RE: Grenzen überwinden | 08.06.2020 | 00:03

Es schreit, fast Trommelfell zerfetzend, das Schweigen unserer wackeren deutschen Republikaner in Übersee!

Oder sind sie Trumps Meinung?

RE: Zeit für einen Systemwechsel | 18.05.2020 | 22:20

"Man kann jedoch nicht erwarten, dass nach Aufhebung der Einschränkungen (Verfasser meint die Schutzmaßnahmen) alles wieder im alten Trott weitergeht."

Und wie das gehen wird! Weil sich viele wieder in das vertraute Gewohnte einfügen wollen und werden. So gut oder schlecht es im Einzelfall sein mag. Aber beides was von Sicherheit.

Dann kommt Meyer zu einer "direkten Demokratie" und dem mißverständlichen Satz

"Dann bestimmt und verwaltet allein der Souverain (also eine gewählte Abordnung des Volkes) die gesamte Geldmenge."

und der Souverain kann als eine gewählte Abordnung gesehen, oder, was Meyer wohl meinte, das Volk. Fragwürdig aber finde ich"gewählte Abordnung"? Was, bitte, unterscheidet diese von Politikern heute? Dem folgt

"Diese heutige Macht des Geldes gehört beendet, sie hat die Natur zerstört und auch einen Großteil aller Menschen zu Sklaven gemacht."

Also Sklavenhaltung gab's schon immer. Bei den Sumerern, Babyloniern, den alten Ägyptern, Spartanern und Römern. Als die Bajuwaren ihren Lebensraum nach Osten erweiterten, hatten die Mönche Leibeigene, die ihnen in den Klöstern dienten. Dienstbare Geister zu haben scheint bei uns chromosomonal so angelegt zu sein. Denn außer bei uns gibt es Sklaverei nur noch bei einer Ameisenart.

Auch was Bezahlung angeht, liegt Meyer falsch. Bezahlung war nur zu Wirtschaftswunder-Zeiten gut. Damals mußte das Systemsich als besser als das kommunistische zeigen. Nach dem Zusammenbruch konnten wir erleben, daß Arbeitnehmer auf Gehaltserhöhungen verzichten mußten. Die Manager in den Chefetagen der börsenindizierten Unternehmen haben sich fette Boni ausgehandelt und bekommen - unabhängig ob sie's Wert waren/sind oder nicht!!!

Zuletzt

"Das muss in Kürze geschehen, Von den Regierungssystemenist auch leider keine Lösungen zu erwarten, ..."

In Kürze! In welchen Zeiträumen denkt der Verfasser. Die Lethargie weiter Teile der Bevölkerung hat er gar nicht im Blick. Ein Schimmer von Realitätssinn ist dem zweiten Halbsatz nicht abzusprechen. Auch kann man unterstellen, daß die, die im Staat (Berufspolitiker ebenso wie Verbandsveertreter) das sagen haben, nicht heute schon händeringend darauf warten aus ihren Positionen entfernt zu werden - sie werden kämpfen - mit Geld und ...

RE: Zeit, Angst und das Ende der Allmacht | 17.05.2020 | 11:01

Volle Zustimmung, Richard Zietz, besonders Ihren dritten Absatz. Den hätte ich, nicht wortwörtlich aber inhaltlich gern selbst geschrieben. Ich hätte noch Maischberger und Anne Will, bei der ich mich schon llange frage, was will Anne eigentlich?

Im Wissen, daß die von Ihnen genannte die Meinung vieler Zuschauer und Zuhörer beeinflussen, sich deshalb als Avantgarde auch im Bereich der Wortschöpfung sehen, scheinen mir diese Leute eine Art Windhunderennen um die Meinungsführerschaft zu veranstalten. Im Sinne von wo findet gerade eins meiner Wortschöpfungen gerade Verbreitung ;-)

RE: Zeit, Angst und das Ende der Allmacht | 17.05.2020 | 10:14

Nein, iDog, es gibt keine Alternativen. Ums in Bild zu setzen möchte ich zu dem Radiobeitrag zurückkommen.

Wenn der Meeresspiegel ansteigt wird man die Beobachtung machen können, daß sich die Mündungen der Fließgewässer, nicht von gleich auf sofort, aber stetig mehr oder weniger tief ins Hinterland zurückziehen werden. Damit wird eine Verminderung der Fließgeschwindigkeit einher gehen. Das kann zur Folge haben, daß sich die Fließgewässer, wieder nicht von gleich auf sofort, aber stetig verbreitern werden ...

