagt, so gemacht hat”. Obwohl der Mensch, in dem er so handelt, nicht ohne Schuld bleibt!
Weiterhin sollte nicht vergessen werden, dass sich unter den Sahaben auch einige in der islamischen Literatur als munafıq (Heuchler) bezeichnete Personen im Umfeld des Propheten Mohammed befunden haben. Man sollte nicht außer Acht lassen, dass wie in jener Zeitperiode jederzeit auch andere „Heiligkeiten” wie diese jede Art von Verrat und heimtückischen Feindseligkeiten ausüben konnten.
Im Endeffekt wurden wegen solcher Annahmen nicht nur einige Personen in ihren Bemühungen unterstützt, mit ihren erfundenen Lügen den reinen islamischen Glauben zu verfälschen, sondern es wurden auch ihr zu Unrecht erworbenes Ansehen und ihre illegalen Handlungen legitimiert. Diejenigen, die ihre Macht während der Zeit des Propheten verloren hatten, haben Jahre nach dem Tod von Prophet Mohammed auf diesem Weg ihre Rache genommen. Anstatt diesem Unsinn zu widersprechen und zu sagen, dass es „gelogen und falsch“ ist, haben die geistlichen Gelehrten dazu beigetragen, dass hunderte von neuen Lügen entstanden sind und weitere Fehler begangen wurden, nur um die erlogenen Geschichten zu rechtfertigen.

Nach diesem Hinweis können wir nun unsere Ermittlungen bezüglich der Frage, wo sich die im Koran beschriebene Al-Aqsa-Moschee befindet, mit den Überlieferungen fortsetzen.

Die Al-Aqsa-Moschee in den Überlieferungen

Wie zuvor erwähnt kommt der Name Al-Aqsa-Moschee nur in 3 Überlieferungen vor.

1. Überlieferung: Aus dem Buch Sahih Al-Bukhari, 21. Buch, 1. Kapitel, Hadith Nr. 1, 3. Band/1130

...Abu Huraira berichtete, dass der Prophet Folgendes befohlen hat: „Zum Beten dürft Ihr nur zu diesen drei Moscheen reisen: zur Al-Haram-Moschee, zur Moschee des Gesandten Allahs und zur Al-Aqsa-Moschee.”;


2. Überlieferung: Sahih Al-Bukhari, 21. Buch, Hadith Nr. 8:

...uns hat Shube von Abdulmelik ibn Umeyr erzählt. Er sagte: Ich habe es von Kazaa, der sich in der Obhut von Ziyad befindet, gehört. Er sagte Folgendes: Ich habe es von Abu Said al-Khudri gehört; er hat 4 Dinge vom Propheten überliefert, die mich einerseits sehr überrascht, andererseits aber auch erfreut haben. Der Prophet empfahl Folgendes: „Eine Frau sollte nicht alleine ohne ihren Mann oder nahen Verwandten auf eine zweitägige Reise gehen. Es ist verboten am ersten Tag des Ramadanfestes und an den vier Tagen des Opferfestes zu fasten. Nach diesen zwei Gebeten sollte man nicht beten: Nach dem Morgengebet bis zum Sonnenaufgang, nach dem Nachmittagsgebet bis zum Sonnenuntergang. Zum Beten sollte man nicht zu einer anderen Moschee als zu diesen Dreien reisen: Al-Haram-Moschee, Al-Aqsa-Moschee und meine Moschee (Prophetenmoschee).“
Nach den Feststellungen von Ezraki ist die Überlieferung seitens Shihab al-Zuhri, einem Schlossdiener, in die Welt gesetzt worden, um sich bei der damaligen Herrschaft einzuschmeicheln und deren Legitimität zu gewährleisten. Der Ausdruck des Propheten Mohammed „Nur für drei Moscheen gehe man auf Reisen: für Abrahams Moschee (Kaaba), meine Moschee und Salomons Moschee” wurde wie folgt geändert: „Nur für drei Moscheen sollte man auf Besuchsreise gehen. Diese sind: Al-Haram-Moschee, meine Moschee und die Al-Aqsa-Moschee” (Detailliertere Informationen finden Sie in Ezrakis Werken).
Obwohl diese beiden Überlieferungen eigentlich identisch sind, sind die Überlieferer unterschiedlich. Die erste Überlieferung ist von Abu Huraira, die Zweite von Abu Said al-Khudri. Unterschiedliche Überlieferungen von unterschiedlichen Überlieferern dieser Thematik sind von Shihab manipuliert worden. Unserer Meinung nach ist die angebliche Originalüberlieferung eine Erfindung. Denn im Koran gibt es viele Verse, in denen die Reise befohlen wird: Sure Al-Imran, Vers 137 (Das Haus Imrans), Al An’am (Das Vieh); 6, 11, Yusuf (Josef); 109, An-Nahl (Die Bienen); 36, Al-haǧǧ (Die Pilgerfahrt); 46, An- Naml (Die Ameisen); 69, Al-Ankabut (Die Spinne); 20, Ar-Rum (Die Römer); 9, 42, Fatir (Der Schöpfer); 44, Gafir (Der Vergebende); 21, 82, Muhammad (Mohammed); 10). Der Prophet Mohammed hätte niemals diese geistlichen Vorschriften verboten oder eingegrenzt.



