Was Kiews neues Mobilisierungsgesetz für Ukrainer in Deutschland bedeutet

Kriegsdienst Seit dem 18. Mai gilt in der Ukraine ein neues Mobilisierungsgesetz – mit gravierenden Folgen auch für im Ausland lebende Staatsbürger. Wie geht es für sie weiter?
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 21/2024
Die Frau im karierten Hemd fährt gleich nach Kiew zurück: Abschied am Bahnhof von Kramatorsk, Oktober 2023
Die Frau im karierten Hemd fährt gleich nach Kiew zurück: Abschied am Bahnhof von Kramatorsk, Oktober 2023

Foto: Roman Pilipey/AFP/Getty Images

Eine „Kampagne“ sei im Gang, schrieb der linke ukrainische Soziologe Volodymyr Artiukh Ende April beim Kurznachrichtendienst X. Eine Kampagne, initiiert von der Regierung in Kiew und unterstützt von „westlichen Konservativen und der extremen Rechten, um den Boden für Abschiebungen zu bereiten“. Deren Ziel seien jene, die als verpflichtet gelten, die Ukraine mit der Waffe zu verteidigen, sich dieser vermeintlichen Pflicht aber entziehen: männliche Staatsbürger im Ausland.

Debatte über „Wehrgerechtigkeit“ in der Ukraine

Hintergrund der alarmierenden Worte Artiukhs ist das ukrainische Mobilisierungsgesetz, das am 11. April nach monatelanger Debatte beschlossen wurde und seit dieser Woche in Kraft ist. Nach mehr als zwei Jahren Krieg u