Soweit nur zur Alternativlosigkeit.

Zu Ihrem

"... dass dazu der politisch Wille fehlt , weil der am erhalt der Herrschaft hängt" dachte ich, daß Sie der Politik unterstellen, daß sie sich für wichtiger als unser aller Existenzberichtung hält! Dann könnten Sie, iDog mit ihrem Schlußatz in Ihrem ersten Beitrag hier Recht behalten. Ich hoffe sehr, Sie irren sich!

RE: Zeit, Angst und das Ende der Allmacht | 16.05.2020 | 17:52

Bei "Beherrschbarkeitsphantasien" dachte ich an US-Präsident Trump, der die Pandemie zu Beginn im Wissen daß die VSA an Corona keinen Schaden nehmen würden, und sie herunterspielte und der jetzt davon faselt, daß die VSA in Bälde über einen Impfstoff verfügen werden. Er war und ist darin nicht der Einzige - das hab' ich unter "Beherrschbarkeitsphantasien verstanden.

Erstaunlich finde, mit welcher Schärfe die Auseinandersetzung mit Prof. Adloff und seinem alles in allem doch harmlosen Text geführt wird. Ein Beispiel dafür

"... sei es durch Starkregen mit Überschwemmungen, sei es durch Dürren mit Wasser- und Nahrungsmittelknappheit"

In deutschen und niederländischen Universitäten, hab' ich innerhalb der vergangenen zwei Wochen im DLF gehört, wird daran gearbeitet, wo man Deiche und Mauern bauen wird um "Land unter" zu vermeiden und versucht eine Kosten/Nutzenrechnung zu erarbeiten. in einem Schlenker wurde auch aufgeworfen, daß manch einer dabei sein Hab und Gut verlieren wird, ein andere nicht!

Mir fehlt sowohl in Adloffs Text wie auch in den Komentaren dazu, die Nutzanwendung an Ende. Denn, um das Notwendige zu tun muß die Politik "in die Gänge kommen" und da wird weltweit gewartet wer als erster anfängt. Und dann muß die Poiltik ihre Bevölkerung, die Mehrheitsbevölkerung, die Nutzmenschen "mitnehmen", die sich wiederum von Gewohnheiten und Bequemlichkeiten und was sie sich erarbeitet haben und stolz drauf sind, verabschieden.

Und da seh' ich den ersten Schritt entfernt noch nicht angegangen!

RE: Wie schützen wir unser Land vor Putin? | 09.12.2018 | 16:22

tja, w.endemann,

also bis ins Alte Testament, wie pleifel schreibt, wird man nicht zurückgehen müssen. Aber pleifel hat Recht, obwohl's da so nicht zu lesen ist. Alles läßt sich, ob begründbar bar oder bestreitbar auf Ursachen zurückführen.

Um der Ukrainekrise näher zu kommen und einigermaßen gerecht zu werden reicht schon ein Blick in die nähere Vergangenheit. Zbigniew Brzeziński, beispielsweise, und sein Buch 'Die einzige Weltmacht', in dem der amerikanische Weg vorgezeichnet ist wie Georgien und darauf folgend die Ukraine in den amerikanischen Einflußbereich zu führen sind. Als zweiten Punkt möchte ich den ehemaligen US Außenminister James Baker anführen, der Genscher unwidersprochen sagen ließ, daß es eine NATO-Osterweiterung nicht geben wird. In einem sechs minütigen Kulturzeit-Beitrag auf 3sat konnte man von der deutschsprachigen Übersetzung überlagert eben diesen James Baker sagen hören, daß man herausgefunden habe, daß es in dieser Sache nichts schriftliches gäbe, weshalb man die NATO-Osterweiterung betrieben habe.

Für den Rechtsnachfolger der UdSSR, Russland gab es sogar ein kleines Zeitfenster in dem eine NATO-Mitgliedschaft möglich war. Aus G7 wurde zeitlich begrenzt G8, ein NATO-Russland-Rat. Nur eins hat nicht funktioniert: Eine begründbare Herstellung und Verkauf von Waffen, angesichts der asymetrischen Kriegsführung gegen den aufkommenden Islamismus! So packte man "unser Haus Europa" (von Lissabon bis Wladiwostok) und alles andere wieder ein und kehrte zu dem gewiß nicht unverschuldeten Feindbild Russland zurück!

Hätte nun Putin was von Kennedy, hätte er wie dieser Chrustschow gegenüber mit einem Atomkrieg drohen können. Bekanntermaßen stehen heute russische Truppen in Georgien und der Ukraine und von EU- und NATO-Mitgliedschft ist keine Rede mehr.