3. Überlieferung
Die dritte Überlieferung kann in der von Prof. Ibrahim Canan übersetzten und in jedem Haushalt vorhandenen Enzyklopädie für Hadihte Al-Kutub-as-Sitta (die „Sechs Bücher“), Band 8, Seite 134 nachgeschlagen werden. (Diese Überlieferung kam mehrfach zu verschiedenen Themen bei Bukhari, Muslim, Tirmidhi, Nesai und İbni Mace vor):

Ibrahim Ibn Yazid et-Teymi berichtet: Mein Vater brachte mir am Rande der Eingangshalle zur Moschee den Koran bei. Immer wenn ich einen Vers im Koran laß, in dem der Begriff sadschda vorkam, warf mein Vater sich zum Beten nieder. Ich fragte ihn: „Liebster Vater, warum wirfst du dich auf den Boden nieder?”. Er antwortete: Ich hörte Abu Zarr RA - Allah sei ihm gnädig - Folgendes sagen: Ich fragte den Gesandten Allahs (Prophet Mohammed), welches die erste Moschee auf Erden war, die errichtet wurde. Er sagte: Die Al-Haram-Moschee (heilige Moschee). Ich fragte: und danach? Er antwortete: die Al-Aqsa-Moschee (die am weitesten entfernte Moschee). Ich fragte: Wie viele Jahre liegen dazwischen? Er sagte 40 Jahre und fügte dem hinzu: Der Erdboden ist für dich eine Moschee, deshalb verrichte dein Gebet dort, wo du dich zur Gebetszeit befindest, denn darin liegt die Tugend!

Diese Überlieferung stammt auch aus dem Buch „Kitabul Anbiya” von Sahih al-Bukhari, Hadith Nr. 40 und 98. Die Quelle ist wieder Abu Zarr, wobei die letzten Überlieferer unterschiedlich sind und in den dortigen Schriften der Name Al-Aqsa-Moschee vorkommt.

Der wichtigste Punkt, auf den man in dieser dritten Überlieferung achten sollte, ist, dass sich zwischen dem Bau der Al-Haram-Moschee und der Al-Aqsa-Moschee 40 Jahre befinden, was aus historischer Sicht nicht der Wahrheit entspricht.
Prophet Abraham lebte ca. 2000 v.Chr. (aus der türkischen Enzyklopädie Ana Britannica, B. 16, S. 234). Er errichtete die Al-Haram-Moschee (Sure Die Kuh, Vers 127). Prophet David herrschte in den Jahren 1000-962 v.Chr. (aus Ana Britannica, B. 9, S. 340). Danach erst herrschte der Prophet Salomon, der die Moschee erbauen ließ. Zwischen beiden Errichtungen müssten ungefähr TAUSEND, TAUSENDZWEIHUNDERT Jahre liegen. Hieraus ist ersichtlich, dass die in den Überlieferungen vorkommende Al-Aqsa-Moschee, nicht die Moschee sein kann, die seitens der Propheten David und Salomon in Jerusalem erbaut wurde. Außerdem erkennt man, dass die in der 3. Überlieferung in den Raum geworfene Zeit von 40 Jahren eine Erfindung sein muss. Auch wenn diese Erfindung aus den Überlieferungen so ausgelegt wurde, als wenn diese vom Prophet Mohammed stammen würde, ist es offensichtlich, wer diese in die Welt gesetzt hat.
In der Zeit, als der Koran niedergeschrieben wurde, und in den Jahren danach war die Moschee in Jerusalem bekannt unter dem Namen „Bait al-Maqdis”. Folglich wurde für die Moschee in Jerusalem in allen sahih (wahr/authentisch) Überlieferungen, die auf den Propheten Mohammed und auf seine Sahaben zurückgeführt werden, der Ausdruck „Bait-al-Maqdis“ verwendet.

