tja ...,

Bin ein seit 1969 sich meist wohlfühlender in Deutschland lebender Auslandsöstrerreicher.
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RE: Stunde der Hardliner | 04.09.2014 | 12:19

Die Stunde der Hardliner? Oder vielleicht die Stunde der dummen Politiker? Oder am Ende die Stunde der Verbrecher?


Letztgenannte, dürften es wohl am ehesten sein, die uns, für viele unmerklich in den Krieg führen. Dabei wäre noch genügend Zeit einmal darüber nachzudenken, daß an der "westlichen" Denkungsart etwas nicht stimmen kann!!!

Es ist allgemein bekannt, wie es zum Iraq-Krieg des George W(arcriminal) Bush kam, und wie es nach dem Abzug der Amerikaner 2o11 weiterging. Heute kämpft die IS gegen eine überwiegend von Schiiten getragene iraqische Arme, denen sunnitische Belange meist am Allerwertesten vorbeigehen, kämpft die IS gegen uneinige Kurden, die auch nur am Erhalt der gegenwärtigen Lage interessiert sind - und von denen (lol) nicht diejenigen von Deutschland Waffen erhalten, die sich für ihre von der IS eingeschlossenen Landsleute gekämpft haben, nämlich die PKK, sondern die schon bestens bewaffneten Peschmerga.

Jeder weiß auch wie der Afghanistan-Krieg begann und kann heute nicht übersehen, daß mitten im Abzug der NATO-Truppen die erstarkten Taliban Geländegewinne verzeichnen.

Da sollte als drittes Beispiel Libyen nicht fehlen, in dem nach Gadaffis Beseitigung heute jeder gegen jeden kämpft!

Die Politik des "Westens" scheint mir, vereinfacht, der Maßgabe zu folgen "es gibt kein Problem, das sich nicht mit Waffengewalt lösen läßt!"

Dahinter könnte stehen, daß es wirtschaftlich Gründen geben kann, die es notwendig machen, an Bodenschätze irgendwo in der Welt zu kommen, destabilisiere man das Land darüber oder führe Krieg!

Ich hoffe sehr, daß der nächste Friedensnobelpreisträger nicht wieder Obama heißen wird oder Cameron, Hollande, Merkel ...

Der nächste Friedensnobelpreisträger sollte dafür eintreten, daß Überzeugung das höherwertige Gut vor einem Waffeneinsatz ist!

Leider sieht es so aus als schlittern wir beinahe unmerklich in einen Krieg, an dessen Ende die "Überlebenden" die beneiden werden, die im ersten Anlauf gleich rückstandslos vergüht sind!

RE: Es war einmal der Westen | 17.11.2013 | 17:57

Es war einmal der Westen - auch wegen oder trotz enger Sicht auf die Kontinentaldrift zwischen den Kontinenten USA und Deutschland - eine gute Arbeit!

Überraschen darf es bei den heute üblichen politischen Halbwärtszeiten nicht. Aber eine "Kontinentaldrift" entsteht nicht aus dem Nichts und hat mehr als eine Ursache. Weshalb sich die Frage stellt, was tun während der Drift? Eine Rückkehr zu einem Status quo ante ist ausgeschlossen. Politisches Porzellan (Vertrauen) ist zerschlagen, in der deutschen Politik, deutschen Bevölkerung, mehr als jenseits des Atlantiks. Und mir macht die amerikanische Unbekümmertheit mehr Sorgen als die deutsche Schlafmützigkeit oder auch ein eventuelles Nicht-zur-Kenntnis-nehmen-können-oder-wollen.

Was handeln sich die USA für ihr Verhalten ein: Antiamerikanismus! Und der ist nicht neu, nur ihm zunehmen begriffen. Ich würde ihn auf de Gaulle zurückführen, als er seine francophilen Attacken ritt: "Quebeck den Quebeckois!" Dem folgte, wenn ich mich richtig erinnere, sinngemäß das "Eurpoa ist kein amerikanisches Protektorat, und wird es auch nie sein!" Das die USA sich seit 1941 (dem Eintritt in den WK II) aufführten als gehörte ihne die Welt allein tat sein Übriges. Vielleicht hab' ich einen verengten Blick, aber meine Bestandsaufnahme der USA läßt sie in ihrer Politik nicht beständig erscheinen. Es ähnelt eher einem hü und hot.

