RE: Am Kicker zeigt sich, welche Kollegen brennen | 21.11.2018 | 10:56

Was für ein lurchiger Artikel.

Tischkicker sind schon seit mindestens 15 Jahren ein klares Warnschild für Bewerber: Die wollen hier nicht nur Deine Arbeitskraft, die wollen dich auch privat vereinnahmen. Wenn Du nur lange genug mit Deinem CEO kickerst, die Matchdauer darfst Du Dir natürlich als Pausenzeit an Deinen Arbeitsatag anhängen, haben sie Dir auch schon ein Stückchen von Deiner Seele geklaut.

Arbeit ist Arbeit und Freizeit ist Freizeit. Deine Zeit. Hier darfst Du alleine entscheiden, was Du mit Deiner Zeit anfangen möchtest. Wer Arbeit und Freizeit, privat und geschäftlich miteinander mischt, bekommt Probleme. Spätestens wenn das Buddyklima im Büro durch unternehmerische Verantwortungslosigkeit (gerne "risikobereite Entrepreneurship" genannt), fette Risse bekommt ist es Schluss mit der netten Tischfussballerei.

Lasst Euch nicht verarschen. Denn wer ständig brennt braucht Brennstoff - egal ob das mehr Kohle oder mehr Freizeit ist. 40 Stunden sind genug. Danach sei jeder sein eigener Herr.

RE: "Eine/r muss den Bluthund machen!" | 20.09.2018 | 14:35

Lieber Achtermann,

wo sie schon den Brief von Frau Nahles zitieren:

"Deswegen war die Ablösung von Herrn Maaßen für uns zwingend, er wird auch in Zukunft nicht für den Verfassungsschutz zuständig sein. "

Herr Maaßen ist in seiner neuen Position an entscheidender Stelle des Innenministeriums selbstverständlich weiterhin für den Verfassungsschutz zuständig - so wie es jeder auf das Grundgesetz vereidigte Staatsbeamte ist. Auch Frau Merkel, auch Frau Nahles und sogar unser seliger Horst haben die Pflicht die Verfassung zu schützen und zu verteidigen. Merkt man zwar nichts von - is aber so.

Maaßen wird darüber hinaus im Innenministerium ausgerechnet die innere Sicherheit verantworten, seine Expertise ist laut Horst unverzichtbar - dieser merkwürdige, bräunlich schillernde Mann ist der Macht noch ein ganzes Stück näher gerückt.

Und nein: nur weil die SPD einmal Rückgrat gezeigt hätte, wäre gar nichts in Stücke gefallen. Als großer Fan der SPD sollten sie eigentlich wissen wer Otto Wels ist. Oder Herbert Wehner. Stichwort Rückgrat.

RE: Aufstehen? Sitzenbleiben? Instandbesetzen! | 15.08.2018 | 12:22

Nee, eben nicht twittern. Eintreten. Stunk machen und unpopuläre Forderungen durchsetzen. Unpopulär heißt in den heutigen Parteien: Forderungen für Junge, Frauen und Migranten. Diese Dinge beschlussfähig machen, in der Partei nach oben schieben und irgendwann genug Druck erzeugen, dass sich Schahles, Nolz, Kloppermann, Stegi und Kalle L. aus Leverkusen Jobs in der Privatwirtschaft suchen müssen. Darum gehts.

RE: Finis Jogangela | 29.06.2018 | 08:07

Gut, das da jetzt eine Antwort von der Aluhut- bzw- Stahlhelmfraktion kommt war abzusehen. Immerhin in einer neuen Klangfarbe: Jetzt ist die deutsche Mittelmäßigkeit und die Minderleistung am Untergang des Abendlandes und Merkel (synonym!) schuld. Das habe ich aber in meinem Artikel ganz und gar nicht kritisieren wollen: Es sind die hochbefähigten, hochvernetzen Akademiker und Leistungsträger denen ihr Land und ihre Gesellschaft zunehmen schnurzegal ist und die ihr Kreuz bei der CDU aus Gründen der Bequemlichkeit gemacht haben, nicht aus ernsthaften Absichten.

Die Mittelmäßigkeit hat Deutschland vielmehr ohne größere Aufstände und Unruhen knapp ins 21. Jahrhundert gerettet: Mit Realschulabschluss und Ausbildung konnte man bis ca. 2000 noch eine Familie ernähren - heute sieht das anders aus. Wohin uns die Leistungsfokussierung und die Entwertung einfacher Arbeit gebracht haben macht das Sinken des Lebensstandards weiter Teile der nicht-akademisierten Bevölkerung deutlich. Denn längst schon hat sich in Deutschland aus der nivellierten Wohlstandsgesellschaft eine Art Bildungsapartheid entwickelt - Wortführer dieser Entwicklung dürfen immer wieder hier in diesem Forum bestaunt werden.

