Ist Jesus Gott? Teil 1

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Hat Jesus je behauptet Gott zu sein?
Hat er je gesagt er wäre Gott?
Hat er je gesagt: "betet mich an?"


Wenn wir diese Fragen stellen, müssen wir eingestehen das nirgends in der Bibel, Jesus je gesagt hat: "Ich bin Gott" oder "Betet mich an!
Weder in den 66 Büchern der Bibel noch in den 73 Büchern der Römisch Katholischen Kirche.
Nirgends gibt es eine klar formulierte Aussage Jesu, wo er das gesagt haben könnte.
Natürlich könnte ich mich vielleicht geirrt haben und jemand wäre so freundlich mir einen Vers aus der Bibel zu bringen, wo Jesus das gesagt haben soll.
Eine einfache klare Aussage, würde mir schon reichen.http://socraticquestions.files.wordpress.com/2009/01/james_caviezel_jesus.jpg

Der einzige Unterschied zwischen Moslems und Christen ist die Frage ob Jesus Gott sei oder nicht.
Moslems glauben an seine Wundertätigkeiten, auch daran das er von einer Jungfrau geboren worden ist und auch daran das er Tote zum Leben erweckt hat.
Der einzige Unterschied zwischen Moslems, Juden und Christen ist die Göttlichkeit Jesu.
Juden glauben auch nicht an die Trinität!

Niemand hat bis jetzt eine einzige klare Aussage gebracht, aus dem Munde Jesu, wo er gesagt haben soll : "Ich bin Gott" oder "betet micht an".

Das einzige was man vorführt ist die Offenbarung, wo vermutet wird das dies die Worte Jesu seien. Die Offenbarung ist aus der Feder eines Mannes entstanden (Johannes) der einen Alptraum hatte. In welchem er Visionen von Tieren mit Augen am ganzen Körper und Augen auf Hörnern hatte.
In diesem Buch eben hört er eine Stimme sagen "Ich bin Alpha und Omega" (der Erste und der Letzte).1
Wenn dieser Spruch für die Göttlichkeit Jesu reichen soll, na dann gute Nacht!
Die Antwort darauf werde ich später, bei dem Hohepriester Melchisedek geben.

Aber lassen sie uns die Worte Jesu analysieren.
Was sagte Er und was hat die Kirche daraus gemacht!

Die Trinität
Die Idee der Trinität worauf die Christen glauben entstand streng genommen viel später ( einschliesslich der Anglikaner, die Römisch Katholische, die Lutherische, die Methodistische u.s.w glauben daran).

Im Katechismus der Kirchen sagen sie: "Der Vater ist Gott, der Sohn ist Gott und der Heilige Geist ist Gott, aber es sind nicht drei Götter sondern nur ein Gott"!?

Also könnten wir das auch so ausdrücken, damit man es (vielleicht) besser versteht.
"Der Vater ist Allmächtig, Der Sohn ist Allmächtig, der Heilige Geist ist Allmächtig, aber es sind nicht drei Allmächtig sondern nur einer ist Allmächtig!"

Natürlich geht es noch weiter, sie sagen " Der Vater ist eine Person, der Sohn ist eine Person und der heilige Geist ist eine Person, aber es sind nicht drei Personen sondern nur eine Person"!?

Da fragt man sich wirklich was die geraucht haben?!
Person + Person + Person = 1 Person?
Es ist wirklich sehr verwirrend und die Logikzentren des Gehirns rebellieren dagegen.
Was ist eine Person?
Wenn hier eineiige Zwillinge wären und man könnte sie in keinster Form unterscheiden. Sie wären also in allem gleich und wenn einer von den Brüdern einen Mord begehen würde, könnten wir den anderen Bruder dafür auch einsperren? Nein.., und wenn ich sie fragen würde:" Warum nicht?", würden sie antworten " Hey, das sind doch zwei verschiedene Personen." und sie hätten Recht damit.
Was macht sie zu verschiedenen Personen obwohl sie gleich aussehen? Richtig, ihre Persönlichkeit.
Wenn die Persönlichkeit anders ist, dann ist das auch eine andere Person.

Und wenn sie rufen:" Mein Vater" dann meinen sie nicht den Sohn? Wenn sie rufen:" Der Sohn" dann meinen sie nicht den heiligen Geist.
Aus diesen drei mentalen Bildern werden sie niemals imstande sein ein einziges Bild zu machen. Es werden immer drei bleiben, ausser sie werden wirr im Geist oder der Verstand lässt nach.

Aber nicht alle im Christentum waren mit der Trinität einverstanden. Der Arianismus akzeptierte dies nicht und wurde von der Kirche als Ketzer verurteilt. Im Konzil von Nizäa war ein Mann der die Wesensgleichheit Jesu mit dem Vater nicht akzeptierte und auch sehr viele Anhänger hatte.

Seine Lehre war zusammengefasst:

* Der Vater allein ist Gott.
* Gott hat die Welt nicht direkt erschaffen, sondern durch einen Mittler, den Logos (= das Wort), der selbst geschaffen wurde, um die Welt zu schaffen, nach der Lehre des Juden Philo von Alexandria.
* Der Sohn Gottes ist präexistent, vor aller Zeit und vor der Welt, ist ein Wesen zwischen Gott und der Welt, das perfekte Abbild des Vaters.
In einem metaphorischen Sinn kann er als Gott bezeichnet werden. Aber er ist eine Kreatur, die erste Kreatur Gottes. Er ist geschaffen, nicht aus dem gleichen Wesen wie der Vater, sondern aus dem Nichts, durch den Willen des Vaters, vor aller vorstellbaren Zeit, aber dennoch in der Zeit. Er ist daher nicht ewig, und »es gab eine Zeit, als es ihn nicht gab«. Ebenso sind seine Macht, seine Weisheit und sein Wissen begrenzt.

Die arianische Lehre fußt auf einer Interpretation des von Origenes vertretenen Subordinatianismus:

„Wenn der Vater und der Sohn zwei Personen sind, dann verstieße man gegen das Monotheismusgebot, wenn man annähme, dass Vater und Sohn vom gleichen Wesen seien, denn dann hätte man zwei Götter; andererseits kann es sich aber nicht um eine Person handeln, denn das wäre der gleichfalls schon verurteilte Modalismus.“2



Der Arianismus wurde als Irrlehre abgetan und ihre Anhänger später verfolgt. Im Konzil von Nizäa einigte man sich auf die Trinitäts-lehre und so blieb es dann auch bis heute.
Das Kaiser Konstantin dabei eine sehr große Rolle gespielt hat und die Trinität durchgesetzt hat, akzeptiert und weiss jeder Gelehrte. Ohne Kaiser Konstantin würde es wahrscheinlich keine Trinitätslehre geben, viel wahrscheinlicher hätte sich der Arianismus durchgesetzt.

Weiter zuTeil 2

Quellen:
1)Kap. 22,13
2) Wikipedia
3) Ahmet Deedat
4) L. ABRAMOWSKI, Nicänismus und Gnosis im Rom des Bischofs Liberius : der Fall des Marius Victori-
nus, in: Zeitschrift für antikes Christentum 8 (2004)

Bild: James Caviezel als Jesus aus dem Film " Die Passion Christi"

15:01 17.12.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Muhabbetci

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du. (Ghandi)
Muhabbetci

Kommentare 183

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