Völkermord: Ja oder Nein?

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Der türkische Regierungschef Erdogan wirft Sarkozy "Hass gegen Muslime und Türken" vor und der türkische Botschafter verlässt Paris.

Die Frage was nun genau im 1. Weltkrieg zwischen Armeniern und der damaligen Türkei passiert ist, erhitzt die Gemüter in Europa.
Jedes Land, die eines Völkermordes beschuldigt wurde hatte eine Gerichtsverhandlung wo man versuchte eindeutig zu beweisen dass es entweder ein Völkermord gab oder nicht. Jedes Land...? Nein! Bis heute gab es keine Verhandlung darüber wie und was genau der Türkei eigentlich nun vorgeworfen wird. Denn wenn einem ein Mord vorgeworfen wird, dann erwartet man auch das man mit einem fairen Prozess rechnen kann.http://www.flags.de/flaggen-fahnen/Armenien/Freundschaftspins-Armenien-Tuerkei.jpg
Lassen sie uns die Beweise anschauen um einen Urteil zu fällen:

Seit Jahren erklärt sich die Türkei bereit; die Geschichte von einem unabhängigem Historiker-Gremium untersuchen zu lassen. Dafür braucht Armenien nur ihre Archive zu öffnen wie es auch die Türkei getan hat, doch aus unerklärlichen Gründen lehnt Armenien das ab. Warum eigentlich? Man müsste doch meinen die Armenier würden eine unabhängige Untersuchung begrüßen.

Lepsius ein Lügner!
Die Hauptquelle für den Vorwurf eines Völkermordes an den Armeniern ist der deutsche Missionar Johannes Lepsius. 1919 veröffentlichte er Dokumente, die den Völkermord belegten, aber an vielen Stellen manipuliert und verfälscht waren. Aber auch die Rolle Deutschlands an der Armenierfrage hat Lepsius gern verschwiegen. Historisch eindeutig bewiesen ist unter anderem, dass Lepsius für das Deutsche Reich Spionage betrieben hatte und keineswegs der unschuldige Missionar gewesen ist, wie er lange Zeit fälschlicherweise dargestellt wurde Kurz gesagt; er gilt unter Historikern als nicht glaubhaft und sollte mit Vorsicht zur Rate gezogen werden.

Die Bey-Dokumente
Auch die sogenannten "Andonian-Dokumente" (Die Bey-Memoiren) wird von vielen Experten als Fälschungen angesehen.

Yves Ternon (1989): „Sie sind wahrscheinlich authentisch

Michael M. Gunter (1989): „Die Arbeiten von Mevlanzade Rifat und Andonian sind notorische Fälschungen.“

Andrew Mango (1994): „zweifelhaft dem osmanischen Kriegszeit-Innenminister Talaat Pascha zugewiesene Telegramme

Klaus Kreiser (1996): „Talat-Paşa-Telegramme. Gefälschte Telegramme des osman. Innenministers und führenden Mitglieds des jungtürkischen Triumvirats.

Guenter Lewy (2005): „Es ist klar, dass die Kontroverse über die Authentizität der Naim-Andonian-Dokumente nur dadurch gelöst werden wird, indem relevante osmanische Dokumente entdeckt und publiziert werden und das wird womöglich niemals geschehen. Bis dahin, würde ich argumentieren, dass Orels und Yucas äußerst sorgfältige Analyse dieser Dokumente genügend Fragen über ihre Echtheit aufgeworfen hat, um ihre jedwede Verwendung in einer seriösen wissenschaftlichen Arbeit unakzeptabel zu machen.

Heute geht man davon aus dass diese Dokumente Fälschungen sind und daher als Beweismaterial für ein Völkermord nichvon bedeutung sind.

Der britische Historiker
Dann hat man noch die Quelle des britischen Historikers Dr. Arnold Toynbee und sein Buch "Blue Book". Doch auch dieser wurde als Lügner entlarvt und wird seitens seriöser Historiker nicht mehr als Beweis zugelassen. Aber auch er selbst hat in seiner Biographie rückblickend zugegeben, dass seine Einseitigkeit ein" Verrat an der historischen Wahrheit" und dass er "den Türken gegenüber ungerecht war".

Die Frage bleibt weiterhin offen...

