´´Es war wie Ferien, nur aufregender´´

Nato-Angriff vs. YU_ Heute erschien im DF ein Blog, der auf merkwürdiger Weise auf den 15.Jahrestag des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen Jugoslawien aufmerksam macht.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Ich habe überlegt, ob ich auf diesen hirnvernbrannt zynischen & menschenverachtenden Blog reagiere & mich entschlossen zu reagieren, weil die DFC nicht reagiert _ leider. Leider tangieren hier niemanden Sätze & Aussprüche, angeblich von Personen, die den Krieg erlebt haben. Worte sprechen für sich, so wie

Frühling unter Bomben

„Es war wie Ferien, nur aufregender.“

Hier wird uns vermittelt, dass Angriffskriege weder für Erwachsene & erst recht nicht für Kinder schlimm sind. Es war schließlich ein schul- & arbeitsfreier Frühling, der abseits des schnarchigen Alltags eine aufregende Zeit versprach. Also Leute keine Angst vor Krieg: Keiner muss mehr arbeiten oder zur Schule gehen _ enjoy it!

Die feindlichen Maschinen, die jetzt über Belgrad kreisten, warfen keine Bombenteppiche ab, wie viele anfangs befürchteten, sondern zielten auf ausgewählte militärstrategische Objekte.

Na klaro, da wußten die Belgrader natürlich bestens Bescheid & brauchten keine Angst haben. Na ja & die paar, die das nicht mitbekommen haben sind doch Kollateralschäden, nicht wahr?

Aber was ist mit den Bewohnern in den industriellen Regionen, z.B. in Pancevo oder Kragujevac, die jeden einzelnen Tag bombardiert wurden bis nix mehr da stand wo es war & die uran-, chemie- & ölgefüllte Luft sich auf ihre Lungen & den landwirtschaftlichen Produkten niederließ, die sie verzehrten?

Woher die plötzlich hohe Krebsrate seit 15 Jahren? Das Sterben auf Raten taucht in der perfiden Statistik über Kriegsopfer im ´Krieg für Menschenrechte´nicht auf. So wie humanitäre Aktionen wie z.B. Beseitigung des uranverseuchten Bombendrecks im Boden nicht mithilfe der Nato-Länder erfolgt sondern mithilfe der Unterstützung durch die RF, die nicht am Krieg beteiligt war, diesen aber leider zuließ.

Vor 15 Jahren führte der damalige Präsident Slobodan Milošević sein Land ein zweites Mal in einem Jahrzehnt in den Krieg.

Alle die nicht genug brainwashed sind, erfahren hier Revison der Ereignisse oder Geschichte. Die Bloggerin suggeriert, dass Jugoslawien der Aggressor war & erwähnt mit keinem Wort, dass die NATO einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg vollzogen hat.

Das Regime rief die Menschen auf die Plätze und Brücken, mit Konzerten und Parolen wurden sie zu „Verteidigern des Volkes“. „Doch eigentlich kam ich nur wegen der guten Musik“, erinnert sich Nenad lachend, „aber dann wurde es langweilig, der Regierung gingen die Ideen aus.“

Wer glaubt, dass jemand sein Leben aufs Spiel setzt wegen guter Musik, dem kann nicht geholfen werden. Doch es waren Menschen bereit zu sterben, um ein Zeichen gegen die unverhältnismäßige & ungerechte Invasion zu setzen. Angeblich hat Jaques Chirac Angriffe auf die Belgrader Brücken voller Menschen verhindert. Verhindert hat er nicht diverse gezielte Massaker auf andere Menschen:

http://www.arbeiterfotografie.com/zeitschrift/af88/forum.html

http://www.nato-tribunal.de/varvarin/ossietzky.htm

Auch angesichts der aktuellen Situation Ukraine/ Russland möchte ich vergegenwärtigen, wie subtil Propaganda & Freund-Feindschema schon immer funktioniert hat & funktioniert. Alle die dieses unterstützen oder sich nicht vehement dagegen positionieren, liefern ihren Beitrag zur Eskalation & befürworten Kriege zur Durchsetzung eigener Interessen.

So auch der hier von mir kommentierte Beitrag & zig andere, die sich eines klaren Blickes nicht nur erwehren sondern ihn Kraft ihrer eigenen Dummheit oder Käuflichkeit mit Lügen & Unwahrheiten bekämpfen...

Kommentar zum Blog:

https://www.freitag.de/autoren/elisasatjukow/fruehling-unter-bomben

http://www.arbeiterfotografie.com/zeitschrift/af88/forum.html

01:01 25.03.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

mymind

Die Wahrheit hat nichts zu tun mit der Zahl der Leute, die von ihr überzeugt sind... Paul Claudel
mymind

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