Es geht nicht um das was Menschen wollen, Völker wollen - es geht um Einfluß Sphären, w.endemann! Was Menschen, was Völker wollen, daß sagen ihnen, auch in Georgien und der Ukraine Politiker und politisch Handelnde, wie die in Chefetagen der börsenindizierten Unternehmen und dafür dürfen sie bluten..

Versöhnlich an ihrem Text, w.endemann, finde ich, daß

"alle Argumente hinlänglich ausgetauscht sind, ohne irgend eine Seite sonderlich beeindruckt und zu einer differenzierteren Haltung bewegt zu haben"

RE: Wie schützen wir unser Land vor Putin? | 05.12.2018 | 20:03

Nach der Lektüre von Heydens 11 Ratschlägen hab' ich zu Bulgakows Hundeherz gegriffen. Einem dringenden Reinigungsbedürfnis folgend!

RE: Das Ende des amerikanischen Jahrhunderts | 29.11.2018 | 23:51

Ihren Ausführungen, Max Boot, ist nicht wiedersprechen. Sie haben den Niedergang der USA mit einem bedauernden Unterton gut beschrieben. Aber vielerorts auf der Welt, wird man diesen Niedergang, wenn man's nicht jetzt schon tut, mit Genugtuung zur Kenntnisn nehmen.

Eher ergänzend möchte ich den Blick auf den Anteil der Wirtschaft auf die weitere Entwicklung richten. Die USA haben sich ihre Vasallen/Verbündeten ja nicht gewaltsam zugelegt, sondern absichtlich oder versehentlich mit wirtschaftlichen Zugeständnissen (Erleichterungen, Zoll, Niederlassungen der Automobilkonzerne und Import und Export von Nahrungsmittel) erkauft. China zum Beispiel exportiert mehr Nahrungsmittel in die SA als umgekehrt und macht jetzt mit den amerikanischen Daumenschrauben Bekanntschaft.

So ist Deutschland heute durch russische Öllieferunge entfernt nicht sklavisch abhängig von Putin, wie Trump behauptet, es sind eher Importe (zwischen 23 und 25%) aus Deutschland in die USA, die hier berechenbar Gewinne und Arbeitsplätze und damit weitgehend den sozialen Frieden sichern. sehr anschaulich wurde die Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft als sich deutsche Unternehme bei den Trumpschen Sanktionen gegen den Iran fluchtartig aus dem Staub machten.

Dieser Zustand, diese Abhängigkeiten werden so noch eine Weile Bestand haben, womit ich Ihre Sicht der Zukunft nicht grundsätzlich infrage stelle, aber die verbleibende Zeit für ausreichend lange genug halte, als daß eine globale Unordnung über die schon bestehende hinaus wirksam werden könnte.

Chinas Aufstieg dürfte nicht zu verhindern sein. Und da sollte es die EU, schon um sich nicht dessen Wünschen und Forderungen fügen zu müssen, noch geben. Nur dafür! Denn die EU ist ansonsten zu tiefst asozial. Die Kommission achtet auf die Haushalte der Mitgliedsländer - für die Belange der Habenichtse in der hat sie bislang jedenfalls noch nichts übrig gehabt!

Aber Ihr Text, Herr Boot, ist nur eine Momentaufnahme, wie meine Antwort darauf auch. Denn mit dem Wenigerwerden der Babyboomer, der Abnahme der Bevölkerungen, der Digitalisierung der Arbeit werden wir uns schwerwiegenderer Probleme gegenüber sehen.

RE: Krieg der Machos | 22.04.2018 | 18:50

Ich versteh ja, daß die USA ihre Waffen gern realitätsnah testen wollen, müssen. Erstens haben sie soviel davon, daß es auf ein paar mehr oder weniger nicht ankommt. Zweitens neigen sie im großen und ganzen zur Gewaltanwendung. Im Inneren staatlich mittels Todesstrafe oder als stolzer privater Waffenbesitzer, der sich als jugendlicher oder erwachsener Amokläufer mit dem Gebrauch einer Problemlösung selbst versichert.

Da frag ich mich schon, ist das jetzt ein Geburts- oder ein Charakterfehler?

Daß May sich bei all ihren Schwierigkeiten im UK (Brexit und damit Verbundenes) als Frau der Tat sehen, und ihrem Volk zeigen will - ist möglich. Ähnlich verhält es mit Macron. Der deutsch-französische Motor, der die EU voranbringen soll, ist außer Betrieb. Also stürzt er sich mit Trump und May in ein überfüssiges Abenteuer.