Die sozialen Bedingungen (manche Menschen brauchen zwei und drei Jobs, um ein Auslangen zu finden, das kaum der Rede wert ist) sind im zunehmen begriffen. Eine stetige Latinisierung ist auch nicht mehr zu übersehen.

Ich weiß nicht auf wen das Aufblasen der NATO auf ihren vielen Mitgliedsländer zurück zu führen ist, gut hat es ihr nicht getan. Sie ist unbeweglicher geworden was militärische Aktivitäten anbelangt. Jedes Mitgliedsland hat andere Vorstellungen und allesamt fast kein Geld für Einsätze!

Im Doppelkontinent sind amerikafreundliche Regierungen in der Minderheit und jenseits des Pazifik ist man verschuldet, stocken die Handelsbeziehungen.

Europa wird von demGeschehen nicht unberührt bleiben. Viele Bevölkeungen werden sich Gedanken darüber machen, daß sie Politiker wählen, die sie anschließend verraten. Die ungewählten Lenker in der EU werden uns letztendlich amerikanischen Druck folgend doch mit Monsanto beglücken.

Deutschlands Politiker werden Europa seiner Wirtschaftskraft entsprechend bald LEBBAR ausrichten müssen oder sich angesichts eines Albtraums finazieller Löcher in nicht ganz unwichtigen EU-Mitgliedsländern eines Tages von den Traum eines geeinten Europa verabschieden!

RE: Von rechts angeschlagen | 05.10.2013 | 21:04

Das Angebot war groß, gut war's nicht!

Dazu kommt, daß das Wahlvolk zwischen Politiker-Verachtung und dem Wissen "was ich habe weiß ich, was ich mit einem Kreuzerl-Wechsel verlieren könnte, will ich nicht wissen!" hin und hergerissen, jede neu gegründete Partei heiß erwartet, in Umfragen zweistellig begrüßt hat, sich selbst kein gutes Zeugnis ausgestellt hat. Man ist zuhause geblieben oder hat in der Wahlzelle gewürfelt - und gedacht, so den Wahlzettel zum Denkzettel gemacht zu haben!

Das Ergebnis dieser Wahl ist schlicht eine Katastrophe. Denn mag eine in Österreich noch irgendwie vertretbare Koalition zustandekommen mit national-illiberaler (FPÖ) Beteiligung zustande kommen, wird das Österreichs Spielraum in der EU nicht erweitern. Und den Erhalt eines solchen Spielraums halte ich angesichts der anstehenden EU-Probleme, wie dem niederländischen Vorschlag "mehr Rechte für die Mitgliedsländer" oder der dringenden Erledigung der Banken-Union für wichtig! Genau so wichtig aber ist auch der Griechen-cut und Griechenlands Präsidentschaft ab o1.o1.2o14, die die Angelegenheit schmerzhaft lange aktuell sein lassen wird!

Österreichs Beiträge dürften mit einer rot-blauen, wie einer schwarz-blau-xten Koalition, kaum auf besondere Aufmerksamkeit stoßen, außer ...

Rot-Schwarz werden sich ihrer Pflicht bewußt, die der Bevölkerung schulden, krempeln ihre Ärmel auf und entziehen sich ihren verdienstlosen Einflüsterern oder Schreihälsen vom Rand, Häupl (SPÖ, Wiener Bürgermeister), Pröll und Pühringer (beide ÖVP, niederösterr. und oberösterr., Ministerpräsidenten).

Ich fürchte, dazu haben die Koalitionäre Faymann und Spindelegger nicht die Statur - und nicht die bitter nötige politische Weitsicht!