RE: Greiser Horizont | 28.06.2018 | 13:39

...und habe ich schon die krasse Meinhofigkeit des Titelbilds erwähnt? Nicht schlecht!

RE: Greiser Horizont | 28.06.2018 | 13:36

Liebe junge aber ebenso weiße Frau Passmann,

echte Diversity funktioniert meiner Meinung nach nur dann, wenn alle gesellschaftlichen Gruppen sich uneingeschränkt übereinander lustig machen dürfen ohne befürchten zu müssen, mit dem Tod oder Ihrem Verdikt bedroht zu sein.

Die "alten weißen Männer" sind in Deutschland in nicht wirklich zahlreicher als anderswo - es gibt hier, gerade in Journalismus und Kultur, eine ebenso nicht unerhebliche Zahl weißer Frauen. Auch diese besetzen Stellen von denen aus sie langweiligen medialen Mief verbreiten, Stellen, die Sie eines Tages erobern möchten. Ob Sie dann, in welchem Medium auch immer, eine bessere, tolerantere, diversere weiße alte Frau abgeben wenn sie Ihre Pfründe bedroht sehen?

RE: Die Machtprobe | 14.06.2018 | 08:46

Liebe Andrea Nahles - das wäre DIE Chance einmal zu Frau Merkel zu stehen und Akzente zu setzen. Stattdessen ist der letzte Satz, der von der SPD-Vorsitzenden hängenbleibt: "Wir können nicht alle aufnehmen". Sie überlässt es lieber Top-Landespolitikern wie der Vorsitzenden des Saarlands (!) hierzu kritisch Stellung zu nehmen und der Kanzlerin in der einzigen Frage, wo sie sich standhaft und menschlich zeigt, Unterstützung zu gewähren. Ach ja: Stegi hat auch was gesagt. Da hört aber schon lange niemand mehr hin. Läuft bei der SPD!

RE: Keine Trümmerfrau | 26.04.2018 | 07:38

Zugegeben: Mit der Merkeltreue hab ich's auch nicht so, aber vermutlich aus anderen Gründen als Sie. Aber was soll denn anstelle unseres Systems und und anstelle der NATO kommen? Pax Putin? Die altgriechische Polis? Präsidialsystem á la Erdogan, nur mit Mundgeruch, also Gauland als Vorturner zur Kräftigung des rechten Arms? Propaganda ist genau so lange hohl, wie sie nicht mit Argumenten gefüttert wird. Bislang muss ich Magda zugute halten: Sie hat immerhin welche. Bei Ihnen bin ich jetzt Mal gespannt!

RE: Buhrufe für Andrea Nahles | 26.04.2018 | 07:30

So. Da haben wir mal mal ein Thema von sozialdemokratischer Hochrelevanz, die Vorsitzende rollt an und die Arbeiter buhen sie aus. Lauft bei Andrea und ist erneut ein Zeichen, dass es nicht die achso frechforsche Art oder die Weiblichkeit der Andrea Nahles ist die bei den Menschen nicht ankommt - es sind vier Jahre verfehlter politischer Entscheidungen im Amt der Bundesarbeitsministerin. Sie hätte es in der Hand gehabt, hier frechfröhlich für eine Politik der menschenwürdigen Arbeitsbedingungen zu sorgen, der gerechten Lohne, der gesicherten Beschaftigungsverhältnisse. Passiert ist nichts. Warum sollte jetzt etwas passieren? Wo sie den Löffel an Hubertus, diesen Schwachstromsozi der schon Martin Schulz Wahlkampf federführend in die Grütze geruhrt hat?

RE: Keine Trümmerfrau | 25.04.2018 | 13:33

Also um da jetzt mal geschmeidig zu bleiben und die gute Magda vielleicht ein wenig in Schutz zu nehmen: Ich habe bei ihr in keinster Weise irgendeine aluhutige "Propagandamission" ausmachen können - lediglich den Bezug zur Genderfrage möchte ich bei der Person Andrea Nahles in Zweifel ziehen und dies insbesondere, weil die schlechten Eigenschaften von Nahles für mich überhaupt nichts mit deren Geschlecht zu tun haben.

Jemandem "NATO-, Merkel- und Systemtreue" vorzuwerfen ist in keinem Fall zu vergleichen mit der unscharfen Anwendung des Genderbegriffs: So etwas in der Regel aus einer Ecke kommt in denen noch ganz andere Parolen für richtig super gehalten werden - von "wird man ja noch sagen dürfen" bis "wir werden sie jagen" zu "obbschiebn, obbschiebn" auf dem Marktplatz in Brunzen an der Klotsche.

DAS ist in keinem Fall eine Antwort - aber Frau Nahles leider leider auch nicht.