Rebound is a bitch oder: Des Wachstums kleiner Bruder

Klima Unsere Autos sind effizienter als früher, genauso unsere Kühlschränke und unsere Heizungen. Trotzdem verfehlen wir unsere Klimaziele. Warum?
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 46/2022
Wir wollen schneller, höher, weiter. Doch leider ist auch damit irgendwann Schluss
Wir wollen schneller, höher, weiter. Doch leider ist auch damit irgendwann Schluss

Foto: Justin Sullivan/Getty Images

Der britische Philosoph William Stanley Jevons beschrieb 1865 das Phänomen zum ersten Mal: Durch technologischen Fortschritt in der Kohlenutzung wurde immer weniger Kohle notwendig, um dieselbe Energiemenge zu gewinnen. Doch das führte nicht dazu, dass weniger Kohle in der englischen Industrie verfeuert wurde. Sondern mehr.

Zunächst hieß das Jevons-Paradoxon: Technischer Fortschritt, der es erlaubt, effizienter mit einem Rohstoff umzugehen, führt nicht dazu, dass der Verbrauch sinkt, im Gegenteil. Heute sagen wir „Rebound-Effekt“ dazu: Zwar sind die Motoren unserer Autos heute effizienter als in den 1990er Jahren. Die Autos sind aber doppelt so schwer, weshalb sie mehr Treibstoff brauchen. Zwar sind unsere Häuser heute besser gedämmt, weil wir

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