RE: Eingreifen für wen? | 25.08.2013 | 14:15

Diesen Satz auch mit Blick auf die Ereignisse in Ägypten.

RE: Eingreifen für wen? | 25.08.2013 | 14:13

Die Frage, wie sich eine der Parteien als Sieger einmal verhalten wird ist leichter gestellt als in der Fülle möglicher Antworten auszumachen ist. Die Aufständischen haben die Ermordung der sprüchemachen Kinder am Anfang des Bürgerkrieges ganz bestimmt nicht vergessen.

Die Ökonomie scheint mir, seien Sie bitte nicht bös, Herr Leusch, aber ein nachrangiger Gesichtspunkt zu sein.

In Syrien findet ein Stellvertreterkrieg statt, in dem die sunnitische Bevölkerungsmehrheit von den ebenfalls sunnitischen Golfstaaten unterstütz wird und Assad vom Iran. Eine zusätzliche Wunde ist Syriens Ausschluß aus der Araber Liga. Und die Empfindungswelt, die Gefühlswelt der Araber leitet die Ökonomie eher als es umgekehrt der Fall ist.

Mir fällt zu dem Elend eigentlich ein wenig hoffnungsvoller Satz von T.E Lawrence, dem Lawrence von Arabien, aus seinem Buch die sieben Säulen der Weisheit ein

„Als wir siegten, und die neue Welt dämmerte, da kamen wieder die alten Männer und nahmen unsern Sieg, um ihn der früheren Welt anzupassen, die sie kannten.“

RE: Eingreifen für wen? | 24.08.2013 | 19:44

So wenig ich an Lutz Herdens Artikel auszusetzen habe, finde ich doch, daß der Iraq-Krieg und die Situation in Syrien nur schwer, wenn überhaupt vergleichbar sind.

Saddam Hussein "Er ist ein Schweinehund, aber er ist unser Schweinehund!" habe ich in Erinnerung als sich ihn Bush zur Brust nahm, und das galt im Rückblick dafür, daß er gegen Chomeinis Iran einen 1o Jahre dauernden Krieg für die Amerikaner führte - und die Russen hatten da keinen militärischen Stützpunkt!

Das Lamento, daß man mit einem wie auch immer gearteten Eingreifen, die Aufständischen, auf die man, weil überwiegend islamistisch, kaum, wenn überhaupt einen Einfluß habe, ist überflüssig. Schließlich hat man vor zwei Jahren mit dem selben Hinweis darauf verzichtet, es auszuloten! Es ist kein Gerücht: Heute sind Al Qaida-Kämpfer im Land, eine Einflußnahme für den "Westen" ist nicht mehr zu erreichen!

Das alles zieht sich so oder so ähnlich auch durch die postings hier und aus Syrien kommen derweil Flüchtlinge und geschätzte oder von interessierter Seite absichtlich erhöhte/überhöhte Zahlen von Getöteten.

Wie auch immer hat der Westen heute zwei Möglichkeiten.

Eingreifen durch Beschuß von draußen oder die Aufständischen mit Waffen versorgen (an einen personellen Einsatz glaube ich nicht!)

oder nicht eingreifen!

Bis zu einer Entscheidung könnte man vielleicht näherungsweise auszurechnen versuchen, wieviele Tote beide Möglichkeiten kosten würden!

Aber wie die Entscheidung ausfallen sollte, die Amerikaner werden an den Toten schuld sein, allen voran ihr fragwürdiger, zaudernder Friedennobelpreisträger Barack Hussein Obama

RE: Die Rückkehr des Leviathan | 11.07.2013 | 19:11

"Aber der große Protest bleibt aus."

Es ist vielleicht eine Schnapsidee, aber meine Wut darüber, von einer US-Organisation bespitzelt, und rückgradlosen politischen deutschen Erfüllungsgehilfen der USA nicht geschützt zu werden, hat mich auf den Gedanken kommen lassen, mich selbst zu schützen.

