Idomeni - europäische Idee versinkt im Matsch

Griechenland Idomeni, das Flüchtlingscamp an der mazedonisch-griechischen Grenze ist zu einem Synonym für den Untergang der europäischen Werte geworden.
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Wer in den letzten Wochen in den Medien die Bilder von Idomeni gesehen hat, dem wird klar, das Europa in der Flüchtlingskrise vollkommen versagt hat. Ausgerechnet Griechenland, das Land mit den größten wirtschaftlichen Problemen in der EU, trägt seit nunmehr mehreren Monaten die Hauptlast. Allein in Idomeni sitzen seit der Schließung der Balkanroute ca. 12.000 Menschen fest. Außer Deutschland hat bisher kein einziges anderes europäisches Land Griechenland irgendeine Art von Hilfe angeboten, beispielsweise um diese Flüchtlinge menschenwürdiger unterzubringen. Das Ganze ist ein beispielloser Skandal und als normaler Bürger versteht man überhaupt nicht mehr, warum nicht schon längst eine gut organisierte Hilfswelle angestoßen wurde. Die EU hüllt sich in Schweigen. Wären nicht die vielen privaten Helfer ständig vor Ort, so wäre die Situation mit großer Sicherheit schon vor einiger Zeit eskaliert.

Griechenland ist während der Wirtschaftskrise oft unterstellt worden, es wolle die anderen EU-Länder finanziell ausnutzen. Mittlerweile ist Griechenland das einzige EU-Land, das alles in seinen Mitteln stehende versucht, um eine humanitäre Katastrophe abzuwenden.

Ich kann nur sagen: Vielen Dank Griechenland und vielen Dank allen Helfern.

12:22 21.04.2016
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