1. Überlieferung: Aus der türkischen Übersetzung des Werkes al-kutub as-sitta (die sechs Bücher) von Prof. Ibrahim Canan, Band 17, Seite 95:

...Meymune RA, die vom Gesandten Allahs freigelassene Person, erzählt: Ich sagte „Gesandter Allahs (Prophet Mohammed), gib uns ein fatwa (Rechtsurteil) über Bait al-Maqdis!“ Er sagte Folgendes: „Das ist ein Versammlungsort des Jüngsten Gerichts. Gehet dahin und betet dort. Denn ein dort verrichtetes Gebet entspricht 1000 Gebeten, die ihr außerhalb dieses Ortes verrichtet.“
Ich stellte noch eine Frage: „Was soll ich machen, wenn ich nicht im Stande sein sollte, dorthin zu gehen?“ Er gab diese Antwort: „Spende Lampenöl, das sie für das Erleuchten dieses Ortes verwenden können. Jemand der dies tut, der ist so, als ob er dort gewesen sei.“



Hinweis: Diese Überlieferung enthält sehr viele Fehler. Da wir diese Überlieferung aber nur aus dem Gesichtspunkt des Themas „Bait al-Maqdis” betrachten, gehen wir ausschließlich auf die Punkte ein, die diese Thematik betreffen.

2. Überlieferung: Aus der türkischen Übersetzung des Werkes al-kutub as-sitta (die sechs Bücher) von Prof. Ibrahim Canan, Band 17, Seite 96

..Abdullah Bin Amr RA erzählt: Der Gesandte Allahs (Rasulullah) sagte Folgendes: „Als Salomon, der Sohn des Propheten David, den Bau der Moschee Bait al-Maqdis beendet hatte, bat er Allah um 3 Dinge: entsprechend Allahs Urteil, Urteile fällen zu können, eine Herrschaft, die nach ihm niemand weiterem zuteilwerden soll und diejenigen, die ausschließlich mit der Absicht zum Beten in diese Moschee kommen, sollen von all ihren Sünden befreit werden, so sündenfrei wie am Tag ihrer Geburt.” Danach sagte er: „Die ersten zwei Dinge wurden erfüllt, ich hoffe dies auch für das Dritte.”
Wie aus den oben genannten Überlieferungen zu erkennen ist, ist der Name der Moschee in Jerusalem zu der Zeit nicht Al-Aqsa-Moschee sondern Bait al-Maqdis.
Die sich in Jerusalem befindende Bait al-Maqdis-Moschee hat in der Geschichte des Islam eine sehr wichtige Bedeutung. Denn als der Prophet Mohammed bei seiner Auswanderung nach Medina betete um die Gebetsrichtung zu vereinheitlichen, wandte er sich in Richtung Bait al-Maqdis. Dieser Zustand dauerte lange an.


Überlieferungen, die die Gebetsrichtung nach Bait al-Maqdis betreffen

1. Überlieferung: Aus dem Buch al-kutub as-sitta (die sechs Bücher) durch Prof. Ibrahim Canan, Band 17, Seiten 26, 27

Al-Bara berichtet: Mit dem Gesandten Allahs haben wir 18 Monate lang in Richtung Bait al-Maqdis gebetet. Zwei Monate nachdem er in Medina eingetroffen war, wurde die Gebetsrichtung nach Kaaba geändert. Während der Gesandte Allahs (Rasulullah) sich beim Beten in Richtung Bait al-Maqdis wandte, hat er sein Gesicht sehr oft in Richtung Himmel gewendet. Allah wusste, was im Herzen des Propheten vorging, nämlich sein Wunsch die Gebetsrichtung nach Kaaba zu ändern. Eines Tages stieg der Engel Gabriel in den Himmel auf. Der Gesandte Allahs (Rasulullah) verfolgte mit seinen Augen den Engel beim Aufsteigen zwischen der Erde und dem Himmel. Er wollte wissen, was für eine Offenbarung er erhalten würde. In dem Moment hat der allmächtige und glorreiche Allah die Sure „Wir sehen, dass du dein Gesicht öfters zum Himmel wendest...” (Sure Die Kuh, Vers 144) niedergebracht. Als wir in Richtung Bait al-Maqdis gerade den zweiten Gebetsabschnitt (raka) des fardh (religiöse Verpflichtung für Muslime) beteten und in vorgebeugter Stellung (ruku) waren, kam ein Mann und überlieferte folgende Nachricht: „Die Gebetsrichtung hat sich in Richtung Kaaba geändert!” Sofort änderten wir unsere Gebetsrichtung, beteten weiter und vollendeten das Gebet. Der Gesandte Allahs fragte: „Oh Gabriel! Was wird mit den Gebeten, die wir in Richtung Bait al-Maqdis gebetet haben?“
Daraufhin offenbarte Allah folgenden Vers: Allah wird euren Glauben (die Gebete, die ihr in Richtung Bait al-Maqdis gebetet habt) nicht vergessen (Sure Die Kuh, Vers 143).