Das auf beiden Seiten Fehler gemacht und Menschen getötet wurden kann und sollte natürlich niemand abstreiten. Doch wurde bewusst ein Volk massakriert und wollte man Armenier ein für alle mal vernichten?
Diese Frage scheint Frankreich für sich beantwortet zu haben obwohl ich nicht verstehe warum Sarkozy die Armenierfrage für seine politischen Ziele instrumentalisiert. Selbst der Bruder des getöteten Hrant Dink sagte der türkischen Presse, das er gegen diese Art der Instrumentalisierung wäre und dies niemals unterstützen wird. Das von den 500 Abgeordneten der französischen Nationalversammlung, bei der Abstimmung nur knapp 50 anwesend waren sollte vielleicht auch zur Sprache gebracht werden.

Wenn sie der Angeklagte wären
Sie sind angeklagt einen Mord begangen zu haben. Es kommt heraus, die Beweise sind gefälscht, die Zeugen lügen, andere Beweise die sie entlasten könnten werden vorenthalten und obwohl kein Richter bereit ist über sie zu Urteilen, sollen sie die Todesspritze bekommen.

Bei allem nötigem Respekt vor den Opfern, bei so vielen Täuschungen, gefälschten Beweisen, manipulierten Zeugenaussagen ist es mir nicht möglich den Völkermord anzuerkennen.
Die beste Losung wäre doch ein unabhängiges Experten Team mit dieser Sache zu beauftragen, alle Fakten auf den Tisch zu legen und sich dem Urteil dieser Experten zu beugen.
Ich kann nicht behaupten dass es keinen Völkermord gab aber auch nicht dass es einen gab!

Mustafa Çelebi

Bild

Quellen:

Gust, W., Vorwort zu den Manipulationen

Gust, W., Magisches Viereck - Johannes Lepsius, Deutschland und Armenien

The Memoirs of Naim Bey

Wer manipulierte die Dokumente in „Deutschland und Armenien“?


Cem Özgönül

Da ich keine Lust mehr habe mich immer wieder zu wiederholen, habe ich beschlossen die wichtigsten Punkte, hinsichtlich der Manipulation zusammen zufassen. Dabei habe ich sowohl einen Genozidverfechter (Gust) wie auch einen Leugner zu rate gezogen.

NACHTRAG :

Jeder, der über den Völkermord an den Armeniern arbeitet, kennt das Standardwerk „Deutschland und Armenien 1914-1918- Sammlung diplomatischer Aktenstücke“ von Johannes Lepsius. Es enthält neben einem redaktionellen Teil von Lepsius selbst insgesamt 444 Akten des deutschen Auswärtigen Amts zum Thema Völkermord 1915/16 und seine Folgen sowie zum Vormarsch der türkischen Armee in den Kaukasus und den damit verbundenen weiteren enormen Verlusten des armenischen Volkes.


...Der andere Haken der Lepsius-Dokumente ist, daß ein großer Teil der veröffentlichten Akten nicht den Originalen entspricht....

...Ich möchte besonders auf die Frage eingehen, wer diese Manipulationen vorgenommen hat. Die Verantwortung für die Authentizität der Dokumente hat - in seinem Vorwort - ausdrücklich Lepsius übernommen, und er tat es wohl mit gutem Gewissen. Nur hat er sich damit einen Bärendienst erwiesen. Um das Ergebnis unserer Forschungen vorweg zu nehmen: Nicht Lepsius hat die wichtigsten Manipulationen vorgenommen, sondern das deutsche Auswärtige Amt. Und das Kuriose an der ganzen Sache ist: Lepsius hat – fast – nichts davon gemerkt....

Da die von Lepsius verwendeten Abschriften nicht mehr vorhanden sind, war die für uns entscheidende Frage nun, ob diese Kopien für Lepsius etwa manipuliert worden waren. Die Antwort findet sich in dem vor kurzer Zeit von Professor Goltz als Mikrofilmedition herausgegebene Lepsius-Nachlaß. Denn dort befindet sich eine ganze Reihe von Dokumenten des Auswärtigen Amts, die wir größtenteils kannten. All diese Schriftstücke waren ohne Ausnahmen Abschriften. Ein Vergleich dieser Abschriften mit den Originalen ergab nun, daß viele von ihnen manipuliert worden waren – und zwar nach dem gleichen Schema wie die von Lepsius herausgegebenen Akten.

