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RE: Eine Polemik als Antwort auf die Kritiker | 06.03.2009 | 20:07

Sehr geehrter Herr Augstein,

wie die anderen Kommentatoren wundere ich mich ebenfalls über folgenden Satz: "Denn das Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre, die ungeheuren Zugewinne, die aus der entfesselten Globalisierung gezogen wurden, flossen eben nicht nur in wenige sondern durchaus in viele Taschen."

Anfang Februar hat das DIW eine Studie zur Vermögensverteilung in Deutschland veröffentlicht und darin die Entwicklung von 2002 bis 2007 aufgezeigt. Demnach gehören den reichsten 10 Prozent mehr als 60 Prozent des gesamten Vermögens, während die ärmsten zehn Prozent nur Schulden besitzen. Interessanter ist jedoch die Entwicklung von 2002 bis 2007: Hier zeigt sich, dass ausschließlich das reichste Zehntel im besagten Zeitraum hinzugewonnen hat (inkl. Aufschwungjahre). Nachlesen können Sie die Studie hier: http://www.diw.de/documents/publikationen/73/93785/09-4-1.pdf

Man kann über jedes Thema noch so trefflich streiten, sollte sich dabei jedoch an Fakten halten. Unabhängig von dieser Kritik, freue ich mich jedoch über Ihren offenen Diskussionsstil und hoffe, dass Sie trotz "abweichender" Meinungen daran auch in Zukunft festhalten.