Gülle im Hirn

Antibiotika, MRE Nur Kranke lohnen sich. Eine Spezies, die Schindluder mit sich selbst treibt? Forschen wir doch an den Urgründen des drohenden Desasters.
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Boden verseucht, Wasser vergiftet, Luft verpestet, Tiere mit Antibiotika vollgepumpt, erfolgreich multiresistente Keime erzeugt. Bravo, Mensch. Du bist gründlich in Deinem Tun. Und lässt nicht darin nach, Deinem Ehrgeiz die Krone des tödlichen Irrsinns aufzusetzen. Das macht Dir keine andere Spezies nach. Innerhalb dieses Deines unseligen Tuns hast Du uns eine Vielfalt von wissenschaftlichen Möglichkeiten (Forschungen) erschaffen, die durchaus helfen könnten, das Dilemma, nun ja, ein klein wenig erträglicher zu machen – aber das geht nicht, weil es nicht erträglich im Sinne von ertragreich oder einträglich ist. Das Gegenteil ist auch nicht erträglich, im Sinne von ertragbar, weil tödlich.

Und nun stehen sich die beiden äußerst verschiedenen Nicht-Erträglichkeiten wie feindliche Brüder gegenüber. Die finanziellen Erträge aus dem was uns helfen könnte, reichen nicht aus, weil es sich doch lohnen muss. Gesunde Menschen sind kein Lohn für die Gesellschaft, sondern nur die Steigerung der weltweiten Börsenkurse für die Pharmaaktionäre. Gesunde Menschen nützen der Pharmaindustrie nicht nur nichts, sondern schädigen sie bis ins Mark. Also sollen Menschen krank bleiben. So lange und so gründlich es irgendwie geht. Sterben sollten sie dabei aber nicht unbedingt, so lange sie als Kranke noch irgendwie finanziell potent abgesichert sind. Nimmt man aber Antibiotika (wo es noch wirkt) ein, ist man ja leider in wenigen Tagen wieder gesund und hat auf all die teuren anderen Medikamente freiwillig verzichtet, die sich doch reichhaltig anbieten und auch konsumiert werden möchten. Das ist schon fast ein Anschlag auf das System.

Nun ist es so, dass wir Menschen natürlich selbst schuld sind. Es ist ja nicht nur die sich verweigernde Pharmaindustrie, die Gewinne machen will und „muss“, sondern es ist jedes einzelne Individuum, dass es im Falle von Krankheit und Ungemach auch bitte alles dalli, dalli mit der Gesundung haben möchte. Der Stress ist auch schon ohne Krankheit für jeden hart genug. Zeit ist Geld. Für fast jeden.

Lange Zeit war Antibiotika die fast perfekte Allzeitwaffe. Das, was an positiven Abwehrkräften in diesem Zeugs drin steckte, verwehrt sich nun immer häufiger dem kränkelnden Leben. Es will nicht mehr. Es wird mehr und mehr resistent – vielleicht wird es ja auch renitent, weil es unsere Blödheit satt hat? Weil es uns bedeuten will: Sieh zu, Mensch, dass Du endlich wieder Dein eigenes Immunsystem stabilisierst und aufbaust, dass Dir von der Natur oder der Schöpfung mitgegeben wurde. Wozu wurden letztlich diese Abwehrstrategien so wundervoll im menschlichen Körper als Möglichkeit erschaffen? Etwa dafür, dass Du seit dem 20. Jahrhundert für quasi jede quersitzende Blähung Schindluder damit betreibst – obschon es nur für die wirklich schwerwiegenden Fälle gedacht, erforscht und auch wichtig war?

Nun ist es mittlerweile so, dass dieser Urzustand bei all zu vielen Menschen aus all zu vielen Gründen nicht mehr funktioniert, weil - siehe Eingangssatz – wir im Kreislauf des Giftirrsinns mehr oder weniger gefangen sind. Wer heute ins Krankenhaus muss, sollte Mut und Zuversicht mitbringen, angesichts der zahlreichen Todesopfer, die allein durch MRE „erzeugt“ werden. Und das alles ist ja erst der Anfang vom Ende. Denn nun wird auch die Forschung nach und nach eingestellt… weil nur der lange krank bleibende Mensch ein guter Mensch für die Pharmaindustrie ist. Insofern ist die Einstellung der Forschung gleich aus mehrfachen Gründen doch ein cleverer Schachzug: Geld für Forschung gespart! Geld mit den dann Dahinsiechenden lohnt sich endlich viel mehr als vorher – und die Kollateralschäden, die gleich den tödlichen Abgang machen, müssen halt kalkulatorisch mit eingerechnet werden.

18:39 13.09.2019
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Nashira

Ich sprenge Lichtlöcher in meinen Dunkelraum, bewege mich zwischen den Stühlen und verschatte mir das Tageslicht, um schärfer sehen zu lernen.
Nashira

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