mustermann

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RE: Die Brückenbauerin | 16.07.2011 | 22:56

Brückenbauerin? Optimist Strohschneider ist niedlich, wenn er in einem Scheisshaufen noch das Gute sehen will.
Mir erscheint es eher so, als strebe der radikale Neoliberalismus, mit Merkel, einer mitteläßigen Physikerin, und dem vorbestraften Schäuble als führenden europäischen Figuren, immer neuen Triumpfen entgegen: Die Spekulanten kassieren heute deutlich mehr als vor der Spekulantenkrise, diesmal steuerlich abgesichert. Die Wucherzinsen sind mittlerweile astronomisch. Resteuropa wird von dieser deutschen 36 % Kanzlerin angetrieben zum Sozialabbau und zu Deregulierung und Privatisierung, dass die Schwarte kracht und eine Thatcher Freudentränen weinen würde.
Wenn es ein Sinnbild für die politische Agenda dieser Mövenpick-Regierung gibt, war es vermutlich das Geburtstagsbesäufnis von Ackermann auf Staatskosten im Kanzleramt. Merkel hat nicht nur symbolisch den Schlüssel für das Kanzleramt für einen Tag an die internationalen Spekulanten und Hedgefonds übergeben, denen die DB gehört. Seitdem wird im Kanzleramt die Sau rausgelassen.

Es gibt in der Antiatombewegung nach meiner Kenntnis auch keinerlei Zweifel, dass Merkel den Ausstieg vom Ausstieg, der einzig zwecks Machterhalt erfolgte, bei der erstbesten Gelegenheit erneut umsetzen würde. Einige weitere Blackouts a la Hannover und "Stromengpässe" und die Stimmung wird in wenigen Jahren möglicherweise wieder kippen.

Merkel hat machttaktisch immer gerade soviel bei "Sozialem" nachgegeben, dass Sie eine Option auf den Machterhalt hat. Die neoliberale Marschrichtung, Geld regiert die Welt, hat sie seit "ihrem" Leipziger Parteitag nie aus dem Blick verloren.
Immerhin hat ein Strohschneider in seinem guten Artikel realisiert, dass die geniale Machttaktikerin Merkel nicht so hohl und inhaltsleer ist, wie einige Linke in ihrer Arroganz behaupten. Hohl und inhaltsleer ist Sie nur, wenn es um moralische, menschliche oder politische Werte wie Demokratie geht.
Ob sie 200 Leo's und vieles mehr in alle Welt hätte verkaufen können, wenn sie sich nicht enthalten hätte im Sicherheitsrat, erscheint mir fraglich. Schließlich spendet niemand an eine Partei ohne Gegenleistung. Und die Saudis hätten sicher wieder M60 von den USA gekauft.

RE: Wir sind alle Migranten | 17.06.2011 | 11:56

Bülow bringt den üblichen, oberflächlichen Kulturalismus-Quark der Linken: alle Kulturen, egal wie totalitär und frauenverachtend auch immer, können in derselben Gesellschaft friedlich koexistieren. (Und in der Zivilgesetzgebung wird dann eben die Sharia eingeführt wie in Großbritannien)

Natürlich ist der Islam keine Rasse (woher nimmt Bülow eigentlich diesen Scheiss?), sondern eine totalitäre Ideologie, die unter dem Deckmantel des Kulturalismus jede Kritik mundtot macht und als rassistisch bezeichnet.

Bülow sollte sich mal überlegen, für welchen Freiheits-Begriff er einstehen will. Für die Freiheit von Frauen und Meinungsfreiheit im Sinne der Aufklärung offensichtlich nicht. Er hat als Mann ohnehin das Glück, das er niemals wie Superhirn-Höger auf Zwischendecks zum Kampf für die "Freiheit der Unterdrückten" reisen wird.

RE: Wer die Wahl hat, schläft im Zelt | 26.05.2011 | 07:45

Die Gründung einer eigenen demokratischen Parteialternative oder die Mitarbeit in einer bestehenden wäre mit mühsamer Arbeit verbunden. Dafür reicht die "Empörung" bei den "Massen" dann doch nicht.
Und Fußballergebnisse sind offensichtlich in Spanien ein größeres Problem als Korruption und alles andere.

