RE: Soll der Klügere nachgeben? | 22.11.2014 | 18:30

Super Beitrag. Bei der frenetischen Bewunderung für Putin zeigt sich zudem, dass bei einigen Deutschen auch noch eine gewisse Sehnsucht nach einem starken 'Führer', dem man fähnchenschwenkend huldigen kann, tief verwurzelt ist. Zudem kämpft er ja auch, oberkörperfrei auf einem Pferd sitzend, gegen die Verschwulung der Welt ;)

RE: Matthias Platzek springt zu kurz | 22.11.2014 | 11:03

"jüdischen Wurzeln". Was ist das denn für eine krude Anspielung?

RE: Soll der Klügere nachgeben? | 22.11.2014 | 10:56

Ja. Es hätte natürlich nach dem Sturz von Janukowitsch eines konstruktiven Dialogs bedarft. Aber man ist ja lieber mit Waffen aufeinander losgegangen. Ist halt die Frage, wie die Ergebnisse der bisherigen Abstimmungen zu werten sind. Mit bewaffneten neben der Urne wählt es sich vielleicht nicht ganz so locker ;)

RE: Soll der Klügere nachgeben? | 22.11.2014 | 09:58

Die UN-Charta wurde 1946 nach einem Krieg mit 60 Mio. Toten ratifiziert (die SU gehörte übrigens mit zu den Erstunterzeichnern). Sie ist natürlich nicht gottgegeben, aber eine aus den schrecklichen Erfahrungen (siehe Präambel) abgeleitete Konsequenz. Würde sie von allen Staaten der Welt befolgt werden (mit Ausnahme des Anachronismus Sicherheitsrat), wäre unser Leben um einiges angenehmer. Daher sollten alle Verstöße geahndet werden, egal ob von den USA, Russland oder sonst wem begangen. Und die Krim war Staatsgebiet der Ukraine, egal wie die Vorgeschichte aussieht. Eine zivilisierte Einigung (freie, gleiche und geheime Abstimmung der Krimbewohner) hätte es auch getan. Der Wille der Bevölkerung (sicherlich ein Anschluss an Russland), wäre zu akzeptieren gewesen.

RE: Leichenschmaus | 11.11.2014 | 21:56

Ob man das ganze satirisch aufbereiten sollte, darüber lässt sich streiten. Dennoch wurde das Kernproblem im Beitrag genannt: Das Thema ist schädlich für das Merkel-Wohlfühlwunderland. Ich frage mich bloß, 'was' da vertuscht werden soll. Die Schlussfolgerungen, die ich da ziehe, verwerfe ich schnell wieder, denn so recht mag ich mir einige Szenarien nicht vorstellen. Was denkt ihr, 'was' da wirklich ablief?

RE: Wolf Biermann am Arsch des Propheten? | 09.11.2014 | 19:20

Keine Sorge, ich kratze schon am Lack und komme auf dumme Gedanken, viele Ihrer Argumente sind ja absolut richtig. Sonst würden wir ja auch nicht beim Freitag diskutieren :)

Zu Nordkorea: Lesen Sie mal 'Flucht aus Lager 14', da sieht man, wie unterschiedlich Ethik, Moral und Recht je nach Situation definiert werden können (wie von Ihnen angemerkt). Lohnt sich.

So, der Gedenkmarathon nähert sich dem Ende. Wir sehen uns dann bei anderen Themen. Ich freue mich auf weitere Diskussionen!

RE: Wolf Biermann am Arsch des Propheten? | 09.11.2014 | 15:41

Auch nicht in Relation gesetzt. Wollte nur darauf hinweisen, dass Unrecht Unrecht bleibt, auch wenn es bei weitem nicht das Einzige auf der Welt ist und somit jegliche Relativierungen einfach nur zynisch sind. Darauf können wir uns doch sicher einigen, oder?

RE: Wolf Biermann am Arsch des Propheten? | 09.11.2014 | 10:15

Wollte auch nicht die DDR mit der NS-Zeit vergleichen, werde da immer missverstanden.

Deutschland ist glaube ich auch der größte Produzent von Minensuchgeräten und Prothesen. Pervers.

So, wenden wir unsere Energie wieder dafür auf, um aktuelles Unrecht anzuprangern!

RE: Wolf Biermann am Arsch des Propheten? | 09.11.2014 | 10:08

Klar wird Glück immer individuell definiert. Ich vertrete halt die Meinung, man sollte sich auch dafür interessieren, ob andere Menschen glücklich leben können, obwohl man selbst diese Bedürfnisse nicht hat.

Ich denke auch, wir lassen das jetzt. Macht aber Spaß mit Ihnen zu diskutieren :). Also schauen wir nach vorn, meine Generation sollte eh nicht mehr in den Kategorien Ost und West denken.

RE: Wolf Biermann am Arsch des Propheten? | 08.11.2014 | 21:43

Ich habe nicht gesagt, dass die BRD in der Konsequenz (hihi) der ideale, gerechte Staat ist. Aber die DDR war doch noch weiter davon entfernt, oder?