...Trotzdem veröffentlichte er die Dokumente in der vom Auswärtigen Amt verfälschten Form...

Das Auswärtige Amt hatte für das Dokumentenwerk eine eindeutige politische Zielvorgabe: Es sollte Deutschlands Ausgangslage bei den anstehenden Friedensverhandlungen in Paris, die schließlich in den Versailler Verträgen mündeten, in einem für Deutschland günstigen Sinn beeinflussen. Denn während des ganzen Krieges hatten besonders die angelsächsische und französische Presse, aber auch Politiker immer wieder Deutschland beschuldigt, den Völkermord an den Armeniern mitverantwortet, wenn nicht initiiert zu haben. Diese Anschuldigungen sollten durch die Herausgabe der Akten widerlegt werden. Der bekannte Armenierfreund Johannes Lepsius sollte dafür bürgen, daß diese Botschaft im Ausland auch ankam.


Auch Lepsius war klar, daß sein Werk in erster Linie der politischen Werbung dienen müsse. „Der grössere Teil ist ja zur Verbreitung zu Propagandazwecken bestimmt“ schrieb Lepsius-Sekretär Richard Schäfer im Juni 1919 über die Verwendung der gedruckten Bände. Für das Auswärtige Amt sollte einzig die „Frage der deutschen Schuld“, wie Göppert sie nannte, genauer ihre Zurückweisung durch die von Lepsius zu veröffentlichen Dokumente, der Hauptzweck der Veröffentlichung „Deutschland und Armenien“ sein. Das sah auch Lepsius so. Er habe den Grundsatz befolgt, schrieb er später, „bei der Auswahl nur den Zweck der Entlastung Deutschlands von türkischen und internationalen Verleumdungen im Auge [zu] behalten“.

Lepsius selbst beschrieb seine Aufgabe in dem Brief so: „Es war eine Kunst zwischen den vier Fronten, Entlastung Deutsch­lands, Belastung der Türkei, Reservebedürftigkeit des Amtes und Vertrauensgewinnung der Armenier“.


Und in der Praxis hieß das, daß alle Akten-Stellen, in denen die Deutschen kompromittiert werden, aus den Dokumenten herausgenommen werden mußten.

Eine Verwicklung deutscher Offiziere in den internen Kampf gegen die Armenier beschrieb beispielsweise Scheubner-Richter, als er aufgefordert wurde, mit seinen Leuten gegen ein armenisches Dorf vorzugehen, was er unter Ausreden vermeiden konnte. Allein die Tatsache, daß deutsche Offiziere die Möglichkeit zu solchen Eingriffen hatten, war Göppert & Co offensichtlich unangenehm und sie strichen die entsprechenden Passagen.

Außenpolitisch schädlich mußten für das Auswärtige Amt auch die häufigen rassistischen Äußerungen deutscher Diplomaten sein und Ansichten, die klar auf einen deutschen Weltmachtanspruch zielten. Sie alle fehlen nicht nur in den in „Deutschland und Armenien“ veröffentlichten Dokumenten, sondern auch in den Abschriften des Lepsius-Archivs - sie sind folglich bereits vom Auswärtigen Amt vorgenommen worden.

Auch sind Äußerungen von Armeniern gestrichen worden, die Verfolgungen der Armenier sei nur deshalb möglich gewesen, weil die Deutschen sie stets gedrängt hätten, sich loyal zur türkischen Regierung zu verhalten.


Auch andere Streichungen gehen auf das Konto von Lepsius, was aus den handschriftlichen Aufzeichnungen hervorgeht. So notierte er ausdrücklich den Ort Fundadjak, in dem die armenische Bevölkerung sehr wahrscheinlich mit deutscher Hilfe zusammengeschossen worden war. Dieser Ort ist in dem von Lepsius in „Deutschland und Armenien“ veröffentlichten Dokument 193 nicht mehr vorhanden.