RE: Der Anstieg ist der Skandal | 15.05.2011 | 19:24

Sehr geehrte Fr. Winkelmann,

dank für ihre Anmerkungen. Ich denke, sie haben in ihrem ergänzenden Artikel "Pünktchen und Armut" das depremierende Problem dann auf einen ganz guten Punkt gebracht.
Es ist daneben ziemlich interessant, weshalb sich die Opposition, speziell die Linke, diesem Thema mehr oder weniger zu verweigern versucht.

Herzlichen Glückwunsch natürlich auch von mir nachträglich für den zweifellos verdienten alternativen Medienpreis aufgrund ihres lustigen Artikels über "reiche" Integrationsverweigerer.

Gruß
U.

PS: Es wird höchste Zeit, dass der Freitag endlich seine "Geschäftsbeziehungen" zum nervtötenden, neoliberalen "Trauer- und Verhinderungsprojekt Linke Mitte" offiziell aufkündigt und sich unverwechselbar auf die Seite der "Guten" im Institut Solidarische Moderne positioniert!
Das war damals ein "Griff ins Klo durch den Freitag", auch wenn Grassmann in einer Anmerkung zu einem Kommentar diesbezügl. meinerseits damals was von der Lernfähigkeit Steinmeiers faselte. Ich bleibe dabei: Steinmeier muss weg! Und: Das überflüssige Projekt dient nur der unnötigen Schwächung des Institutes!
(Und Ihnen eine wunderbare Woche :)!

RE: Auf dem Gangplatz | 11.05.2011 | 18:45

Den Preis hätte ohne jeden Zweifel Susanne Leinemanns Reportage „Der Überfall“ verdient, die im Zeitmagazin erschien.
(Natürlich hätten auch extrem viele Artikel im Freitag den Preis verdient:))

RE: Die Wahrheit muss erlaubt sein | 11.05.2011 | 18:26

Der Linkspopulist Augstein liefert seine Wahrheit, besser Interpretation, natürlich gleich mit.
Ein gesundes Misstrauen gegenüber diesem realitätsfernen Europa, dass in völlig irrsinniger Weise Geld verschleudert und nicht gewählten Beamten zur Selbstbereicherung und zum Bürokratisierungswahnsinn frei gegeben ist, erscheint durchaus gesund. Erstaunlich ist, dass nur 38% meinen, der Islam sei eine Bedrohung unserer Werte. Immerhin besteht die Hälfte der Menschheit aus Frauen und der Weg zur Gleichberechtigung ist lang.

RE: Der Anstieg ist der Skandal | 11.05.2011 | 15:14

Nachtrag und wirklich empfehlenswert das Buch von Bosbach und Korff "Lügen mit Zahlen".

RE: Der Anstieg ist der Skandal | 11.05.2011 | 15:11

Leider erklärt die gläubige Statistik-Expertin Fr. Winkelmann nicht, warum nur 8% der Kinder als arm gelten, aber 15% der Kinder Hartzer sind. Leben diese 8% dann unterhalb von Hartz bzw. um wieviel unter Hartz ist die Armutsgrenze für Kinder definiert ? (Oder ist doch alles nur wieder dummer PR-Statistik-Scheiss vom DIW?)
An Massenarmut, Umverteilung nach oben und der seit 30 Jahren betriebenen Zerstörung der Mittelschicht zweifelt ohnehin keiner mit Gehirn.

RE: Ein Viertel Promill und 7 Prozent: die Linke und die Bremen-Wahl | 11.05.2011 | 09:54

Hr. Strohschneider unterschlägt, dass es in Bremen seit Monaten eine nervtötende Debatte über Boykottaufrufe der Bremer Linken gegen Israel gibt. Die Schwierigkeiten der Bremer Linken, sich vom Antisemitismus zu distanzieren, wird in der Bremer Öffentlichkeit als Alleinstellungsmerkmal sehr wohl wahrgenommen.
www.taz.de/1/nord/bremen/artikel/1/bremens-nahost-konflikt/

RE: Keine Angst vor den Großen | 09.05.2011 | 18:55

Was junge Menschen zur FDP treibt, verstehe ich auch nach dem Artikel nicht. ...

(1/2 h später, nach tiefsinnigsten Grübeleien:))...:

Aus dem Erklärungsversuch von Fr. Baureithel meine ich zu erkennen, dass hohle Phrasen eine Rolle spielen. (? :))