RE: Wie könnt Ihr es wagen! | 27.09.2019 | 14:17

Lebensqualität in Lebensalter zu bemessen ist wie Jobwunder in Jobzahl. Die "Vollbeschäftigung", die wir haben ist lediglich ein Minijobwunder. Also, was für ein Lebensalter ist das? Schlecht "gepflegt", weil unterbesetzt, unterbezahlt, unterversorgt und kaputtgespart, erhalten von Maschinen und Pillen, weil kranke Lebensweise, die ihren Tribut verlangt.

Die ganzen Straßen sind doch schon teil des Problems. Massive Versiegelung der Oberfläche und Tiere, die ihren Lebensraum durchkreuzt kriegen. Nicht zu vergessen die Belastung für die Menschen. Tausende von Verkehrstoten, ein jährliches 9/11 auf deutschen Straßen - und es ist akzeptiert. Lärm, Dreck und Gefahr, das ist Autoverkehr.

Die Gebrauchtsartikel? Schonmal in einem Geschäft gewesen? 99% von dem Kram der da rumliegt und hängt ist sinnloses Zeug. Sinnloses Zeug, dass in seiner Herstellung Ressourcen, Arbeitskraft, Leid und Emissionen vebraucht und verursacht. Das ist keine Freiheit, sondern die Bereicherung der 1%. Die Werbung erzählt den Leuten, dass sie das alles brauchen, um sie am konsumieren und arbeiten zu halten. Kombiniert mit einem Niedriglohnjob verkauft man seine besten Jahre für ein Appel und ein Ei. Gleichzeitig hat man all die Nachteile und oebendrauf eine zerstörte Biossphäre - was für ein mieser Deal!

Also, das ist alles Teil des Problems und nicht die Lösung für die ganzen Armen.

RE: Wie könnt Ihr es wagen! | 27.09.2019 | 13:30

Also erstens, weil sich Leute an dem "ihr sollt Panik haben" stoßen. Um es mit den Worten von Pickle Rick zu sagen:

“Because, I don’t respect therapy. Because, I’m a scientist. Because, I invent, transform, create and destroy for a living. And when I don’t like something about the world, I change it. And I don’t think going to a rented office in a strip mall to listen to some agent of averageness explain which words mean which feelings has ever helped anyone do anything. I think it’s helped a lot of people get comfortable and stop panicking, which is a state of mind we value in the animals we eat, but it’s not something I want for myself. I’m not a cow. I’m a pickle. When I feel like it. So. You asked.”

Dieses "Ruhe bewahren" hat mich schon immer gestört. Das ist ein Zustand für Vieh, für etwas oder jemanden den man kontrollieren möchte. Wir erleben ein menschgemachtes Massensterben der Arten, regional kippen ganze Ökosysteme und dann soll man was? Ruhig bleiben? Was ein Witz! Panik ist eigentlich eine viel angemessenere Reaktion. Aber hey, gehört man zu denen, die millionen- , wenn nicht sogar miliardenhaft vom business as usual profitieren, will man natürlich, dass die Masse an Vieh ruhig bleibt und weiter buckelt wie bisher.

Zum anderen, weil Leute immer so tun als ob alles andere als das business as usual der Untergang aller Lebensqualität bedeutet: Schonmal gefragt ob es uns eigentlich so gut ergeht, wie man es sich selbst einredet und von anderen weißgemacht kriegt? Wieso heißen Zivilisationskrankheiten eigentlich Zivilisationskrankheiten? Ja weil diese Lebensweise krank macht! Jeder stirbt heute an Krebs, Herz-Kreislauf Erkankungen, wird dank industrieller und nicht-artgerechter "Ernährung" fett und Diabetis-Typ2 krank, Leute kriegen Depressionen und burn-out. Ganz zu schweigen von den ganzen prekär arbeitenden und lebenden Hanseln und millionen atomisierter Menschen. Tut doch nicht so, als ob es nichts zu gewinnen gäbe!

Es ist offensichtlich, dass wir aufhören müssen immer mehr zu produzieren und das was da ist muss gerecht verteilt werden. Und die ganzen armen Länder müssen daran teilhaben, denn es steht ihnen rechtmäßig zu und sie dürfen nicht den selben desaströsen Weg durchgehen wie wir.

RE: Doch nicht so heiß gegessen | 02.09.2019 | 19:55

Okay, grammar-nazin können sie gut, und der Inhalt? Keine Widerlegung.

