mutafo

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RE: Es geht hier nicht um Schmink-Tipps | 09.10.2021 | 10:42

Ich versuche seit längerem, mich dem Begriff "Staatsmedien" zu nähern - es gelingt mir nicht. Medien sind nie neutral oder "journalistisch unabhängig" - sie vertreten immer die Interessen bestimmter politisch oder ökonomisch definierter Gruppen. In Russland mögen das die Interessen der Regierung oder des Präsidenten sein, in Deutschland überwiegend die Interessen der Eigentümer großer (Medien)konzerne oder Lobbyverbände. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt. Eine Übersicht der "von unabhängigen Philanthropen" in die Ausbildung, Schulung und Disziplinierung von Medienvertretern westlicher, östlicher oder sonstiger Länder investierten Mittel dürfte leicht zu erstellen sein. Für russische wie sonstige Medien gilt immer noch der Spruch: Wes Brot ich eß, des Lied ich sing." Und manche scheinbar unabhängige Journalisten essen eben dann doch lieber Kuchen als trocken Brot.

Übrigens: besonders amüsant sind die in letzter Zeit inflationär zunehmenden Faktenchecks, mit denen sich unsere Medien selbst kontrollieren. Ich freue mich immer, wenn - wie auch im "Freitag" oder auch seit einiger Zeit wieder in meiner "Berliner Zeitung" - die staatsoffiziellen Vorgaben von DPA oder anderen Agenturen durch engagierte Journalisten kritisch interpretiert oder wenigstens hinterfragt werden. Unliebsame Meinungen abseits vom systemkonformen Mainstream als "Fake news" zu brandmarken ist und bleibt Diffamierung und verletzt das für uns doch so heilige Gut der Meinungsfreiheit fundamental.

RE: Die Relativierer der Ungleichheit | 18.12.2017 | 14:00

Klar, eindeutig, verständlich. Erst heute wieder stiegen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Nebelkerzen auf, natürlich von einem prominenten Vertreter eines prominenten Wirtschaftsforschungs-Instituts. Der Herr war sich nicht zu fein zu erklären, daß die wachsende Zahl von Zweitjobs dem Selbstverwirklichungsdrang der deutschen Hausfrau geschuldet ist... Es bleibt abzuwarten, was schneller voranschreitet: die Unverschämt der Meinungsmacher, die Gier der Profiteure oder die Verdummung des "Pöbels"... Danke für den tollen Beitrag!

RE: Der Mob schlägt Links | 10.07.2017 | 14:42

Es ist alles gesagt, und es ist alles richtig. Die Provokation von rechts war geplant, und die Provokation ist gelungen. Die Schuld dafür tragen nicht die paar angeblich linken Anarchisten oder Krawalltouristen - die Schuld tragen die anständigen und aufrechten Linken, Grünen oder alle anderen Demokraten, die diesen Mob zuerst nicht bändigen wollten und dann nicht mehr bändigen könnten. Von den sogenannten Sicherheitskräfte konnte man das nie erwarten.

Schade - es hätte ein machtvolles, friedliches Fest antikapitalistischer Kräfte sein können...