Nun muß ich sagen, daß ich von Technik nicht allzu viel verstehe, aber wäre es nicht schön, wäre es nicht sehr befriedigend, könnte ich in meine Texte Viren einfügen, oder Würmer oder Troyaner. Und wenn das viele machten, hätten die NSA-Kreaturen viel zu tun, den eigenen Laden sauber zu halten!!!

Vielleicht hab' ich zuviel Asterix gelesen, und denke an das von unbeugsamen Galliern bewohnte Dorf, dazu müßten diejenigen, die mehr davon verstehen, sowas wie Fernlehrgänge im hacken abhalten.

RE: Es werden quälende Wochen | 15.04.2013 | 12:52

Ich bin kein Jurist und hoffe doch sehr, daß ich das Meinungsklima nicht vergifte!

Aber in einem Mord-Prozeß ist die Motivation (Gewinnsucht, Eifersucht, Rachsucht und weiß der Teufel was sonst alles) doch nur für Anklage und Verteidigung wichtig. Im Urteil spielt das keine Rolle - oder?

RE: Angst statt Inhalt | 15.04.2013 | 10:55

Man müßte sich doch einer gewissen Großzügigkeit bezichtigen lassen, wenn man rechtslastigeMeinungen, wie harmlos sie auch dargeboten werden, als eine Art Fettnäpfchentreten durchgehen lassen möchte! Aber im Augenblick sollte man sich in Deutschland wünschen, daß Fettnäpfchentreten olympische Disziplin wird - mit dem, was Politiker äußern, und da will ich keinen herausheben, kann man nur als medaillenverdächtig bezeichnen!

Wenn ich etwas, wie "..., ein weiterer Beweis, wie irrsinnig wir doch mehrheitlich sind, solchen Leuten weiter willig zur Seite zu stehen."

lese, denke ich doch, daß man die Tatsache außer 8 läßt, daß bei "wir" zwei Gesichtspunkte eine Wahlentscheidung beeinflussen! Ein Großteil der Wähler glaubt noch etwas zu verlieren zu haben. Ihnen steht eine Minderheit entgegen, die nichts zu verlieren hat - und unglückicherweise, benutzen die den Wahlzettel nicht als Denkzettel sondern üben sich in Wahlenthaltung - und die Resignation ist leider stärker als die Einsichtsfähigkeit!

An sich denk' ich, ist, wäre eine AfD nicht verkehrt!

Auch da zwei Sichten.

* In Europa kämpfen manche Staaten gegen Sezessionsbewegungen. Jugoslawien hat's schon hinter sich. Spanien, mit seinem reichen Bayern, 'tschuldigung!, Catalonien, das die Mehrheit der armen Regionen nicht mehr finanzieren will, das UK und die Schotten, die Basken in Frankreich und Spanien.

* Es gibt die Schweiz und Norwegen, die ohne Europa auskommen, wie sich das mit "scheitert, der €, scheitert Europa" verträgt, ist mir nicht plausibel. Dänemark hat sich vertraglich zusichern lassen, daß es dem € nicht beitreten muß, von UK und seiner Obstruktion nicht zu reden!

Ein Blick auf Deutschland ist auch alles andere als vergnüglich! Man hat spätestens seit Schröder herausgefunden, wie man den € innerhalb des € abwerten kann. Man schaffe eine Agende und Hartz, halte die Löhne unter dem Infaltionsatz, verlagere die Lohnstückkosten auf die Arbeitnehmer und verbillige so seine Exporte!!!

RE: Wie geschaffen füreinander | 09.04.2013 | 00:33

Wie geschaffen für einander

Mali ist grob gesagt, ein Landstrich der daran leidet, daß die Kolonialmacht negroide und (im weitesten Sinn) hamitische Bevölkerungen zusammen gezwungen hat, die nur der eigene Herrschaftsanspruch treibt! Alle Kolonialmächte haben solche Länder hinterlassen. Mali hat Bodenschätze, vor allem Uran, die Frankreich ausbeutet und Al Qaida gern ausbeuten würde.

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