RE: Doch nicht so heiß gegessen | 01.09.2019 | 23:30

"Uneingeschränkte Migration" ist ein rechtes Märchen. Es handelt sich um Leute die einen Antrag auf Asyl stellen, weil dieses globale Wirtschaftssystem weltweit Bedingungen erzeugt unter denen Menschen nicht mehr leben können. Aber anstatt das zu erkennen und zu bekämpfen schlagen Leute auf die Machtlosen ein. Man beschuldigt die Opfer. Damit zeigt man sich als fleißiger Schüler der Agenda2010 - den Arbeitslosen, das Opfer für seine Lage schuldig zu sprechen.

Das ist authoritärer Charakter, die Identifikation mit der Herrschaft.

RE: Doch nicht so heiß gegessen | 01.09.2019 | 23:05

Absolut! Es müssen einfach alle Partein so wie die Afd werden und dann klappts auch wieder mit dem Wahlerfolg! Die Partei, die Partei hat immer Recht!

RE: Doch nicht so heiß gegessen | 01.09.2019 | 21:55

Ich denke es gibt ein authoritäres Potential und die Afd ist verdammt gut darin, dieses abzuschöpfen. Die einzige Möglichkeit für andere Parteien diese Wähler zurückzugewinnen ist es, ein ebensolch authoritäres Angebot zu machen. Nicht ratsam.

Die Idee, dass hinter diesem Wahlverhalten rationale, verständliche Probleme liegen, wie mangelnde Infrastruktur oder verletzte Gefühle nach der Wiedervereinigung halte ich für reichlich naiv. Zuhören genauso. Außer "Merkel will uns umvolken!!!11brüll" kommt da eh nix bei rum.

Ist ja auch nicht so als wäre die Afd die erste Partei, die nen strongman-politics Ton trifft. Die CDU macht das ja auch immer wieder.

Ich denke es ist abgründig und das Land macht sich was vor, wenn es meint es hätte "alte Laster" überwunden und sich man nun verwundert die Augen reibt.

RE: Jung und depressiv | 12.08.2019 | 18:04

Weil es für ihn funktioniert hat, also sollen sich die anderen nicht so anstellen. Die typische bürgerliche Haltung aller, die Erfolg in ihrem Leben hatten. Also wollen die nicht, dass sich auch nur irgendwas ändert. Das da haufenweise anderer Nasen nur befristet an seiner Uni sind, ist ihm egal.

Und wie im Kleinen, ist es im Großen auch. Ein kleiner Teil der Bevölkerung profitiert immens und ist gewillt alles in kauf zu nehmen, nur damit business as usual bleibt.

RE: Jung und depressiv | 12.08.2019 | 17:26

Dich zu Siezen, weil du wer bist? Nein Danke.

Man könnte auch Strukturen schaffen, die den Lebensumständen der jungen Menschen gerecht werden. Man könnte es sein lassen, die Leute zu marktgerechten Menschen zu formen. Sie durch das Studium zu jagen, als ob sie keine Lebenserwartung hätten. Man hätte auch Bologna seinlassen können. Man hätte es auch sein lassen können von Unis zu verlangen sich privat zu finanzieren. Damit dann was (?) Gebäudeblöcke nach Unternehmen benannt werden? Lehrstühle gesponsert werden? Freie Wissenschaft bleibt da auf der Strecke. Wasn Witz.

Außerdem, wenn du "des verstehenden Lesens kundig wärst" hättest du mitgekriegt, dass ich nicht gesacht habe, das Studium sei die Ursache, sondern es geht mir darum, dass "Man Up!" nicht bei Depression hilft.

RE: Liebe Greta-Hasser und rechte Trolle – geht! | 12.08.2019 | 16:14

Tja, Erscheinungen einer überalternden Gesellschaft. Man kann dem alten Herrenverein, der seine Ignoranz wie eine Monstranz stolz vorsichherträgt, nicht helfen. Es gibt nur zwei Optionen: Entweder man lässt sie einfach linksliegen, so wie es die Gesellschaft schon lange getan hat, oder man macht sich frech und spitzfindig über sie lustig. Weil diese Männer nehmen sich extrem ernst und sehen sich als Authorität in allen Fragen des Lebens. Überall haben sie ihren Senf beizugeben. Ihnen sind in der alten Gesellschaft als Mann zuviele Privilegien zugekommen und nun halten sie sich für Prinzen und Könige am Mittagstisch - ihr Wort ist Gesetz. Darum wählen sie auch authoritäre Parteien und strongmen zu Staatsoberhäuptern. Junge, schlagkräftige Frauen sind ihnen ein Graus.

Auf die pseudowissenschaftliche Pedanterie würde ich mich nicht einlassen. Das ist nur eine Zermürbungsstrategie, um am Ende recht zu haben, denn mehr wollen die auch garnicht.

So, mal sehen wie lange mein Kommentar noch sichtbar bleiben wird, haha!