Als Belgien einverleibt worden war, hielt Lepsius im Oktober 1915 einen vertraulichen Vortrag vor ausgesuchten Journalisten der Berliner Presse. Über diesen Vortrag fertigte die Redaktion der ”Magdeburgischen Zeitung” ein nicht veröffentlichtes Protokoll an. ”In der Besprechung”, hieß es dort, ”wurde die grosse Gefahr für unser Wirtschaftsleben und für unseren Zukunftsplan Antwerpen-Bagdad hervorgehoben. Der Türke ist, wie ja bekannt, ein Nichtstuer, deshalb spielen Andere in seinem Lande solche Rolle, dass er sich dabei nicht wohl fühlt; aber er kann sie doch nicht ersetzen und das ist für uns wichtig. Die Armenier sind die geschäftstüchtigsten Elemente gerade an der anatolischen und Bagdadbahn, oder sie waren es.” Lepsius fand die Einverleibung Belgiens völlig normal und erweiterte Berlin-Bagdad flugs auf Antwerpen-Bagdad.


Das Fazit Littens zu seinem langen Bericht war vom Auswärtigen Amt fast auf die Hälfte zusammengestrichen, was Lepsius ganz offensichtlich nicht bemerkte. In dem Teil, in dem Litten vorschlug, die Armenier, statt sie verhungern zu lassen, besser zum Straßenbau einzusetzen, strich das AA den Satz: „In Persien tragen unsere Landsleute ihre Haut zu Markte und warten mit leeren Patronengurten sehnlichst auf die Munition, die bei den jämmerlichen türkischen Etappenverhältnissen irgendwo zwischen Konstantinopel und Bagdad in einer überverstopften Etappe festliegt“. Nicht gestrichen hatte das AA eine andere Passage viele Seiten zuvor, in der Litten von 20 Ochsenwagen berichtete, die mit Frauen, Kindern und Hausrat beladen waren und dann anmerkte: „Könnte man die Wagen nicht besser für Munitionstransporte gebrauchen?“. Diesen Satz, das geht eindeutig aus der Kladde hervor, strich nunmehr Lepsius. Die Kriterien des Auswärtigen Amts und die von Johannes Lepsius für Manipulationen dieses Dokuments waren also identisch.


...Trotzdem trauten die Verantwortlichen des Auswärtigen Amts Lepsius offensichtlich nicht so ganz und manipulierten lieber selbst....


In Wahrheit verfolgte das Reich im Kaukasus eine knallharte Wirtschafts- und Militärpolitik, wie die Originale belegen. Hauptziel war der Zugriff auf die Rohstoffe der Region, besonders das Erdöl von Baku. Die Armenier spielten für die Deutschen deshalb eine Rolle, weil sie in Baku das Sagen hatten, also mußten die Deutschen auf sie Rücksicht nehmen.


Im Dokument 436 zum Beispiel sorgt sich der Leutnant Eisenmann, der deutsche Vertreter in Jerewan über das Schicksal armenischer Gefangener. Das tat er in einem Nebensatz in der Tat. Hauptsächlich aber zieht er in kaum zu überbietender Arroganz über die Armenier her. Er tut seine Meinung kund, das armenische Volk sei "genau so ungebildet, roh und brutal wie die von den Armeniern stets so niedrig eingeschätzten Tataren". An anderer Stelle schildert er die Armenier als "unzuverlässig und faul", außerdem gäbe es unter ihnen "keine wirklich und allgemein Gebildete in unserem Sinne". Wegen ihrer "angeborenen Trägheit" seien sie "kulturellen Fortschritten nicht zugänglich".


Im Dokument 419 scheint die Sorge um die Armenier im Vordergrund zu stehen, wenn Hindenburg sich „als Christ für die Errettung von 500000 Glaubensgenossen vom sicheren Hungertod“ einsetzt. In Wahrheit ging es auch hier ums Erdöl aus Baku. „Als Gegenleistung werden sich von den in Baku befindlichen Armeniern voraussichtlich Zugeständnisse auf dem Gebiet der Öllieferungen aus den Bakuer Vorräten erreichen lassen“, hatte Hindenburg geschrieben und das AA in der Aktensammlung gestrichen.

(aus der Feder eines Pro-Armeniers und eines Pro-Lepsius./Wolfgang Gust)

Nachtrag 2:

Özgönül versucht zu beweisen, dass die (nach Özgönül durch Lepsius selbst) vorgenommenen Manipulationen an den Dokumenten nicht nur zur Kaschierung der deutschen Beteiligung entstanden wären (wie zuvor schon u.a. Wolfgang Gust erklärt hatte), sondern geht noch einen Schritt weiter, indem er behauptet, dass Lepsius nicht nur zu Gunsten der Deutschen, sondern auch zu Gunsten der Armenier die Dokumente manipuliert hätte.