Aber zurück zur USA. Im Gegensatz zur USA haben die Sowjets keine Atombomben geschmissen, nirgendwo mit Napalm gebombt oder großflächig Agent Orange verschüttet oder My Lay verschuldet, viele My Lays. Auch die Russen als Rechtsnachfolger der SU hat sich keinen Casus Belli zusammen gelogen, um einen Krieg führen zu können, Länderdurch Kriegshandlungen destabiliesiert ...

Ich versteh ja, daß Europa die USA wirtschaftlich braucht. Wir importieren und exportieren aber müssen unsere Politikerr die amerikanische Regierung willfährig bei ihren Verbrechen begleiten?

Die Russen haben, Putin hat sicher das Buch "Die einzige Weltmacht" gelesen und kluger Weise Georgien zwei Provinzen abgezweigt und die Krim "heimgeholt" Ist das wirklich soviel schlimmer als Arombomben schmeißen oder AgentOrange zu verschütten?

Hätte Putin das anders gehandhabt, ständen heute amerikanische Atomraketen auf russischem Boden!

RE: Unter Druck | 14.03.2018 | 12:42

Zum hundertjährigen Frauenwahlrecht, ein paar Antworten eingesammelt und ...?

Ja, und was? Wohin wollte man mit den Antworten der Damen Hausen, Kaminsky und Korbik? Für wen und wofür stehen drei Generationen von Akademikerinnen in unserer Zeit? Wie hilfreich sind ihre Leben und Lebensentwürfe verglichen mit der Lebenswirklichkeit alleinerziehender Geringverdienerinnen mit unzureichenden Altersvorsorgungen und, wenn kein Wunder geschieht, mit einer sicheren Altersarmut?

Amüsant fand ich Karin und Peter und wie sie das Abdecken des Tischs bewältigten. Die geltenden Regeln in er Kleinstadt mögen manchmal nervig gewesen sein, waren aber vertraut.Und damit hatte es sich aber auch schon. Das Frauenwahlrecht hat wie die erste eigene Stimmabgabe keinen besonderen Eindruck hinterlassen.

Interessant wird's erst wieder mit Frau Korbiks Vermutung, daß Männer Angst hätten, ihnen würde was weg genommen! Das ist ein Mythos, Frau Korbik ins Stammbuch geschrieben, der Mann stellt nur sachlich fest "Die Konkurrenz ist größer!"

Überhaupt Frau Korbik "Die Kultur muß sich verändern?" Es ist leicht nur zu fordern, aber da sind wir alle angesprochen. Auch Sie!

Ich hab mein Herz für Marlies Krämer entdeckt. Sie hat Spaß mit ihren Schrullen, und sie seien ihr gegönnt, gleichgültig wer die Kosten für den Weg durch die Instanzen trägt.

Leid ist mir um die deutsche Sprache!

Ort: ZDF moma, am 13.o4.2o18, es geht um das um diese Uhrzeit noch zu erwartende BGH-Urteil. Moderatorin ist Dunja Hayali, ihre Gäste sind Simone Schmollack und Peter Eisenberg,

Hayali "..., aber glauben Sie nicht vielleicht alle beide, wenn sich die Sprache verändert und der Lebensrealität der Jetztzeit anpaßt, daß sich möglicher Weise auch Machtverhältnisse verschieben können?"

es folgt ein Hinweis auf die Uni Leipzig, darauf Schmollack "..., und wenn sich die Gesellschaft verändert, verändert sich auch die Sprache und muß sich dem anpassen!"

Später "..., kommen wir kurz noch einmal auf die verschiedenen sprachlichen Möglichkeiten, die es leider gibt - man muß sie nicht verwenden, man kann sie aber verwenden!" Und fragt am Ende ihrer Ausführungen "So what?"

An der Stelle setzt Simone Schmollack die Sprache der Beliebigkeit aus. Inzwischen sind wir, nur zwei Beispiele, mit "werden wird" und ihrer Umkehrung im täglichen Gebrauch schon beim Futur III angekommen und das bei Leuten, die mitdem Gebrauch der Sprache Geld verdienen: Journalisten(!). Nicht anders verhält es sich mit der Plusquamperfektisierung mit "war gewesen" und ihrer Umkehrung. Sehr erfolgreich sind Journalisten und Moderatoren in den Medien (TV,Radio, und Druck) mit dem intransitiven Gebrauch von "erinnern" anstelle des transitiven Gebrauchs wen und woran!

Ingo Lorenz