Mummpizz

Bürger und Endkonsument.
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RE: Von B wie Berlin, Berlin bis F wie Futurama | 06.11.2009 | 18:08

Ich bin nicht mehr glücklich mit "House", die Drehbuchschreiber haben eine neue Direktive, nach der House zwar ein zynisches letztes Wort am Ende jeder Episode behält, die religiösen, illusionsbeladenen, verblendeten Patienten allerdings selig und wundergläubig wie vorher aus der Klinik rauschen können. House, dessen Zynismus (im Widerspruch zu seiner Arbeit als erfolgreicher Heiler) bislang Saft, Würze und Agens der Serie war, steht neuerdings letztendlich "einfach nur" hoffnungslos in der Gegend herum, während die Patienten gläubig, selig und – mit Verlaub – so dumm wie zuvor, als Identifikationspersonen angeboten werden.

Gebt uns die sterbenden Kinder wieder, die Verstümmelten, das Scheitern, den Abschied und die Bitterkeit. Damit in der Finsternis ein Licht brennen kann, muss die Finsternis richtig dunkel sein; erst dann erkennt man das Funkeln des Geistes als strahlendes Licht. Im Halbdämmer des "sowohl-als auch" hat sowohl die religiöse als auch die zynische Weltsicht keine überzeugende Strahlkraft.

RE: Gene für alle | 09.02.2009 | 13:07

Nicht nur optimistisch, sondern gut, wie ich meine ... mit einem Horizont, der über das heutige Darwin-Buhei deutlich hinausgeht. Vielen Dank!