2. Überlieferung: Aus der türkischen Übersetzung des Werkes al-kutub as-sitta (die sechs Bücher) durch Prof. Ibrahim Canan, Band 2, Seite 154 (Dieser Hadith kommt viermal bei Bukhari, einmal bei Muslim und dreimal bei Tirmidhi vor):

...Al-Bara Ibn Azib berichtete: Als der Gesandte Allahs nach Medina kam, ging er zuerst zu seinen Vorfahren, die zu den Helfern (ansar) in Medina gehörten oder zu seinen Onkeln. Dann betete er sechzehn oder siebzehn Monate lang in Richtung Bait al-Maqdis. Aber er wünschte sich, dass die Gebetsrichtung in Richtung Kaaba wäre. Das erste Gebet, das er in Richtung Kaaba betete, war das Nachmittagsgebet (asr). Dieses Gebet betete der Gesandte Allahs mit einer Gruppe Gefährten (ashab) zusammen. Einer derjenigen, der dieses Gebet mit gebetet hatte, kam an einer Moschee vorbei, nachdem er den Ort verlassen hatte. Die Gemeinschaft in der Moschee betete und war gerade in der vorgebeugten Gebetsposition als der Mann zu ihnen sagte: „Ich schwöre euch, dass wir mit dem Propheten Mohammed in Richtung Kaaba gebetet haben”. Die betende Gemeinschaft drehte sich an der Stelle, an der sie sich befanden in Richtung Kaaba um. Den Juden gefiel es, dass die Muslime in Richtung Bait al-Maqdis beteten. Als die Gesichter sich in Richtung Kaaba wandten, missfiel dies den Juden. Die dummen Juden fingen an zu lästern. Danach wurde sofort dieser Vers herab gesandt: „Einige Dumme unter den Menschen...”(Sure Die Kuh, Vers 142-145)


3. Überlieferung: Aus der türkischen Übersetzung des Werkes al-kutub as-sitta (die sechs Bücher) durch Prof. Ibrahim Canan, Band 2, Seite 157

Ein weiterer Hadith, den Muslim und Abu Dawud von Enes überlieferten, ist wie folgt: Als sie in vorgebeugter Gebetsposition (ruku) ihr Morgengebet in Richtung Bait al-Maqdis verrichteten, kam ein Mann von Beni Seleme zu ihnen und sagte: „Die Gebetsrichtung (Kibla) hat sich in Richtung Kaaba geändert”. Zweimal wiederholte er diese Äußerung. Die betende Gemeinschaft änderte ihre Gebetsrichtung in Richtung Kaaba, als sie sich in der vorgebeugten Gebetsposition (ruku) befand.



4. Überlieferung: Aus der türkischen Übersetzung des Werkes al-kutub as-sitta (die sechs Bücher) durch Prof. Ibrahim Canan, Band 2, Seite 157 (Diese Überlieferung kommt auch bei Abu Dawud und Tirmidhi vor)

Ibn Abbas berichtet: Als der Gesandte Allahs die Gebetsrichtung in Richtung Kaaba im Einklang mit dem Gebot des Verses änderte, fragten die Muslime: „Oh Gesandter Allahs, was wird mit den Gebeten unserer Gebrüder und Geschwister, die in Richtung Bait al-Maqdis gebetet haben und jetzt nicht mehr am Leben sind?” Daraufhin wurde folgender Vers von Allah herab gesandt: „Wir haben die Gebetsrichtung, die du befolgt hast, nach Kibla gesetzt, um diejenigen, die dem Propheten folgen, von denen, die abtrünnig werden, zu unterscheiden... (Sure Die Kuh, Vers 143).
Wie man sieht, kommt die Moschee in Jerusalem in allen Überlieferungen mit dem Namen „Bait al-Maqdis” vor. Kein einziges Mal kommt sie in den Überlieferungen als Al-Aqsa-Moschee vor. Wenn die Al-Aqsa-Moschee, von der im Koran berichtet wird, wirklich die Moschee in Jerusalem sein würde, dann hätten als erstes der Prophet Mohammed und dann alle Muslime entsprechend dem 1. Vers der Sure al-isra (Die Nachtreise) für die Moschee in Jerusalem den Ausdruck „al-Aqsa“ verwendet und den Namen „Bait al-Maqdis“ gar nicht in den Mund genommen.



Obwohl dies die Wahrheit ist, haben diejenigen, die zu den oben genannten Überlieferungen Auslegungen, Erläuterungen und Anmerkungen verfasst haben, verschiedene willkürliche Erklärungen vorgeschoben, um die in den Überlieferungen entstandenen Widersprüche zu kaschieren. Diese meist lächerlichen Interpretationen können sie in den Originalbüchern oder ihren Übersetzungen nachlesen.

Verfasser: Hakkı Yılmaz

Übersetzerin: Zuhal Flesch

Mustafa Çelebi

20:17 14.12.2010
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Geschrieben von

Muhabbetci

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du. (Ghandi)
Muhabbetci

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