Nanowicht

Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: Das Ping-Pong-Dilemma | 24.03.2011 | 13:51

Als Wissenschaftsforscher (eigentlich Studium der Wissenschaftsgeschichte, aber eher an den übergreifenden Fragen der "Science Studies" interessiert) finde ich Ihren Beitrag bemerkenswert:
"[Wissenschaft wird] ausgespart, bis sie neue Technologien hervorbringt und den Kriterien Bedrohung und Mystifizierung genügt, um von Galileo, Planetopia oder anderen Formaten aufgegriffen zu werden."
Das hätte ich als 'Experte' kaum sauberer formulieren können. Zumal es das zentrale Problem aller Popularisierungsbemühungen aufgreift. Dort ist
Wissenschaft = Wissen + unterhaltsame Anekdoten, die daraus nette Häppchen machen
Das wird seit Jahrzehnten in der institutionalisierten Bildung problematisiert, Alternativen scheitern aber offensichtlich an der Unterstellung, das eigene Publikum wäre unfähig mit Unschärfe und Unsicherheit umzugehen und fiele durch entsprechende Angebote in einen voraufklärerischen Zustand zurück. Dabei sind wir doch nie modern gewesen.

RE: Porn aus Zorn | 27.10.2010 | 14:40

Mir passt gar nichts nicht, wie mir auch die Debatte selbst nicht wichtig ist. Interessant ist sie aber allemal. Auffällig: Kaum fühlt sich jemand darin an den Eiern gepackt, schaltet sich der Verteidigungsapparat ein: Denn nicht nur der Porno, sondern auch seine Diskussion ist ein Abbild gesellschaftlicher und individueller Realität. Und was nützen da "empirische Tatsachen". Am Ende, das zeigt der neue Post, bleibt nur Opferhaltung. Die armen Männer in- und außerhalb Pornos, schlecht bezahlt, von Erwartungsdruck gebeutelt und wegen Pornokonsums stigmatisiert, sie kommen doch im Artikel vor und entwickeln eine für sie geeignete Strategie. Warum der Artikel alle Perspektiven abdecken sollte, zumal in einem Meinungsmedium, erschließt sich mir nicht. Und für Fakten gibts Wikipedia.

RE: Porn aus Zorn | 27.10.2010 | 13:06

Ihr Kommentar ist wirklich der erstaunlichste der bisherigen Pro-Porno-Beiträge hier. Wärend hump van heyden sich mit seinen Unterstellungen, seiner Homophobie und den persönlichen Belanglosigkeiten (also bei mir war es so und so) disqualifiziert, crumar auf irgendwelchen Daten rumreitet, Doppelmoral der Anderen als generelle Rechtfertigung ausgibt und so absurde Vorschläge macht, wie in 30min Gespräch jahrhunderte altes Rollenmodelltraining aufzuheben (also ich sag dir: das ist Konstruktion; na, hast du nun ein gesundes Verhältnis zu Frauen, Sex, deinem Körper), kommt hier plötzlich altbackene Unterdrückungangst ins Spiel, wie sie den Umgang mit Weiblichkeit schon eine halbe Ewigkeit begleitet. Der arme Mann, Opfer seiner Triebe, wird von der Frau genau damit kontrolliert. Beziehung ist harte, sinnlose Arbeit für einen kurzen Kick. Zum Glück gibt es Alternativen zu sozialem Handeln, denn Menschen sind ja eh immer ein bissl unangenehm und reagieren auch schrecklich unberechenbar.