Diese Behauptungen sind laut Özgönül für jedermann nachvollziehbar, der die Originaldokumente des Auswärtigen Amtes mit der Quellenedition von Lepsius vom Jahre 1919 (Deutschland und Armenien 1914-1918: Sammlung diplomatischer Aktenstücke) selbst vergleicht. Die Akten des Auswärtigen Amts Berlin zum Themenkomplex sind die Mikrofiche-Nr. 7086 bis 7204 (Akte: Türkei 183) und die Mikrofiche-Nr. 7205 bis 7270 (Akte: Botschaft Konstantinopel - Armenien).

Dass es Manipulationen in der Quellenedition von Lepsius gibt, ist unumstritten. Auch Wolfgang Gust hat darüber schon berichtet. Strittig ist der Grad der Manipulationen. Allerdings schreibt Özgönül Bezug nehmend auf die Schrift Magisches Viereck von Gust schon in seinem Buch auf Seite 116: wer aber die Originale mit der Lepsius-Edition vergleicht, wird sehen, das eben nicht nur zu Gunsten der Deutschen manipuliert wurde, sondern ebenso zugunsten der Armenier.

Auf der großen dreitägigen Konferenz Neue Ansätze in den türkisch-armenischen Beziehungen (2006) in Istanbul, auf der neben Gegnern und Infragestellern der Genozid-Auffassung auch drei Wissenschaftler, die die Ereignisse klar als Genozid klassifizieren teilnahmen, trat Özgönül als zweiter Historiker (nach Wolfgang Gust) in der Geschichte der Genozidforschung auf, der die deutschen Originaldokumente des Auswärtigen Amtes mit den Versionen in der Quellenedition verglichen hat, die 1919 von Johannes Lepsius veröffentlicht wurde, und als erster Historiker, der behauptete pro-armenische Manipulationen thematisiert hat. (Gust hatte nur die pro-deutschen Manipulationen thematisiert.) Ara Sarafian, einer der gegenwärtigen Genozidverfechter, sagte während der Konferenz den türkischen Historikern zu, in Zukunft gemeinsame Projekte zu machen. Hilmar Kaiser, ein weiterer Genozid-Verfechter auf der Konferenz, hat Özgönüls Thesen nicht widersprochen.

Boris Kalnoky sprach im März 2006 in der deutschen Tageszeitung Die Welt von einer möglichen "Trendwende in der Debatte über den Genozid an den Armeniern", die Özgönüls Buch herbeiführen könne, wenn es einer kritischen Prüfung standhalte. und nannte es als wohl das beste Werk in deutscher Sprache, das die türkischen Argumente synoptisch zusammenfaßt.

(Hervorhebungen sind von mir)

Nachtrag 2:

Es ist sehr interessant festzuhalten, dass seit 1925 180 türkische und nur 12 ausländische Forscher in den osmanischen Archiven über das armenische Thema recherchiert haben, und das, obwohl über dieses Thema zahlreiche Publikationen veröffentlicht und zahlreiche, miteinander konfligierende Meinungen geäußert wurden und die Zahlen im Zusammenhang mit den Ereignissen diskutiert werden. Bei den 12 ausländischen Forschern handelt es sich um jeweils vier Amerikaner und Iraner, jeweils einen Deutschen, Engländer und Bulgaren, sowie um einen Aserbaidschaner. Warum haben diejenigen, die gewisse Behauptungen machen, kein Interesse, in den osmanischen Archiven zu recherchieren? Haben sie etwa Angst, dass es ihnen wie den Engländern geht, die im Jahr 1920 in das Parlament in Istanbul eingedrungen sind und 140 osmanische Staatsmänner und Politiker nach Malta gebracht haben, um sie dort wegen angeblicher Massaker an den Armeniern zu verurteilen, aber nach ihren Recherchen und Ermittlungen feststellen mussten, dass es keine Anzeichen dafür gibt, dass ein solches kriminelles Vorgehen stattgefunden hat, und sie daraufhin alle wieder freilassen mussten?

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. März 2001

Die ganze Doku kann man auf Youtube finden.











07:48 24.12.2011
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Muhabbetci

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du. (Ghandi)
Muhabbetci

Kommentare 412

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