RE: Wolf Biermann am Arsch des Propheten? | 08.11.2014 | 21:37

Übrigens befürworte ich Rot-rot-grün in meinem Heimatbundesland. Also nehme ich auch keinen in Sippenhaft.

RE: Wolf Biermann am Arsch des Propheten? | 08.11.2014 | 21:35

Ähm, erstens habe ich Oliver Welke zitiert. Zweitens erhebe ich nicht den Anspruch allwissend zu sein. Drittens: Ich habe mich nur gegen die Praxis ausgesprochen, immer 'Unrecht' gegeneinander aufzuwiegen. Jegliches Unrecht, egal aus welcher ideologischen, religiösen oder politischen Richtung ist abscheulich. Also bitte nicht unterstellen, ich fände die Shoa nicht so schlimm. Das trifft mich doch sehr!

Die Konsequenzen: Es wäre ein Versöhnungsangebot an all jene, die in der DDR-Unrecht erfahren haben. Und damit ein Weg in die weitaus wichtigere Debatte, wie Gegenwart und Zukunft weitaus gerechter, friedlicher und nachhaltiger gestaltet werden können.

RE: Wolf Biermann am Arsch des Propheten? | 08.11.2014 | 19:10

"aber der Tag hat nur 24 Stunden, und in der Zeit, in der man sich der einen Sache (Vergangenheit) zuwendet, kann man sich nicht um die andere (Gegenwart) kümmern."

Sicher richtig. Warum gibt die Linke deshalb nicht aus rein pragmatischen Gründen nach? Dann müsste sich man mit ihr mal wieder inhaltlich auseinandersetzen, wäre für die anderen Partein doch wesentlich schwerer (ich bin nämlich auch der Meinung, dass die Linke viele Dinge zurecht kritisch sieht; über die Lösungvorschläge kann man streiten ;) ). Freilich ist beispielsweise die Polemik eines Scheuers vollkommen lächerlich.

Für die Frage nach dem gerechten Staat müssten wir beide sicher nochmal einen Crashkurs in politischer Philosophie/Theorie nehmen. Hobbes, Locke und Rawls habe ich im Bücherschrank, müsste es nur mal lesen ;). Ich würde dennoch die These wagen, dass die DDR zwar nicht so weit von einem Ideal entfernt war wie Nordkorea, NS-Deutschland oder die IS-Gebiete, aber immer noch weit genug. Ich bin zwar erst 23 und mir fehlt so die persönliche Erfahrung aus dieser Zeit, aber ich bin zumindest davon überzeugt, in der DDR kein glückliches Leben hätte führen zu können.

P.S.: 1000 Tote sind trotzdem 1000 zu viel.

RE: Wolf Biermann am Arsch des Propheten? | 08.11.2014 | 12:48

Wird Unrecht dadurch egalisiert, dass an anderer Stelle, in einem anderen Zeiraum auch Unrecht geschieht? Mit dieser Logik könnte man ja auch die NS-Verbrechen relativieren. Finden wir beide widerlich (genau wie die EU-Flüchtlingspolitik übringens). Also beides klar benennen: vergangenes und aktuelles Unrecht. Und nicht gegeneinander aufwiegen.

RE: Wolf Biermann am Arsch des Propheten? | 07.11.2014 | 17:06

Mein Rat an die Linke: Endlich klar Position beziehen, dann verschwindet die Angriffsfläche für Agitationen. Solange die Partei das nicht kann/will/möchte, muss sie die Kritik (auch wenn Herr Biermann gewiss übers Ziel hinausgeschossen ist) ertragen. Sollten es vielleicht mal mit Oliver Welke halten: "Einfache Faustregel: Ein Staat, der seine Bürger abknallt, wenn sie das Land verlassen wollen, ist ein Unrechtsstaat."

RE: Biermann kämpft gegen "Drachenbrut" | 07.11.2014 | 12:42

Die Linke könnte sich ja auch einfach mal klar positionieren und sich nicht immer rhetorisch verrenken. So nimmt sie auch ideologischen Kritikern den Wind aus den Segeln. Dann kann man mal wieder inhaltlich über aktuelle Probleme diskutieren. Fände ich wesentlich besser!

RE: Jürgen Trittin? wer denn sonst? | 06.11.2014 | 21:13

Eigentlich auch nicht halb wahr. Also lieber: arg falsch ;). Nein ganz im Ernst, eine Debatte über einen UN-Einsatz hat meiner Meinung nach nichts mit Kriegstreiberei zu tun. Man kann da ja gegen eine deutsche Beteiligung sein (wobei diese Haltung völkerrechtlich problematisch wäre), aber die Grünen dann so zu attributieren finde ich nicht nachvollziehbar.

RE: "Schweizer Wahn im AfD- Goldrausch Anzug" | 06.11.2014 | 18:52

Kann man die Goldbarren eigentlich gegen Euro oder nur gegen D-Mark erwerben? Initiator war sicherlich Björn Höcke, der Mann will ja präantizipieren können ;)

RE: Jürgen Trittin? wer denn sonst? | 06.11.2014 | 18:44

Hallo Jochen,

"rechts der CDU/CSU/SPD in einer Allianz natogener Kriegswilliger"

diese Zustandbeschreibung halte ich doch für arg überzogen. Aber da haben wir ja schon an anderer Stelle diskutiert. Werde trotzdem nicht müde ;)

RE: Die Linke und der Kapitalismus | 06.11.2014 | 18:36

Ich finde Herr Oppelland argumentiert doch recht unaufgeregt und differenziert. Und eine 'Schwarze Socke' ist er sicherlich nicht, saß schon in Vorlesungen bei ihm ;). Würden unsere politischen Vertreter (egal ob links oder konservativ) so sachlich an die Sache rangehen, wäre schon viel geholfen. Ich als Thüringer finde Rot-rot-grün jedenfalls gut, finde gewisse Einwände gegen die Linkspartei aber auch nachvollziehbar.